Baskets bringen Sieg beim MBC nach hohem Vorsprung mühsam ins Ziel

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5. Sieg in Folge in der easyCredit BBL

Nach einer überragenden ersten Halbzeit und einer 28-Punkte-Führung (66:38, 20. Minute) haben es die Telekom Baskets Bonn am Samstagabend gegen den SYNTAINICS MBC noch einmal unnötig spannend gemacht. Am Ende zehrte die Mannschaft von Trainer Tuomas Iisalo vom herausgespielten Punktepolster, konnte dadurch auch eine fast achtminütige Punkteflaute im Schlussviertel kompensieren und gewann schließlich mit 90:85 (28:19, 38:19, 19:24, 5:23). Jeremy Morgan wurde mit 25 Punkten Topscorer. Bonn verteidigte mit dem fünften Sieg in Folge die Tabellenführung in der easyCredit Basketball Bundesliga.

Key facts:

  • Heiß: 66 Halbzeitpunkte bedeuteten einen neuen Baskets-Saisonbestwert 
  • Kalt: fünf Punkte im Schlussviertel jedoch auch einen Baskets-Negativrekord in dieser Saison
  • Teamplay: Alle eingesetzten Spieler punkteten
  • Höchste Führung: 71:41 (22. Minute)
  • Bestleistung eingestellt: Jeremy Morgan stellte mit 25 Punkten seine easyCredit BBL-Karrierebestleistung ein
  • Aufstellung: Neuzugang Oleksandr Lypovyy setzte als siebter internationaler Spieler aus, Tyson Ward fehlte weiterhin verletzungsbedingt 

Spielbericht 

Bonn startete mit der mittlerweile etablierten Formation aus Parker Jackson-Cartwright, Karsten Tadda, Jeremy Morgan, Javontae Hawkins und Saulius Kulvietis. Zwar kassierten de Baskets gleich zu Beginn die ersten drei Punkte durch Weißenfels AJ English (0:3, 1. Minute), es sollte jedoch der einzige Bonner Rückstand im gesamten Spiel bleiben. Stattdessen fanden die Telekom Baskets früh ihren offensiven und defensiven Rhythmus und überrannten die Gastgeber mit ihrer Energie. „PJC“ und Morgan waren kaum zu halten und erzielten jeweils sieben Punkte in den ersten sechs Minuten (16:8, 6.). Mit einem Buzzer-Beater-Dreier setzte Karsten Tadda den Schlusspunkt hinter ein tempo- und punktreiches erstes Viertel (28:19, 10.).

Auch im zweiten Viertel zeigten sich die Baskets in Spiellaune: Wen immer die Mannschaft von Tuomas Iisalo durch kluges Passspiel auch freispielte, vollendete souverän die Spielzüge. So erzielte Leon Kratzer erst am Brett die erste zweistellige Führung (30:19, 11.), wenig später markierte der emsige Justin Gorham sieben Punkte in Serie (39:24, 14.), dann erhöhte Hawkins von der Linie erstmals auf 20 Zähler Vorsprung (55:35, 17.). Doch Bonn ließ nicht locker: Angeführt vom überragenden Jeremy Morgan (der 23 seiner insgesamt 25 Punkte in der ersten Halbzeit erzielte), stürmten die Bonner mit ihrer bis dahin wohl besten Saisonleistung bis zur Halbzeitpause auf 66:38 (20.) davon.

Nach dem Seitenwechsel wuchs die Führung sogar auf 71:41 an und die Partie schien bereits in der 22. Minute vorentschieden zu sein. So sahen es wohl auch die Schützlinge von Headcoach Iisalo, die in der Folge leicht den Fuß vom Gas nahmen (75:47, 24.). So erlaubten sie dem MBC erstmals in der Partie in einen Spielfluss zu kommen. Das merkte auch Tuomas Iisalo, der seine Mannschaft nach einem Weißenfelser 9:2-Lauf zur Auszeit bat (77:56, 26.). Bonn stabilisierte sich anschließend etwas, doch der MBC, der auch von einer schwachen Bonner Freiwurfquote (insgesamt nur 64,7 Prozent) profitierte, gewann den dritten Spielabschnitt (85:61, 30.).

Im Schlussviertel wurde der bisherige Spielverlauf dann vollends auf den Kopf gestellt: Auf der einen Seite spielte Weißenfels elektrisierenden Basketball, bei Bonn schien der Stecker gezogen. So kämpften sich die eigentlich bereits angezählten Gastgeber mit einem 17:0-Lauf zurück in die Partie (85:78, 18.). Egal was die Baskets in dieser Phase versuchten, nichts gelang. Ballverluste reihten sich an Fehlversuche. Erst Hawkins erzielte anschließend die ersten Punkte seines Teams von der Freiwurflinie und stoppte so den Lauf der Wölfe (87:78, 18.). Die Hausherren verkürzten auf 87:80 (19.), ehe Saulius Kulvieits 18 Sekunden vor Schluss den ersten Bonner Feldkorb im Schlussviertel erzielte (89:80, 40.). Doch die Zeit lief nun für die Baskets, die den 90:85-Sieg trotz aller Bemühungen des SYNTAINICS MBC am Ende über die Zeit brachten und somit die BBL-Tabellenführung behaupteten. 

Stimmen zum Spiel

Tuomas Iisalo (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

„Wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt, mit viel Energie und hohem Fokus. In der zweiten Halbzeit haben wir dann den Fuß vom Gaspedal genommen und vielleicht mit fünf Prozent weniger Fokus gespielt. Das bedeutet in dieser Liga: du bekommst Probleme. Jetzt haben wir die Erfahrung in so einer Situation machen können. Wir sind sehr froh über den Sieg, aber sehen auch, dass wir es besser machen können.“

Igor Jovovic (Headcoach SYNTAINICS MBC):

„Es war offensichtlich ein Spiel mit zwei verschiedenen Halbzeiten. In der ersten Halbzeit sind wir sozusagen gar nicht erst angetreten. Gegen ein so intensiv spielendes und leistungsfähiges Team waren wir in all unseren Entscheidungen zu langsam. Dadurch haben wir es ihnen ermöglicht, große Vorteile zu kreieren. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Aufstellungen umgestellt und versucht, die Lineup zu finden, die zum Kämpfen bereit ist und mit dem größten Einsatz spielt. Wir waren wirklich sehr nah dran, eine große Überraschung zu schaffen, haben aber ca. zwei Minuten vor Spielende ein paar wichtige Würfe nicht getroffen. Davon müssen wir lernen. Wir müssen so spielen wie in der zweiten Halbzeit und wir haben noch viele Spiele vor uns, in denen wir das machen können.“

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

Gorham (7 Punkte/1 Dreier), Kessens (4), Tadda (3/1), Kulvietis (13/1), Bowlin (9/2), Hawkins (8), Morgan (25/3), Kratzer (6), Jackson-Cartwright (15/2), Mboya Kotieno (dnp)

SYNTAINICS MBC:

English (14), Kerusch (8), Mushidi (10), Caisin (5), Morris (19), Huskic (6), Upshaw (11), Rebic (7), Bryant (3), Yakchali (2)

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Bereits ab dem kommenden Heimspiel sind wieder 6.000 Zuschauer im Telekom Dome erlaubt. Für die Partie gegen Ludwigsburg gilt dabei momentan die 3G-Regel.

Quelle: Telekom Baskets Bonn, 26. März 2022

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