MIT LETZTER KRAFT ZUM SIEG GEGEN DEN MBC

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NACH EINER STARKEN ERSTEN HÄLFTE VERLIEREN DIE HAMBURG TOWERS GEGEN DEN SYNTAINICS MBC NACH DER HALBZEIT DEN ZUGRIFF AUF DAS SPIEL. DANK KONZENTRIERTER SCHLUSSMINUTEN SICHERT SICH DAS TEAM VON PEDRO CALLES TROTZDEM DEN 84:76 (27:11, 46:30, 63:58) SIEG.

WIE LIEF’S Mit einem Dreier eröffnete Caleb Homesley die Partie. Und weil Seth Hinrichs und Eddy Edigin mit viel Entschlossenheit am offensiven Brett zweite Chancen erarbeiteten, konnten sich die Hamburg Towers zügig in Führung bringen. Der SYNTAINICS MBC haderte aufgrund des defensiven Drucks des Teams von Pedro Calles in den Anfangsminuten mit der Ballkontrolle und anschließend mit fehlendem Wurfglück. Nach rund fünf Minuten sorgte Lukas Meisner, nach einem erneuten Offensivrebound, für einen frühen zweistelligen Vorsprung. Sich darauf auszuruhen, würde nicht zur Towers-DNA passen. Entsprechend aggressiv blieb die Verteidigung – mit einem Monsterblock setzte Zach Brown ein Statement. Im Angriff nutze Max DiLeo die zunehmenden Freiräume für einen Zauberpass hinter dem Rücken, Lukas Meisner konnte im Fastbreak unbedrängt aus der Distanz einnetzen. Einziger Wermutstropfen der deutlichen Führung nach dem ersten Viertel waren die drei persönlichen Fouls auf dem Konto von Eddy Edigin. Wieder aus der Distanz, diesmal Zach Brown, eröffneten die Towers auch den zweiten Abschnitt. Anschließend versuchten die Gäste den Hamburger Rhythmus mit einer Zonenverteidigung zu stören – doch die Hausherren fanden immer wieder die Lücken, entweder wie Lukas Meisner am Brett oder wie Ray McCallum aus der Distanz. Der Vorsprung wuchs bis auf 20 Zähler, dann meldete sich der MBC mit einem 6:0-Zwischenspurt zurück. Anschließend präsentierten sich beide Teams mit zahlreichen verpassten Chancen von jenseits der 6,75-Meter – die Quoten der Towers (29%) und des MBC (13%) zur Pause mehr als ausbaufähig. Hätten die Hamburger bis dahin besser getroffen, die 1.000 Fans in der edel-optics.de Arena hätten sich über einen deutlicheren Vorsprung nach 20 Minuten freuen können. Den Sachsen-Anhaltinern blieb so der Funke Hoffnung, in der zweiten Hälfte für ein anderes Bild zu sorgen. Und sie nährten diesen mit sechs schnellen Zählern nach dem Seitenwechsel. Dem Team von Pedro Calles fehlte komplett der Zugriff in der Defensive. Weil aber Zach Brown und Robin Christen zwei Dreier einstreuten, hielten die Towers ihre Kontrahenten zunächst weiter auf Distanz. Zumindest kurzfristig. Denn ein 11:0-Lauf der Weißenfelser, initiiert von deren Topscorern Jamel Morris und Reggie Upshaw, sorgte wieder für eine enge Partie. Insgesamt 28 Zähler kassierten die sich wie ausgewechselt präsentierenden Hamburger – der Vorsprung vor dem Schlussviertel schrumpfte auf fünf Punkte. Die zunehmende Spannung münzte das Publikum in deutlich zunehmende Lautstärke um. Der MBC kratzte dennoch mehrfach am Ausgleich. Etwas glücklich hielt Maik Kotsar den Vorsprung per Tip-In. Während den Hamburgern die schwindende Energie mehr und mehr anzumerken war, hämmerte Upshaw den MBC mit einem Posterdunk zum Ausgleich. Dann übernahm Caleb Homesley – sechs Punkte des Towers-Topscorers zwangen den MBC zur Auszeit. Die Towers mobilisierten ihre letzten Kräfte, brachten sich mit gutem Passspiel in aussichtsreiche Positionen – mit einem Dreier erhöhte Robin Christen die Führung wieder auf acht Punkte. Die Uhr lief für die Hamburger und auch das Glück hatten die Hanseaten auf ihrer Seite. Chris Coffey verstopfte sich fast unbedrängt, dann sorgte Zach Brown für die Entscheidung – erst durch einfache Punkte im Fastbreak, dann mit dem Monsterblock in der Schlusssekunde.

