JobStairs GIESSEN 46ers feiern zweiten Saisonsieg gegen SYNTAINICS MBC – Geschlossene Teamleistung beim 100:81

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Die Lahnstädter überzeugen bei ihrem zweiten Saisonsieg auf beiden Seiten des Feldes. Eine starke Wurfquote von 62% sowie eine intensive Teamdefense ermöglichten den 100:81-Heimerfolg. Fünf Spieler der Mittelhessen scorten zweistellig und alle eingesetzten Akteure konnten sich im Statistikbogen mit Punkten verewigen. Spielmacher Kendale McCullum war mit 19 Punkten der 46ers-Primus an diesem Tage. Für die Gießener geht es kommenden Wochenende gegen s.Oliver Würzburg weiter.


Am Herbstabend des 23. Oktober gastierte der SYNTAINICS MBC in der Sporthalle Gießen-Ost und reiste nach drei Siegen in Serie mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen als Tabellenfünfter an. 1.753 Zuschauer waren zum Tip-Off um 18.00 Uhr gekommen, um bei der Partie des fünften Spieltags mitzufiebern.

Die erste erfolgreiche Offensivaktion der Partie war ebenfalls direkt den Gästen vergönnt – Jakub Garbacz verwandelte zwei von zwei Freiwürfen. Er startete gemeinsam mit Benham Yakhchali, Goran Huskic, Chris Coffey und Point Guard Nikola Rebic. Nach unterhaltsamen dreieinhalb Minuten führten die Gastgeber in einem offensiv geführten Match mit 12:6. Hochmotiviert startete dabei Kendale McCullum, der bis dato acht der zwölf Gießener Punkte erzielte und dabei auch zwei Steals sichern konnte. Aber auch seine Kollegen in der Starting Five – Maximilian Begue, Brayon Blake, Phillip Fayne II und Nuni Omot – leisteten ihren Beitrag zur frühen Führung. Zur Mitte des Quarters zeigte die Anzeigetafel der Osthalle ein 17:8. Es folgten hektische Minuten, doch vor allem offensiv behielten die Hausherren ihr heißes Händchen – Kyan Anderson für Drei und Florian Koch per Layup erweiterten die Führung zwischenzeitlich sogar auf 14 Punkte (22:8 – 8.). Blake erzielte wenige Sekunden vor Ende des Durchgangs noch seine Punkte drei, vier und fünf mit erfolgreichem Dreipunktespiel und die Osthalle bejubelte eine 29:17-Führung nach den ersten zehn Minuten.

Und auch im zweiten Durchgang bekamen die Supporter der Lahnstädter direkt zu Beginn einiges für ihr Geld geboten. Ein krachender Dunking von Fayne II nach Alley-Oop-Anspiel (34:19 – 12.) darf sich mit einem Dunk von Omot nach Alley-Oop-Assist von Anderson um das Highlight des Tages streiten. Wenige Sekunden später rief dann der Weißenfelser Coach Igor Jovovic zur Auszeit, nachdem erneut Omot ähnlich spektakulär via Put-Back-Dunking zum 38:21 nach 13 gespielten Minuten traf. Das Match wollte sich in dieser Phase überhaupt nicht mehr beruhigen – ein Highlight jagte das Nächste. Nach erneutem Alley-Oop-Dunking von Kilian Binapfl führten die 46ers erstmals mit mehr als 20 Punkten (47:26 – 16.). Herausragender Mann beim Team im Rot war unbestritten McCullum, der mit 16 Punkten, drei Steals und 100%-Trefferquote der 2-Punkt-Würfe zum Fan-Liebling mutierte. Die 57:41-Halbzeitführung hatten sich die Lahnstädter aber generell mit herausragender Wurfquote (81% im 2-Punkt-Bereich) und flinken Fingern (6:3 Steals bei 5:11 Turnovers) verdient.

