ZU GAST IN FREAK CITY: ALBA TRIFFT AM SONNTAG AUF BROSE BAMBERG

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Nach dem deutschen EuroLeague-Derby gegen die Bayern wartet am Wochenende auch in der easyCredit BBL ein „großes B“ auf die Basketballer von ALBA BERLIN. Die Hauptstädter werden am Sonntag (31. Oktober, 18 Uhr) vom aktuellen Tabellenführer Brose Bamberg erwartet. Nach der Aufhebung der Zuschauerbeschränkungen im Bundesland Bayern dürfte dabei die Bamberger Brose Arena wieder zu dem berüchtigten Hexenkessel werden, der er bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie war. Die drei Albatrosse Maodo Lô, Louis Olinde und Johannes Thiemann kennen diese hitzige Atmosphäre noch aus ihrer eigenen Zeit in Bamberg. (Foto: Camera4)

Bei Magenta Sport ist die Partie ab 17.30 Uhr zu sehen. Außerdem bietet der Streamingdienst LIVENow erstmals eine Übertragung an, die als Pay-per-view im Ausland zu empfangen ist.

Israel González (ALBA-Headcoach): „Allein der Blick auf die Tabelle zeigt, dass Bamberg toll in die Saison gestartet ist. Sie spielen gerade sehr gut, sind überaus vielseitig in der Offensive und treffen ihre Würfe hochprozentig, besonders in Korbnähe. Darüber hinaus sind Spieler wie Robinson, Prewitt und Sengfelder im Moment in bestechender Form. Traditionell sind die Teams von Coach Roijakkers auch in der Defensive sehr stark, was sich in dieser Saison wieder zeigt. Wir müssen am Sonntag von Anfang an mit viel Energie spielen, auch wenn dies das fünfte Spiel in zehn Tagen ist.“

Louis Olinde (ALBA-Forward): „Spiele gegen Bamberg sind für mich natürlich immer etwas Besonderes. Ich habe vier Jahre in Bamberg gespielt, die Stadt ist wie ein zweites Zuhause für mich. Ich freue mich darauf, zum ersten Mal mit ALBA vor Fans in der Brose Arena zu spielen. In der Bundesliga ist es unser Ziel, jedes Spiel zu gewinnen, das gilt auch für die Partie am Sonntag. Dennoch machen wir uns gerade keinen Druck. Wir wissen, was wir können.“

Auf Bamberger Seite freut sich der Ex-Albatros Kenneth Ogbe sicherlich auf das Wiedersehen mit Jonas Mattisseck, Malte Delow, Tim Schneider, Johannes Thiemann oder Luke Sikma. In Bamberg ist Kenny Ogbe seit der vergangenen Saison Teil einer deutschen Rotation, die mit anderen Nationalspielern wie Dominic Lockhart, Patrick Heckmann und Christian Sengfelder eine der besten in der Liga ist und einen großen Anteil an der Bamberger Tabellenführung hat.

Eigentlich wollten die Bamberger in dieser Saison wie gewohnt wieder europäisch spielen. Nach dem überraschenden Scheitern in der Qualifikation zur Champions League lernen sie es jedoch gerade zu schätzen, dass sie unter der Woche ohne Doppelbelastung trainieren können, während viele ihrer Gegner mehr oder weniger direkt von europäischen Einsätzen nach Bamberg kommen.

Das frühe Aus in der Champions League hat im Bamberger Aufgebot gleichwohl zu nachträglichen Korrekturen geführt. Der zweite US-Spielmacher Frankie Ferrari beendete vorzeitig seine Karriere und wurde inzwischen durch Shannon Scott ersetzt, der am Sonntag gegen ALBA sein BBL-Debüt geben wird. Auch vom Center Derek Cooke, der nicht die erwarteten Leistungen zeigte, hat sich Trainer Johan Roijakkers getrennt. Ein Nachfolger wird gesucht und womöglich ebenfalls schon am Sonntag präsentiert.

