87:71! Befreiungsschlag mit Energie und Teamgeist

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Die EWE Baskets Oldenburg haben am Freitagabend gegen Brose Bamberg den langersehnten Befreiungsschlag in der easyCredit BBL gefeiert. Trotz personeller Sorgen verdienten die Oldenburger sich den 87:71-Erfolg vor 4.893 Zuschauern in der Großen EWE Arena mit viel Energie und großem Teamgeist.

Wer die Emotionen des Teams während und nach der Begegnung erlebte, der wusste, welchen Wert dieser Sieg in der vorgezogenen Begegnung des 10. Spieltags hatte und mit welcher Leidenschaft die Oldenburger  diesen Erfolg wollten. Die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic trotzte dabei den Ausfällen von Michal Michalak (Rückenprobleme), Max Heidegger (Schmerzen an der Achillessehne), während sich Sebastian Herrera durchbiss, obwohl er von einer Erkältung geschwächt war.

Die EWE Baskets zeigten dabei die beste Offensivleistung der Saison, spielten 23 Assists, suchten immer den freien Mitspieler und den Abschluss am Brett. Insgesamt 51 Versuche aus Nah- und Mitteldistanz nahmen die Oldenburger und verwandelten 57 Prozent davon. Zudem sicherten die Gastgeber sich Reboundvorteile (38:30) und 10 Steals.

Tai Odiase wurde mit 19 Punkten zum Topscorer, sammelte 11 Rebounds, blockte drei Würfe und erarbeitete sich ein +/- von +32. Phil Pressey ging mit Emotionen voran, kam am Ende auf 14 Punkte, neun Assists, fünf Steals und vier Rebounds. Mit Cameron Clark (15), Rickey Paulding (14 Punkte, vier Assists) und Martin Breunig (10) punkteten drei weitere Spieler zweistellig. Der Oldenburger Kapitän kletterte mit seinem insgesamt 507. Steal zudem auf den zweiten Platz der All Time-Liste der BBL.  Doch auch Spieler wie Alen Pjanic (7 Punkte, 7 Rebounds) und Bennet Hundt (7 Assists) hatten ihren Anteil am Erfolg.

Ab der ersten Sekunde war das Feuer der EWE Baskets an diesem Abend zu spüren. Die ersten vier Punkte des Spiels verdienten sich die Gastgeber mit gleich drei Offensivrebounds, zwei davon durch Alen Pjanic. Zunächst fehlte der Mannschaft von Mladen Drjencic das Abschlussglück, um sich für den Einsatz zu belohnen. Immer wieder erspielten sich die Oldenburger allerdings Fastbreaks, so bediente Pressey Paulding für den Korbleger (11:7). 

Zu schnelle Abschlüsse sorgten aber dafür, dass Bamberg im Spiel blieb. Einige umstrittene Entscheidungen der Schiedsrichter waren gegen Ende des Viertels dafür verantwortlich, dass Drijencic sich ein technisches Foul abholte, aber auch dafür, dass Team und Fans noch enger zusammenrückten. Als Herrera im Fastbreak Breunig für den Alley oop bediente, explodierte die Stimmung in der Großen EWE Arena. Ein Dreier von Herrera und ein Korbleger von Breunig sorgten für das 26:18.

Den Anfang des zweiten Abschnitts bestimmte Odiase mit vier Zählern in Serie, dann spielten die EWE Baskets, die in der ersten Halbzeit 14 Assists sammelten, Paulding perfekt für den Dunk frei (32:21). Erst jetzt fand Bamberg besser in die Partie und verkürzte mit einem 9:0-Lauf (32:30). Es war Cameron Clark, der Oldenburg mit acht Punkten am Stück auf Kurs hielt (40:36). In der Schlussphase setzte sich der Gastgeber dank guter Ballbewegung, eines Dunks von Odiase und eines Dreiers von Pressey wieder ab (49:38).

Aus der Kabine kamen die EWE Baskets mit Kampfgeist, Odiase blockte einen Bamberger Dreier, doch mit mehr Körperlichkeit der Gäste wurde das Spiel zerfahrener. Unter dem Korb ging nun weniger, dafür verwandelten Pressey und Pjanic aus der Distanz. Als sich Pressey nach einem Fehlwurf direkt wieder den Ball per Steal sicherte und Hundt den langen Dreier verwandelte, führten die Gastgeber mit 13 Punkten.

Als Odiase mit dem vierten Foul auf die Bank musste und Bamberg noch einmal drückte, setzte Clark wichtige Treffer aus der Mitteldistanz. Zudem blieben die Oldenburger, allen voran Phil Pressey, aktiv. Der Spielmacher setzte so mit Ballgewinnen, Pässen und einem eigenen Abschluss zum 83:69 die entscheidenden Akzente zum Sieg.

Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Head Coach EWE Baskets Oldenburg): „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, die mit vielen Widerständen klar kommen musste. Niederlagen, die ganzen Ausfälle. Heute ist die Mannschaft dadurch enger zusammengerückt. Man konnte von Anfang an sehen, dass die Jungs heiß waren und gewinnen wollten. Denn: Die bisherigen Ergebnisse passten nicht zu unserer Arbeit im Training und unserer eigentlichen Qualität.“

Johan Roijakkers (Head Coach Brose Bamberg): „Den Unterschied hat ausgemacht, dass Oldenburg zusammen gespielt hat. Wir waren nicht mit der hundertprozentigen Intensität da. Wir haben zu viele Fehler gemacht und unsere Konzentration hat nicht gereicht, um gegen eine Top-Mannschaft wie Oldenburg auswärts zu bestehen.“ 

Quelle: EWE Baskets Oldenburg, 12. November 2021

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