Halbfinale gesichert! Tigers beenden mit einem 84:80-Sieg gegen die Eisbären Bremerhaven die Serie mit 3:1

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Nach der 89:95-Niederlage am Mittwoch im dritten Spiel im Playoff-Viertelfinale gegen die Eisbären Bremerhaven konnten die Tigers Tübingen sich auch im zweiten Auswärtsspiel des Playoff-Viertelfinals an der Nordsee durchsetzen. Vor 1.202 Zuschauern in der Stadthalle Bremerhaven siegten die Raubkatzen mit 84:80 (41:35) und zogen damit mit dem 3:1 in der Serie vorzeitig ins Halbfinale ein. Damit wurde der zweite Matchball genutzt. Vor der Partie musste das Team von Trainer Danny Jannson jedoch die Verletzung von Aatu Kivimäki verkraften. Der finnische Point Guard verletzte sich in Spiel drei am rechten Fuß und konnte nicht mitwirken. Wie schwer die Verletzung tatsächlich muss in den nächsten Tagen ärztlich abgeklärt werden. Die Partie war geprägt von großem Kampfgeist auf beiden Seiten. Während das Team von Eisbären-Trainer Allen Ray Smith unbedingt in ein fünftes Spiel nach Tübingen wollte, setzten die Schwaben alles daran, dies zu verhindern. Einem ausgeglichenen ersten Viertel (21:21) folgte die höchste Tübinger Führung zum 41:30 in Minute 19. In dieser Phase sprang besonders Till-Joscha Jönke in die Bresche und erzielte all seine sechs Punkte während eines 10:2-Laufs. Besonders hervorzuheben ist dazu noch die Leistung von Ryan Mikesell. Der US-Amerikaner kam am Ende auf 25 Punkte und war der Garant für den Sieg. Der 25-Jährige war folgerichtig der Tress – “man of the match”. Nach der Halbzeit (41:35) kam die Hausherren jedoch auf Touren. Besonders der in der ersten Halbzeit blass gebliebene Carrington Love glich das Spiel nach drei Vierteln aus (59:59). Das vierte Viertel war anschließend an Spannung nicht zu überbieten. Nach diversen Führungswechseln sorgte eine Leistungssteigerung in der Defensive und schwierige Würfe von Mateo Šerić für den Tübinger Sieg und den damit verbundenen Halbfinaleinzug. Bei Eisbären Bremerhaven trafen Kevin Yebo und Daniel Laster mit 18 Zählern am besten.

Im Halbfinale wartet nun der Sieger aus der Paarung zwischen den RÖMERSTROM Gladiators Trier und den BAYER GIANTS Leverkusen auf die Raubkatzen. Die Moselstädter haben das erste Duell mit 92:68 für sich entschieden. Der Termin für das erste Spiel dieser Serie ist noch nicht bekannt. Tickets können jedoch bald im Online-Shop erworben werden.

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Erstes Viertel (21:21):

Nach dem Ausfall von Aatu Kivimäki rückte Gianni Otto in die Starting-Five. Komplettiert wurde diese dann durch Timo Lanmüller, Ryan Mikesell, Mateo Šerić und Daniel Keppeler. Die Eisbären kamen zunächst durch vier Punkte von Armani Moore mit 4:0 in der ersten Minute in die Partie, ein Dunking und ein Layup von Keppeler brachte anschließend nach zwei Minuten den 4:4-Ausgleich. Ein Dreier von Otto sorgte nach vier Minuten für die erste Führung der Raubkatzen zum 7:6. Im weiteren Verlauf blieb es hart umkämpft. Erneut war es Otto, der in der sechsten Minute per Dreier das 13:11 erzielte. Danach mussten die Zuschauer in der Stadthalle Bremerhaven eine Spielminute auf den nächsten Punkt warten. Daniel Laster und Mikesell trafen jeweils zwei Mal aus der Distanz. Nach acht Minuten führten die Schwaben mit 19:16. Zum Ende des Abschnitts kam Bremerhaven an die Freiwurflinie und blieb dabei solide (sieben von acht, 87,5 Prozent). Spielstand: 21:21 nach zehn Minuten.

