50:78 – FRAPORT SKYLINERS UNTERLIEGEN MÜNCHEN

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Der fünfte Spieltag der easyCredit BBL bringt für die FRAPORT SKYLINERS keinen Überraschungserfolg. Gegen den FC Bayern München startet man zwar souverän und deutet das Potenzial immer mal an, aber recht schnell setzt sich die Euroleague-Qualität der Gäste durch (18:25 – 12:25 – 6:15 – 14:13). Ohne Quantez Robertson, Jordan Samare (beide umgeknickt), Brooks DeBisschop (Kreuzbandzerrung) und den beiden Langzeitverletzung Bruno Vrcic (Kreuzbandriss) und Richard Freudenberg (Fuß) nutzt Youngster Brancou Badio seine Chance und wird mit 20 Punkten Topscorer der Partie.

Die vollständige Statistik zum Spiel >> hier <<

SPIELZUSAMMENFASSUNG

Die FRAPORT SKYLINERS kommen gut in die Partie, behaupten sogar zu Beginn eine kleine Führung (8:5). Doch München kommt mit hohem Druck in der Verteidigung zu einer 18:25 Führung nach dem ersten Viertel. Viertel zwei ähnelt in großen Teilen den ersten zehn Minuten. Frankfurt spielt frech und mutig auf, bis München mit aller Euroleague-Stärke und -Härte zurückkommt. Dieses Mal allerdings deutlich heftiger – 30:50.

Das dritte Viertel entpuppt sich als zähe Angelegenheit. Minutenlang bewegen sich die Zahlen auf der Anzeigetafel nicht. Beide Teams finden nur wenig Rhythmus oder gute Wurfpositionen – 36:65. Das vierte Viertel bringt keine überraschende Wende mehr. Zwar kämpfen die FRAPORT SKYLINERS mutig und bissig weiter, gegen die hohe Münchener Qualität gelingt aber nur der Achtungserfolg des Viertelgewinns – 50:78.

3 SCHLÜSSELSTATS

  •  19 Dreier – nehmen beide Teams. Der große Unterschied: München trifft davon elf (58%), Frankfurt nur vier (21%).
  • Freiwürfe – 83% Quote von der Linie sind ein sehr guter Frankfurter Wert. Leider gab es nur zwölf Versuche, da man durch die Ballverluste sich immer wieder selber der Chance beraubt hat, an die Linie zu gehen. Aber: Die Quote ist ein guter Ansatz für die nächsten Spiele.
  • 11 Fastbreakpunkte – erzielen beide Teams zusammen. Das zeigt schon, dass es das Spiel der Münchener war. Denn die jüngsten Beine der Liga wollen eigentlich rennen, rennen, rennen.

STIMMEN ZUM SPIEL

Diego Ocampo (Headcoach, FRAPORT SKYLINERS): „Ich bin stolz auf unsere Spieler, da sie bis zum Ende gekämpft haben. Wir waren nur acht Spieler, denn Lukas [Wank] hat sich während des Spiels auf einmal nicht mehr wohl gefühlt und konnte daher nicht mehr eingesetzt werden. Wir haben in den Bereichen Intensität, Ball- und Passverteidigung einen Schritt nach vorne gemacht. Leider sind wir offensiv mit der Münchener Switch-Verteidigung nicht zurechtgekommen. München gehört in diesem Bereich zu den besten Teams Europas. Wir stecken in einer schwierigen Situation, aber wenn wir weiter so intensiv arbeiten wie im Moment, dann werden wir unsere guten Momente haben. Wichtig ist jetzt erst mal, dass wir unsere verletzten Spieler zurückbekommen und im Training auch wieder mit zehn Spielern arbeiten können.“

Andrea Trinchieri (Headcoach, FC Bayern München): „Ich bin lange genug im Business um sagen zu können, dass wir ein solides Spiel gemacht und die Verletztensituation von Frankfurt ausgenutzt haben. Ich kenne diese Situation selber gut genug, wir haben auch verletzte Spieler. Aber es macht einen Unterschied, wenn man 15 Spieler zur Verfügung hat oder nur zehn. Nach einer furchtbaren ersten Halbzeit hat Jason George ein sehr gutes Spiel für uns gemacht. Wenn man die Dinge tut, die von einem erwartet werden, belohnt dich der Ball irgendwann. Aber herausragend war Nihad Djedovic, der als Vorbild gezeigt hat, wie man das Spiel zu spielen hat.“

Len Schoormann (Spieler; FRAPORT SKYLINERS): „Ich denke, dass wir insgesamt ganz gut gespielt haben, vor allem in der Defensive haben wir viel Druck gemacht. Nach einem guten Start ins Spiel, haben wir im zweiten Viertel zu viele Fehler gemacht und diese wurden gnadenlos bestraft. Wir sind derzeit wenige Spieler und konnten das Niveau bzw. die Qualität nicht über das ganze Spiel halten und haben in dieser Phase zu leichte Punkte zugelassen und dann wird die Aufgaben unfassbar Schwierig gegen ein Team wie Bayern München. Das Spiel hat aber gezeigt, dass wir Charakter haben und wir mit einer konzentrierten und leidenschaftlichen Leistung mithalten können und trotz der hohen Niederlage gibt das Spiel Hoffnung für die nächsten Wochen.

