Die Bayern beim punktgleichen französischen Meister

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„Auf zum nächsten Spiel!“, so lautete noch in der Halle Andrea Trinchieris knappes Resümee nach dem gelungenen Auftritt in Heidelberg (92:70). Bereits am Sonntagabend begannen also für den Chefcoach der Bayern-Basketballer und sein Assistant-Trio die Planungen für das dritte Auswärtsspiel in Serie, die EuroLeague-Nachholpartie bei Asvel Villeurbanne: Am Dienstagabend empfängt der französische Meister im heimischen „Astroballe“ die Münchner zum durchaus mit Spannung erwarteten Verfolgerduell – beide Teams sind in der Königsklasse nach 20 Spielen und einem Erfolgserlebnis in der Vorwoche mit neun Siegen notiert und haben das obere Drittel weiter im Blick.

Spielbeginn ist um 21 Uhr, in Villeurbanne sind derzeit 2.000 Zuschauer zugelassen. MagentaSport überträgt auch dieses Spiel der Bayern, die dann am kommenden Freitagabend Alba Berlin zum deutschen EuroLeague-Derby empfangen.

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„Asvel spielt auch in diesem Jahr eine sehr gute Rolle mit ihrem Mix aus jungen Talenten, Erfahrung, Länge und einer irren Athletik“, sagt Trainer Trinchieri. „In ihrer Halle haben sie praktisch schon jedes Team bezwungen. Wir selbst kommen in einem guten Moment dorthin nach zwei Auswärtssiegen, doch wir wissen, welch hohen Berg wir in diesem Spiel zu besteigen haben.“

Talent, Erfahrung, Länge und „irre Athletik“   

Frankreichs Double-Gewinner konnte zuletzt Roter Stern Belgrad 69:67 in Schach und damit einen Tabellennachbarn auf Distanz halten. Wie die Bayern, die am Freitag bei Baskonia siegten (84:77), war auch Asvel am Sonntag im Einsatz: Im Rhône-Alpes-Derby gegen Roanne (93:83) setzte sich Villeurbanne in den letzten Minuten durch. Topscorer war der erfahrene einheimische Guard Paul Lacombe mit 19 Punkten vor Chris Jones (17) – beide waren schon gegen Belgrad beste Werfer – sowie den früheren BBL-Profis Dylan Osetkowski (14) und Marcos Knight (13).

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Letzterer gewann vergangene Saison mit Monaco den EuroCup und war Mitte November mit einem Vertrag bis Anfang Februar nachverpflichtet worden. Denn während die Bayern weiter ihren erfolgreichsten Scorer Darrun Hillard (15,8 PpS) sowie Nationalspieler Paul Zipser vermissen, fallen bei den Franzosen derzeit David Lighty (10 PpS) und William Howard (7,3 PpS) aus. Im Hinspiel Anfang Dezember konnten die Münchner dank einer sehr konzentrierten Leistung in der Defense 73:65 gewinnen.

Asvels Stärken sind eine große Athletik sowie das dynamische Backcourt-Duo, das Jones (13,9 PpS) bisher mit Elie Okobo bildet. Der junge Franzose weist immer noch einen beeindruckenden Punkteschnitt von 16 Zählern pro Partie auf, trifft dabei gut 40 Prozent Dreier und verteilt knapp vier Assists. Gegen Roanne und schon gegen Belgrad fehlte der 24-Jährige allerdings. Das nächste Wiedersehen gibt es mit Center-Routinier James Gist, 35, der nach einem gelungenen Jahr im Audi Dome auch in Villeurbanne eine wichtige Rolle einnimmt (6,3 PpS, 21:46 MpS).

„Ich erwarte ein sehr physisches Spiel“, sagt Bayern-Guard Ognjen Jaramaz, in Heidelberg nach Augustine Rubit (19) zweitbester Werfer mit 16 Punkten. „Wir haben jetzt ein paar wichtige Siege eingefahren, allerdings auch einige harte Reisetage hinter uns. Wir brauchen in diesem Spiel von Beginn an ein hohes Level an Aktivität und Energie, um erneut die Chance auf einen weiteren Erfolg haben zu können.“

Quelle: FC Bayern Basketball, 24. Januar 2022

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