Nach der Halbzeitpause zeigten dann die Gäste aus Sachsen-Anhalt, dass sie durchaus noch an den vierten Sieg in Folge glaubten. Mit einem 2:8-Run kam das Team in Weiß wieder auf zehn Punkte heran und forcierte somit eine schnelle Auszeit durch Pete Strobl. Das Spiel verlief nun deutlich zerfahrener als noch im spektakulären zweiten Viertel. Beide Parteien mussten sich ihre Punkte am jeweiligen Ende des Spielfeldes hart erkämpfen – so auch Jalen Tate, dessen erfolgreicher Freiwurf zur Mitte des Quarters zum 63:51 führte. Nur eine Minute später führte ein sehenswerter Layup von Blake nach starkem Assist vom Gießener Eigengewächs Bjarne Kraushaar zum 67:53 und damit auch zur nächsten Auszeit der Weißenfelser. Doch auch diese konnte den Gießener Wurftouch nicht stoppen, den das Team nach anfänglichem Kaltstart nun wiedergefunden hatte. Unter anderem Dreier von Koch und Tate sorgten dafür, dass das Team von Coach Strobl den Run der Gäste zu Beginn des Viertels wieder egalisieren konnte. Ein Korbleger von John Bryant brachte die Führung dann 40 Sekunden vor Ende des Durchgangs wieder auf 20 Punkte (77:57).

Zu Beginn des finalen Durchgangs dann wieder ein ähnliches Bild wie zehn Spielminuten zuvor. Der MBC startete mit 11:7 aus ihrer Sicht in den letzten Abschnitt und versuchte damit noch ein letztes Mal, das Spiel spannend zu machen. Dass die Lahnstädter daran wiederum kein Interesse mehr hatten, stellten sie mit einem Layup von Blake zur Mitte des Viertels unter Beweis. Der alte 19-Punkte-Abstand war damit fünf Minuten vor Schluss wieder hergestellt (88:69). Zum Ausklang wurde das Duell nun wieder offensivlastiger wie bereits zu großen Teilen der Partie. Die Krönung dieser spektakulären Offensivleistung war letztlich Tate überlassen, der unter großem Jubel der Osthalle per Freiwurf den 100. Punkt und damit den Endstand von 100:81 eintütete.


Pete Strobl (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Ich glaube, dass die Leute heute gesehen haben, wie wir uns als Mannschaft weiterentwickelt haben und uns von Woche zu Woche als Mannschaft verbessert haben. Es hat viel mit der Kadersituation zu tun: Weil wir in der Vorbereitung viele Verletzte hatten, war diese bekannterweise sehr schwer und wir sind immer noch nicht 100-prozentig da, wo wir sein wollen. Teilweise setzen wir unsere Spielweise und Prinzipien, wie wir spielen und verteidigen wollen, sehr gut um; teilweise aber auch nicht. Wir wollen noch mehr lernen, mehr Siege einfahren und ich werde besonderen Wert darauf legen, dass sich jeder Einzelne in unserem Team in dieser Saison weiterentwickelt.“

Igor Jovovic (Cheftrainer SYTAINICS MBC): „Das Spiel entscheidet sich auf dem Feld und das bessere Team hat heute gewonnen. Gießen hat von der ersten Sekunde ab sehr hart gespielt und haben uns individuell in den verschiedensten Situationen geschlagen. Sie haben dadurch natürlich von Beginn an ein starkes Selbstbewusstsein aufgebaut, insbesondere durch McCullum und Anderson. Wir hingegen waren noch nicht im Rhythmus, haben auch nicht gut verteidigt und nicht das geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Ich habe dem Team vorab erklärt, dass es hier sehr schwer werden wird, aber wir waren heute mit dem Kopf einfach nicht da.“

JobStairs GIESSEN 46ers – SYNTAINICS MBC 100:81 (57:41)

Viertelergebnisse: 29:17, 28:24, 20:17, 23:23 

JobStairs GIESSEN 46ers: Kendale McCullum (19 Punkte, 6 Rebounds, 3 Steals), Nuni Omot (9), Dennis Nawrocki (2), Brayon Blake (10), Bjarne Kraushaar (4), Kyan Anderson (10), Maximilian Begue (2), Jalen Tate (7), Kilian Binapfl (4), Florian Koch (7), Phillip Fayne II (15), John Bryant (11)

SYNTAINICS MBC: Leon Friederici, Sergio Kerusch (6), Johannes Richter (2), Radii Caisin, Jamel Morris (20), Chris Coffey (8), Goran Huskic (12), Evans Rapieque, Jakub Garbacz (13), Nikola Rebic (9), Behnam Yakhchali (11)

Zuschauer: 1.753

Nächstes Spiel: So., 31.10.2021, 15.00 Uhr: s.Oliver Würzburg – JobStairs GIESSEN 46ers

Quelle: JobStairs GIESSEN 46ers , 23. Oktober 2021

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