JUNGE VÖGEL IM ANFLUG: WILDER RITT IN OLDENBURG

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Es brauen sich dunkle Wolken über den Aschersleben Tigers zusammen, denn am Samstag verlassen sie ihren sachsen-anhaltinischen Dschungel in Richtung Heimat der Donnervögel. Und die jungen Spösslinge eben dieser mythologischen Kreaturen sind nicht zu Unrecht teilweise mit einer Doppellizenz für die easyCredit Basketball Bundesliga ausgestattet, denn bisher wissen sie in der ersten Regionalliga Nord zu überzeugen. Folglich dürfte die anstehende Auswärtspartie bei den Baskets Juniors TSG Westerstede, nicht nur aufgrund der langen Anfahrt gen Norden, ein Ritt durch den Sturm werden.

Der – im wahrsten Sinne des Wortes – größte Trumpf der Oldenburger stellt zugleich die Schwäche ihrer Gegner dar: Die Position des Fünfers könnte Dreh und Angelpunkt der kommenden Begegnung werden. Denn während die Tigers lediglich in Form von Aivars Stikuts einen richtigen Center besitzen und behelfsweise auf Sebastian Harke sowie Linus Wascher, die lieber auf der Vier wiederzufinden wären, zurückgreifen müssen, wird bei den Hausherren, nicht nur körperlich, Norris Agbakoko seine Gegner überragen. Denn der junge 2.17m-Hühne, war bereits an allen Spieltagen der bisherigen Saison im Bundesliga-Kader der EWE Baskets Oldenburg anzutreffen. Gegen ALBA Berlin wurde es für den 21-Jährigen ernst, denn dort durfte er sich nicht nur über 16 Minuten auf dem Feld sondern zudem über 8 Punkte sowie 3 Rebounds freuen. Folglich dürfte wenig überraschen, dass er in seinen drei bisherigen Regionalliga-Partien 15 Punkte sowie 7.7 Rebounds für den Oldenburger Nachwuchs einsammelte. „Der riesige Fundus an talentierten Spielern wird angeführt vom langen Agbakoko, der schon auf etliche Einsätze in der Bundesliga blicken kann. Es wird für uns nicht nur darauf ankommen ihn am Punkten zu hindern, sondern ebenso im Rebounding. Wir müssen ihn für seine Mannschaft möglichst stark einschränken.“, blickt Trainer Thorsten Weinhold auf die – wortwörtlich – große Herausforderung für seinen Kader.

Jung, aber nicht dumm

Weiterhin strahlt der junge Kader – der älteste Spieler, Felix Meyer-Tonndorf, blickt auf lediglich 25 Lenze zurück – in seiner Gesamtheit Gefahr aus, denn ein konstanter Topscorer wird vergeblich gesucht. Vielmehr kommt es von zuvor weniger auffälligen Jung-Donnervögeln zu positiven Ausbrechern hinsichtlich ihrer verbuchten Körbe. Diese Unberechenbarkeit des Scorings stellt wohl den gemeinsamen Nenner der beiden Kontrahenten dar, denn ebenfalls auf Ascherslebener Seite verteilen sich die Punkte bisher ausgeglichen. Zwei weitere wichtige Stützen des Oldenburger Teams kristallisieren sich dennoch heraus: Jerry Ndhine und Fritz Hemschemeier. Beide Spieler sind, ebenso wie ihr Kollege Agbakoko, mit einer Doppellizenz für die Bundesliga ausgestattet. Forward Ndhine ergänzt dabei die Gefahr auf den großen Positionen, auf der er mit durchschnittlich 12.8 Punkten sowie 6.2 Rebounds vor und unter dem Korb überzeugt. Mit Hemschemeier kommen nicht nur weitere 12.7 Zähler sowie 4.7 Rebounds im Schnitt pro Partie auf das Baskets Juniors Tableau, sondern zugleich bringt er trotz seiner jungen 22-Jahre bereits Erfahrung aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga ein.

Der junge Kader, der bis auf zwei Ausnahmen lediglich auf deutsche Talente setzt und ohne US-amerikanische Hilfe auskommt, sollte nicht über dessen Gewandtheit hinwegtäuschen. Denn der Tabellenzweite fuhr bereits einige knappe Siege ein und blickt auf eine 5:1-Bilanz zurück. Mit entsprechendem Respekt spricht Tigers-Trainer von den kommenden Gastgebern: „Westerstede steht als Kooperationspartner der EWE Baskets Oldenburg nicht unerwartet mit an der Tabellenspitze. Sie verfügen über eins der besten Nachwuchsprogramme in Deutschland und besitzen über extrem professionelle Rahmenbedingungen.“  

Ein schwerer Ritt im Donnersturm steht also für die sachsen-anhaltinischen Raubkatzen bevor – dem ist sich der Headcoach sicher. Denn die Könige des Dschungels müssen nicht nur die Größenvorteile ihres Gegners kompensieren, sondern zugleich die Bälle krallen und erfolgreich verwerten. Ob die Ascherslebener Mannen den Donnervögeln ihre Federn ziehen können, sodass diese aus den heranziehenden Wolken keinen Gewittersturm über ihre Gegner ergießen lassen, ergibt sich mit Anpfiff zum Spiel am Samstag, den 30.10.2021 um 20.15 Uhr.

Quelle: Aschersleben Tigers, 27. Oktober 2021

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