An der Tabelle kann man ablesen, dass alles andere im Bamberger Team in dieser frühen Phase der Saison schon perfekt passt. Der Motor des schnellen und aggressiven Bamberger Spiels ist der nur 1,73 Meter große Spielmacher Justin Robinson, der mit 8,6 Assists im Schnitt nicht nur der beste Passgeber der Liga ist, sondern mit einer Dreierquote von 40 Prozent auch große Korbgefahr ausstrahlt.

An seiner Seite hat er dabei neben den deutschen Nationalspielern den schon aus seiner Vechtaer Zeit in der BBL bekannten Shooting Guard Trevis Simpson und den vom tschechischen Serienmeister Nymburk nach Bamberg gekommenen US-Forward Omar Prewitt. Als gute Werfer zwingen sie die gegnerische Verteidigung immer wieder, aus der Zone herauszukommen. Prewitt zählt mit im Schnitt 16 Punkten derzeit zu den zwölf besten Scorern in der easyCredit BBL.

Übertroffen wird Prewitt in Bamberg sogar noch vom Power Forward Christian Sengfelder, der ALBA beim letzten Gastspiel in der Brose Arena vor neun Monaten mit seiner Karrierebestleistung von 31 Punkten und 17 Rebounds fast im Alleingang bezwang. In der neuen Saison knüpft der Nationalspieler als bester deutscher Scorer (18,4 Punkte pro Spiel) und bester deutscher Rebounder (6,8 pro Spiel) nahtlos an die schon in der vergangenen Saison gezeigten starken Leistungen an.

Brose Bamberg (Stats easyCredit BBL 2021/22)

Nr.NamePos.AltercmNat.BBLØ PktØ RbØ As
2Elias Baggette119181GER1 J.0,00,00,0
3Dominic Lockhart1/227199GER8 J.8,02,01,2
4Omar Prewitt327201USA16,04,44,0
7Shannon Scott128191USA   
11Marvin Omuvwie424195GER4 J.0,70,30,0
12Justin Robinson126173USA13,62,08,6
15Trevis Simpson230193USA1 J.7,02,00,3
21Joel Aminu224193GER0,00,30,0
22Martinas Geben527208LTU5,84,21,2
25Kenneth Ogbe2/326198GER3 J.6,02,61,0
33Patrick Heckmann329198GER7 J.10,05,03,0
43Christian Sengfelder426203GER3 J.18,46,81,4

Headcoach: Johan Roijakkers (41, NED, achte Saison in der BBL, die zweite mit Bamberg)

Bamberg: Resultate der letzten drei Wochen
09.10. Ulm – Bamberg (easyCredit BBL) 83:94 (S) Sengfelder 27
17.10. Bamberg – Heidelberg (easyCredit BBL) 72:68 (S) Prewitt 16
23.10. Braunschweig – Bamberg (easyCredit BBL) 90:84 (N) Sengfelder 24

ALBA BERLIN: Resultate der letzten drei Wochen
10.10. Ludwigsburg – ALBA (easyCredit BBL) 74:62 (N) Sikma 20
12.10. ALBA – Fenerbahçe (EuroLeague) 84:70 (S) da Silva 22
14.10. ALBA – Baskonia (EuroLeague) 76:80 (N) Sikma 19
17.10. Oldenburg – ALBA (easyCredit BBL) 74:92 (S) da Silva 21
22.10. R.Stern Belgrad – ALBA (EuroLeague) 63:78 (S) Lô 17
24.10. ALBA – Göttingen (easyCredit BBL) 59:65 (N) da Silva 17
26.10. Olympiakos – ALBA (EuroLeague) 87.83 (N) da Silva 17
28.10. ALBA – Bayern München (EuroLeague) 69:82 (N) Lô 23

ALBA-Bilanz gegen Bamberg
61 Siege – 36 Niederlagen (in Bamberg 21:27)
BBL: 38:25 / Playoff: 16-7 / Pokal: 4-4 / ChampsCup 1-0 / Euroleague: 2-0
Höchster Sieg: 95:51 am 17. September 1999 in Berlin (BBL)
Höchste Niederlage: 52:103 am 18. Dezember 2010 in Bamberg (BBL)

Quelle: ALBA BERLIN, 29. Oktober 2021

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