Zweites Viertel (20:14):

Der erste Angriff im zweiten Viertel gehörte den Raubkatzen. Dieser brachte auch gleich die ersten Freiwürfe, welche Till Jönke beide zum 23:21 nach elf Minuten verwandelte. Diese blieben auch erstmal die einzigen Punkte, bis Eisbären-Coach Smith nach 125 Sekunden die erste Auszeit der Partie nahm. Ein Einwurfplay, das in einem erfolgreichen Zweier von Mikesell zum 25:21 nach 13 Minuten mündete, beendete diese Durststrecke. Jönke komplettierte in Minute 16 letztlich den 10:2-Lauf zum 31:23 und zwang die Eisbären zu einer erneuten Auszeit. Nach dieser sorgten Joanic Grüttner Bacoul und Isaiah Crawley mit einem Alley-Oop-Play für das erste Highlight des Spiels und besorgten die 33:23-Führung nach 17 Minuten. Bakary Dibba brachte die Schwaben 76 Sekunden vor Ende des zweiten Abschnitts mit 41:30 in Führung. Das Viertel endete letztlich mit einem persönlichen Fünf-Punkte-Lauf von Oehle. Somit ging es nur mit einem 41:35-Vorsprung in die Halbzeit.

Drittes Viertel (18:24):

Der Sechs-Punkte-Vorsprung sollte nicht allzu lange Bestand haben. Zwar konnten die Raubkatzen der Heimmannschaft direkt drei Fouls nach zwei Minuten anhängen, Bremerhaven kam jedoch durch zwei Dreier von Kevin Yebo und Laster zum 43:43-Ausgleich nach 24 gespielten Minuten. Was folgte war ein 10:2-Lauf der Tübinger. Somit stand es 53:45 nach 25 Minuten. Zwar blieb die defensive Intensität bei den Tigers hoch, jedoch konnten sich die Eisbären durch die Punkte von Yebo, Laster und Armani Moore die 59:57-Führung nach 29 Minuten erspielen. Die letzten Punkte des Viertels gab es dann für Mikesell, der 23 Sekunden vor Schluss den erfolgreichen Korbleger zum 59:59-Ausgleich verwandelte.

Viertes Viertel (21:25):

Der erste Spielzug mündete in den Punkten drei, vier und fünf für Šerić zum 62:59 nach 31 Minuten. Nach zwei weiteren erfolgreichen offensiven Spielzügen der Tübinger nahm Bremerhaven in Minute 33 beim Stand von 64:69 die nächste Auszeit. Daraufhin folgte der erst zweite erfolgreiche Dreier von Love zum 67:69 in Minute 33. Es ging anschließend Schlag auf Schlag. Knapp sechs Minuten vor dem Ende führten die Raubkatzen mit 74:70. Nach einem schlechten Pass von Otto, dem zehnten Ballverlust der Tigers, konnte Armani Moore in der 36. Minute auf 74:76 verkürzen. Sein fünftes Foul holte sich anschließend Keppeler ab. Der Center foulte Love 173 Sekunden vor Rambo und schickte den US-Amerikaner für drei Würfe an die Linie, wovon er zwei zum 76:78 in Minute 37 verwandelte. Die Antwort kam prompt von Šerić, der einen Sprungwurf zum 80:76 zwei Minuten vor Schluss traf. Bei den Eisbären nahm Love weiterhin das Zepter in die Hand und verkürzte auf 78:80, noch waren 109 Sekunden zu spielen. Nach einem Foul von Elias Baggette an Lanmüller nahm Smith 88 Sekunden vor Schluss eine Auszeit. Nachdem Lanmüller beide Versuche verwandeln konnte (82:78, 39. Minute), verkürzte Love zunächst auf 80:82. 78 Sekunden waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen. Nach erfolglosen Aktionen in der Offensive auf beiden Seiten hatten die Tigers letztlich 26 Sekunden vor Schluss Ballbesitz. Es folgte die erste Auszeit von Jansson im gesamtem Spiel. Der Plan des Finnen war zunächst die Zeit runterspielen zu lassen, doch ein Foul von Yebo schickte Isaiah Crawley zwei Mal an die Freiwurflinie. Dieser traf einen zum 83:80 bei noch 17 Sekunden zu spielen. Bremerhaven vergab zwei Dreier durch Love und Yebo zu einem möglichen Ausgleich. Lanmüller beendete das Spiel letztlich mit einem erfolgreichen Freiwurf zum 84:80 und sicherte den Tigers damit den Platz im Halbfinale.

