Saisonfinale gegen Hamburg / Playoff-Atmosphäre in der Stadthalle

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Nur 45 Stunden nach dem 91:79-Heimsieg gegen Braunschweig wartet die nächste Herausforderung auf die Mannschaft des SYNTAINICS MBC. Im 34. und letzten Saisonspiel in der easyCredit Basketball Bundesliga empfangen die Wölfe am Sonntagabend (18 Uhr) den Tabellensiebten und Eurocup-Achtelfinalisten Hamburg Towers in der Stadthalle Weißenfels. Präsentiert wird diese Partie von der Autohaus Fischer GmbH.

Die Mannschaft kann gegen die Hanseaten befreit aufspielen, nachdem ihr durch den elften Saisonsieg – so viele gelangen den Wölfen im Oberhaus seit der Saison 2014/15 nicht mehr – und die Niederlage von Gießen gegen Chemnitz der Klassenerhalt auch mathematisch nicht mehr zu nehmen ist. Dennoch gibt Headcoach Igor Jovovic den zwölften Sieg als Ziel aus, mit dem sich seine Mannschaft in der Tabelle bis auf Rang 13 verbessern könnte. „Wir wollen gegen Hamburg dort weitermachen, wo wir gegen Braunschweig aufgehört haben, und uns mit einem positiven Eindruck aus der Saison verabschieden“, sagt der Montenegriner. „Auch wenn Hamburg ein Playoff-Team ist und sich länger auf die Partie vorbereiten konnte: Mit der Unterstützung unseres Publikums ist ein Sieg drin.“
Behnam Yakhchali fällt, wie schon gegen Braunschweig, wegen einer Fußverletzung aus, das Mitwirken von John Bryant ist nach dessen disqualifizierenden Foul gegen die Niedersachsen fraglich. Der Center ist bis zur Entscheidung der Spielleitung der easyCredit BBL vorerst nicht spielberechtigt. Der SYNTAINICS MBC hat eine sofortige Aufhebung der Sperre beantragt. Bei den Hamburgern lohnt sich insbesondere ein Blick auf Justus Hollatz. Der 21-Jährige ist der größte deutsche Hoffnungsträger auf der Aufbauposition und brillierte jüngst gegen Heidelberg mit 15 und gegen Crailsheim mit 14 Assists. Talentspäher aus der NBA haben ein Auge auf das Hamburger Eigengewächs geworfen. MagentaSport überträgt die Partie live, der SYNTAINICS MBC bietet einen Liveticker bei Twitter an.

Für drei Wölfe war gegen Braunschweig vorzeitig Schluss

Die Stimmung in der Stadthalle war am Freitagabend gegen Braunschweig furios. Man kann sogar sagen: Es herrschte Playoff-Atmosphäre. Nach und einem frühen 9:20-Rückstand und einem insgesamt enttäuschenden ersten Viertel, in dem sich die Gäste mehr offensive Rebounds schnappten als die Wölfe defensive, fanden Sergio Kerusch, Nikola Rebic & Co. in Abwehr und Angriff zunehmend Zugriff. Radii Caisin sorgte in der 15. Minute mit einem Dreier zum 32:30 für die erste Führung. Unter anderem elf Ballverluste sorgten jedoch für einen 44:47-Pausenrückstand.
Die zweite Halbzeit begann mit einer starken Phase von Goran Huskic, der mit einem Korbleger auch für den 53:53-Ausgleich sorgte. Kostja Mushidi holte gegen seinen Ex-Verein mit einem Dreier zum 58:56 die Führung zurück. Die spielentscheidenden Szenen ereigneten dann Ende des dritten und Anfang des vierten Viertels. Zunächst kassierte Spielmacher Nikola Rebic kurz hintereinander sein viertes und fünftes Foul, ein technisches, das den vorzeitigen Ausschluss bedeutete. Kurze Zeit später war auch für John Bryant und Igor Jovovic die Partie vorzeitig beendet.
Der Centerspieler kassierte in der 31. Minute wegen eines leichten „Wischers“ gegen Brandon Tischler ein disqualifizierendes Foul, Headcoach Jovovic zwei Minuten später wegen Reklamierens sein zweites technisches Foul. Die umstrittenen Entscheidungen brachten das Publikum in Wallung. 2050 Zuschauer, darunter 350 Kinder- und Jugendfeuerwehrleute als geladene Gäste, wohnten der Partie bei. Deren Energie übertrug sich aufs Parkett. Mit einem 6:0-Lauf drehten die Wölfe den 65:70-Rückstand zum Zeitpunkt von Igor Jovovics Auschluss in ein 71:70.
Die Führung gaben sie danach nur noch einmal kurz ab. 80:79 stand es 1:55 Minuten vor Spielende. Danach erzielten die Wölfe durch AJ English (4), Jamel Morris (3), Reggie Upshaw und Goran Huskic (je 2) die letzten elf Punkte der Partie, Goran Huskic und Reggie Upshaw sicherten zudem noch zwei wichtige Defensiv-Rebounds. Braunschweigs Topscorer David Krämer (19 Punkte) hielten die Wölfe im zweiten Abschnitt auf sechs Zähler, Benedikt Turudic gelang an seiner ehemaligen Wirkungsstätte mit 14 Punkten seine zweitbeste Saisonausbeute. Beim SYNTAINICS MBC stellte AJ English mit 20 Punkten einen persönlichen Saisonbestwert auf, Sergio Kerusch erzielte seine elf Punkte ohne Fehlwurf.
„Das war ein großartiger Sieg für unsere Mannschaft und für unseren Club. Braunschweig hat lange sein Talent gezeigt“, sagte Igor Jovovic nach der Partie. „Dann sind einige verrückte Dinge passiert. Wir haben Nikola Rebic und John Bryant frühzeitig verloren, dann musste auch ich gehen. Aber das hat die Mannschaft in der wichtigsten Phase des Spiels enger zusammengeschweißt, das Publikum ins Spiel gebracht und allen viel Rückenwind gegeben.“
SYNTAINICS MBC:
 English (20 Punkte, 4 Dreier), Morris (17 Punkte, 3 Dreier, 4 Assists), Mushidi (16 Punkte, 5 Dreier), Kerusch (11 Punkte, 7 Rebounds), Huskic (11 Punkte, 7 Rebounds), Rebic (5 Punkte), Bryant (4 Punkte, 6 Rebounds), Upshaw (4 Punkte, 6 Rebounds), Caisin (3 Punkte), Rapieque.

Quelle: SYNTAINICS MBC, 30. April 2022

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