SPIELTICKER

0. Minute – Len Schoormann, Lukas Wank, Brancou Badio, Matt Haarms und Rasheed Moore eröffnen gegen München. Viel Ballhandling, viel Tempo, viel Einsatz sollen es zu Beginn richten.

1. Viertel – Ein ordentlicher Auftakt, wenn die letzten Minuten nicht wären – 18:25

3. Minute – Das geht direkt Schlag auf Schlag, natürlich nicht wortwörtlich! Aber es scheint, als ob beide Teams von ihren Trainern mitbekommen haben: Feuer frei! Natürlich auch nicht wortwörtlich! Brancous Dreier sorgt für das 8:5.

5. Minute – Über gegnerische Dreier schreibt man ja nie gern, daher lieber über den toll herausgespielten von Lukas zum 11:13.

6. Minute – Die gute Verteidigung von Felix Hecker an Andreas Obst hat Münchens Headcoach Trinchieri so gar nicht geschmeckt. Lautstark schreit er sich in ein technisches Foul rein.

7. Minute – Da ist er wieder: Der Alexander Richardson Lobgesang, heute in der Offensiv-Version. Geschickt rollt er zum Korb, fängt denn Ball unter selbigem, täuscht einmal, lässt zwei Münchener fliegen und legt dann zum 14:18 ab.

10. Minute – So schade! Da hält man super mit, nur um in den letzten Minuten dem Münchener Druck doch Tribut zollen muss – 18:25.

2. Viertel – Für Viertelüberschrift siehe Viertel eins – 12:25

11. Minute – Mutig sein, zum Korb ziehen, kleine Vorteile suchen – das scheint Diego seinen Jungs in der kurzen Pause mitgegeben zu haben. Len und Brancou per Korbleger zum 22:25.

14. Minute – Apropos Brancou: Der Youngster spielt bislang mächtig stark auf, zeigt keine Angst, nutzt die kleinste Lücke um per Zug zum Korb abzuschließen. Seine Punkte elf und zwölf markieren das 26:27.

15. Minute – Flinke Finger, flotte Füße hat Lorenz, der den Pass abfälscht, mit vollem Einsatz hinterher sprintet, schneller als alle ist und sich mit zweihändigem Dunk belohnt – 28:32

17. Minute – Da ist schon eine Menge Qualität bei München im Kader. Jeder Frankfurter Fehler, jede Unachtsamkeit wird sofort und ohne mit der Wimper zu zucken ausgenutzt – 28:38.

20. Minute – Joa… das ist stark, was München da macht, muss man anerkennen. In wenigen Minuten bauen sie den Vorsprung mit brutalem Druck in der Verteidigung deutlich aus und gehen mit 30:50 in die Pause.

3. Viertel – Nicht viel los auf dem Parkett – 6:15

24. Minute – Viel Zählbares passiert bis hierhin nicht. Beide Teams sind stets bemüht, würde man im Arbeitszeugnis wohl lesen – 30:50.

27. Minute – Immer noch nicht so viel los auf dem Parkett. München im Schongang, wir auf der Suche nach uns selbst – 36:57.

28. Minute – Das größte Spektakel im Spiel: Münchens Trainer, der immer wieder energisch, gestenreich, leicht theatralisch und lautstark auf seine Spieler einschreit.

30. Minute – So geht das Viertel dann auch recht schnell zu Ende. 36:65 steht es vor dem vierten Durchgang.

4. Viertel – Kurz mal hitzig, dann vorbei – 14:13

31. Minute – Gib dem Schreiberling mal was zu tun, denkt sich Rasheed und trifft nach wenigen Sekunden direkt den Dreier aus der Ecke aus der Bewegung – 39:65.

35. Minute – Leichte Rangelei zwischen Matt Haarms und Jason George. In der Positionierung unter dem Korb zeigen beide gute Ringer-Fähigkeiten. Der letzte Schubser von Matt sorgt dann für das technische Foul gegen ihn – 45:73.

38. Minute – Brancou ist heute unser Aktivposten das gesamte Spiel hinweg. In den letzten Spielen oft ein wenig glücklos, ist er heute aggressiv und mutig auf dem Weg zum Korb – 47:74.

40. Minute – 50:78 lautet der Endstand. Hardcore-Optimisten freuen sich darüber, dass das letzte Viertel gewonnen wurde.

DIE NÄCHSTEN SPIELTERMINE

  • Samstag, 30.10. um 18 Uhr in Ulm
  • Sonntag, 7.11. um 15 Uhr zu Hause gegen Bamberg
  • Samstag, 13.11. um 18 Uhr Pokalviertelfinale in Braunschweig – Fanfahrt

Tickets für alle Heimspiele sind erhältlich über Tel. 069-92887619, online über www.fraport-skyliners.de oder an allen Vorverkaufsstellen von AdTicket.

Quelle: FRAPORT SKYLINERS, 24. Oktober 2021

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