Die Stimme zum Spiel:

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): “Es war ein typisches Playoff-Spiel. Wir haben heute zwei Teams mit müden Beinen gesehen, die versucht haben, ihr Spiel durchzusetzen. Wir haben unsere Defense im Vergleich zu Spiel drei verbessert und die Eisbären wieder bei weniger Punkten gehalten. Aber ich muss Bremerhaven heute wirklich ein Kompliment machen. Im dritten Viertel haben wir es zwar geschafft, unser Spiel durchzusetzen und die Führung zu erspielen und auszubauen, aber Bremerhaven kam immer mit einem guten Spielzug zurück und haben es uns sehr schwer gemacht. Unsere Spielidee hat heute funktioniert, wir haben viel rotiert und damit das Tempo kontrolliert. Mit diesem Wissen mussten wir einfach nur dran glauben, dass das Ergebnis nach 40 Minuten zu unseren Gunsten läuft.”

Dschungelgeflüster – der etwas andere Blick rund um das Spiel:

Start der Playoffs: Nachdem die Viertelfinalserie der Tigers Tübingen und den Eisbären Bremerhaven schon in das vierte Spiel mündete, gingen am Freitagabend zwei weitere Playoff-Paarungen in die erste Partie. Beim Duell zwischen Medipolis SC Jena (Dritter der Hauptrunde) und den Uni Baskets Paderborn (Sechster) siegte die Heimmannschaft mit 89:84. In der Partie zwischen den RÖMERSTROM Gladiators Trier (Vierter) und den BAYER GIANTS Leverkusen (Fünfter) holten sich die Trierer um Ex-Tiger Enosch Wolf einen 92:68-Erfolg. Die letzte Serie zwischen den ROSTOCK SEAWOLVES (Zweiter) und den PS Karlsruhe LIONS (Siebter) startet am morgigen Samstag um 19:30 Uhr.

Busfahrer wird zum Tigers-Fan: Marko Wannenmacher fährt neben Konstantin Divitajkin die Tigers Tübingen Tübingen quer durch die Republik zu den Auswärtsspielen. Mit der Zeit hat den 40-Jährigen das Basketballfieber gepackt. “Die Sportart ist sehr schnell, dynamisch und spannend”, sagt Wannenmacher, der mit dem Team in Bremerhaven war. Gute 15 Stunden vor der Abfahrt gen Norden war der neue Tigers-Fan zudem noch mit der Familie beim dritten Playoff-Spiel gegen die Eisbären in der Paul Horn-Arena zu Gast – inklusive Playoff-Shirt und sogar im Fanblock.

Besondere Motivation: Zwar konnten die Fans der Tübinger nicht in derselben Menge in Bremerhaven auftreten wie noch am vergangenen Ostersonntag. Doch sechs Tübinger Fans feuerten die Gelb-Schwarzen über 40 Minuten lautstark an. Dennoch war die Präsenz des heimischen Fanblocks auch in einer anderen Art und Weise auf der weiten Auswärtsreise zu spüren. Als besonderes Geschenk gab es vom Fanklub der Neckar Tigers nach dem vergangenen Spiel am Mittwoch ein Schild mit der Aufschrift “Never give up” für das Team, welches die Busfahrt mit angetreten hat. Somit war der Fanklub dennoch dabei, wenn auch nicht vor Ort. Vielen Dank für diese besondere Motivation, das Team hat den Support gespürt!

Quelle: Tigers Tübingen, 22. April 2022

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