IN DEN STURM GERATEN: AUFHOLJAGD WURDE NICHT BELOHNT

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Das Wiedersehen zwischen Udun Osakue und seiner alten Mannschaft der BBC Rendsburg Twisters fiel durchwachsener, als es dem US-Amerikaner lieb gewesen wäre, aus. Zwar war die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten groß, zum einen musste er aber die Partie, gemeinsam mit Kapitän Patrick Lyons, verletzungsbedingt auf der Bank verfolgen. Zum anderen mussten die Tigers sich, nach einem Sturm der Twisters und dem starken Kampf zurück ins Spiel, sehr knapp mit 79:80 geschlagen geben.

Dabei begann die Partie, dank Distanzwurf von Sebastian Harke, vielversprechend. Nachdem die Twisters den gleichen Weg zur Reuse fand, trafen sich die Gegner auf Augenhöhe wieder. Vor allem Yannick von Hain bewies sein Können und überzeugte mit offensiven wie auch defensiven Highlights. Am Ende der ersten zehn Minuten erarbeiteten sich die Rendsburger die besseren Rebound-Chancen und beendeten das erste Viertel bereits mit 23:27 für sich.

Nach der Viertelpause ließ Andree Michelsson sein Können aufblitzen und führte seine Twisters erstmals mit 25:32 voran. In der Verteidigung der Tigers machte sich der kurzfristige Ausfall von Tigers-Forward Chris Kwilu bemerkbar. Nach drei Minuten fand Neuzugang Tadas Gimzauskaus für die Tigers von der Dreier-Linie den Weg zum Korb. Doch die Rendbsurger wirbelten fleißig rund um den Korb und sammelten, auch schwere, Punkte ein. Ihre Verteidigung zogen sie gleichfalls an, weshalb sie sich mehr zweite Versuche sicherten und eine zweistellige Führung erlangten (32:48, 8. Minute). Zur Halbzeit verkürzte der stark spielende von Hain noch einmal aus dem Feld (37:48).

Doch auf eine Wende der Tigers warteten die Zuschauer im Livestream vergeblich. Vielmehr nutzten die Twisters die Ruhe vor ihrem Sturm. Zwar eröffneten Leo Alban und AIvars Stikuts mit zwei Körben (41:48, 2. Minute) die zweite Halbzeit, doch das treffsichere Trio aus Devaughn Mallory (20 Punkte), Andree Michelsson (18 Punkte) und Vincent Dubbeldam (15 Punkte) blies zum Sturm und wirbelte die Tigers, dank eines 0:15-Laufes, ordentlich durch (41:63, 6. Minute). Nach Harkes Korbleger mit anschließendem Freiwurf hielt Michelsson weiter gegen und auch Gimzauskaus Dreier sollte den Sturm nicht beruhigen, sodass es mit über zwanzig Punkten Differenz in die letzten zehn Minuten ging (50:74).

In denen spielte Jonathan Coles das befreiende Spiel, unterstützt vom routinierten Big-Men-Duo Sebastian Harke und Davor Barovic. Der Wirbelwind und die zwei großen Männer entfachten den Gegensturm der Tigers. Dank eines nun besseren Reboundings, bliesen sie zum 16:0-Lauf und zogen auf 68:74 heran (4. Minute). Zum entscheidenden Stoß zur Wende kam es jedoch nicht, vielmehr brachte Rendsburg, dank ihrer Topscorer, nochmals einen zweistelligen Abstand rein (68:79, 6. Minute). Nun stellten sich Alban und Barovic als rettende Anker im Sturm dar und verkürzten erneut auf einen Zähler. In den letzten Sekunden lag das Spiel in den Krallen der Tigers, denn Ballgewinne, Angriff und Wurfchancen waren ganz auf ihrer Seite. In den letzten Sekunden wollten die rettenden Körbe nicht fallen, selbst vermeintlich einfache Würfe fanden nun nicht mehr den Weg durch die Reuse. So drehte sich das Blatt nach dem durchgelaufenen Sturm der BBC Rendsburg Twisters nicht mehr. Mit 79:80 musste die Partie in der Gasthalle gelassen werden.

Stimmen zum Spiel

Thorsten Weinhold, Trainer der Aschersleben Tigers BC: “Nachdem die komplette Jugendriege sowie weiterhin Patrick LYons sowie Udun Osakue ausgefallen sind, fiel kurzfristig auch noch der sechste Spieler, der dritte der Starting Five, aus- was den Tigers endgültig wichtige Prozentpunkte im Rhythmus und der Eingespieltheit wegnahm. Erst spät fanden wir den Schlüssel mit wenig Fehlern die richtigen Verteidigungsoptionen zu spielen und kamen nach einem – bis zu 24 Punkte hohen Rückstand – im dritten Viertel, durch unbänbdiugen Kampfgeist noch einmal bis auf einen Punkt heran und hatten sowohl im vorletzten als auch im letzten Angriff noch die möglichkeit das schon verloren geglaubte Spiel für sich zu entscheiden. Tadas hat ein ordentliches Debut gegeben und damit die Probleme auf den Aufbaupositionen etwas verringern.”

Bjarne Homfeldt, Trainer der BBC Rendsburg Twisters: “Wir sind stolz auf die Mannschaft. Wir waren nicht gut besetzt, hatten einige Ausfälle. Wir haben drei Viertel ein überragendes Spiel gezeigt. Im letzten Viertel besaßen wir kein Teammanagement, die Zeit von der Uhr zu nehmen. Das haben wir verpasst. Es war aber ein überragender Abend.”

Stats

Für die BBC Rendsburg Twisters spielten: Mallory 20 Punkte / 9 Rebounds, Michelsson 18 / 5 Assists, Dubbeldam 15 / 5, Sopha 11, Oetken 7, Jacobsen 5, Skorsch 4

Für die Aschersleben Tigers BC spielten: Alban 17 Punkte, Harke 15, Gimzauskaus 11, von Hain 11, Barovic 10, Coles 9, Stikuts 5, Wascher 1

Quelle: Aschersleben Tigers, 23. Januar 2022

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