TOWERS-STATS Z. Brown (12, 3 Reb., 3 Ass.), DiLeo (2, 3 Ass.), Homesley (19, 7 Reb., 3 Ass.), Rich, Meisner (12, 5 Reb.), Christen (13, 5 Reb.), McCallum (8, 4 Ass.), Kotsar (14, 11 Reb., 4 Ass.), Hinrichs (4, 7 Reb., 3 Ass.), Edigin

DUELL IM FOKUS Maik Kotsar vs. John Bryant. Der Hamburger Center hatte mit dem MBC-Schwergewicht alle Hände voll zu tun. Doch trotz ihres kräftezehrenden Einsatzes waren die Center auf dem Court immer wieder zu Scherzen aufgelegt – selten sieht man Gegenspieler in derartige viele Dialoge verstrickt. Während ‚JB‘, der erst vor dem Spiel nach Weißenfels wechselte, 12 Punkte und neun Rebounds erzielte, behielt Maik Kotsar per Double Double (14 Punkte, 11 Rebounds) auch die Oberhand im direkten Duell.

TOWER OF THE GAME Zach Brown sorgte in den letzten zwanzig Sekunden des Spiels auf beiden Enden des Feldes dafür, dass den Hamburg Towers der Sieg nicht mehr zu nehmen war. Einfachen Fastbreak-Punkten ließ er auf der Gegenseite seinen zweiten Statement-Block folgen. Vor den Augen seiner Eltern erzielte Zach Brown nach einer Monster-Partie gegen Bonn das nächste starke Spiel. Nach dem Ende der Partie leuchteten 12 Punkte, sowie je drei Rebounds und Assists auf der Anzeigetafel neben seinem Namen.

WHAT’S NEXT Nach einem Wochenende – an dem bisher vier der ursprünglich angesetzten acht Partien aufgrund von Coronafällen verlegt werden mussten – starten die Hamburg Towers am Montagmittag nach einer kurzen frühmorgendlichen Trainingseinheit in Richtung Belgrad. Zunächst sieht der Reiseplan einen Flug nach Amsterdam vor. Nach einem fünfstündigen Aufenthalt geht es von dort aus direkt in die serbische Hauptstadt. Da die Ankunft erst in den Abendstunden erwartet wird, muss das Team von Head Coach Pedro Calles auf eine abendliche Trainingseinheit in der Hala Aleksandar Nikolić – bennant nach dem „Vater des jugoslawischen Basketballs“ – verzichten. Am Dienstagmorgen starten die Hamburg Towers dann mit einem Shootaround in den zehnten Spieltag der Gruppenphase im 7DAYS EuroCup – Tipoff gegen den aktuellen Zweitplatzierten Partizan NIS ist dann allerdings erst um 20.45 Uhr.

KURZER SCHNACK NACH DEM SPIEL

PEDRO CALLES: „Wir haben als Team die Erfahrung, auch in schwierigen Situationen die Kontrolle zu behalten. Dennoch haben wir uns in eine schwierige Lage bringen lassen. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Die Verteidigung im dritten Viertel hat dagegen gar nicht gestimmt, dadurch haben wir dem MBC die Möglichkeit gegeben, zurück ins Spiel zu kommen. Dass wir am Ende gewonnen haben, lag auch daran, dass wir in den letzten Minuten wieder die richtigen Entscheidungen in der Offensive und in der Defensive getroffen haben.“

MAX DILEO: „Wir hatten ein schwieriges drittes Viertel und können nur froh sein, dass wir in der ersten Hälfte solch einen guten Start hatten und uns einen Vorsprung erspielt haben. So hatten wir einen gewissen Spielraum. Wenn man solch ein Viertel spielt, kann es sehr schwer werden, Spiele zu gewinnen.“

ZACH BROWN: „Wenn man so viele Spiele spielt, ist der Körper manchmal müde. Aber wir sind hier, um unser Bestes zu geben und Spiele zu gewinnen. Das haben wir letztendlich gemacht, weil wir uns nach einer Schwächephase wieder gefangen und konzentriert haben. Wir haben dann bis zum Ende gekämpft und die letzte Energie aus uns herausgeholt.“

Quelle: Hamburg Towers, 14. Januar 2022

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