Mit purem Willen zum Heimsieg gegen Ulm

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Trotz einer lange Zeit schwachen Wurfquote und einem starken Gegner gewinnen die Telekom Baskets Bonn ihren Heimauftakt gegen ratiopharm ulm vor 3200 lautstarken Fans mit 76:73 (22:26, 15:19, 14:15, 25:13). Co-Kapitän Skyler Bowlin riss mit unbändigem Willen seine Teamkollegen mit, forcierte viele Ulmer Ballverluste, erzielte 27 Punkte und traf fünf Sekunden vor Schluss den entscheidenden Dreier zum Sieg.

Key Facts

  • Comeback: Sieben Minuten vor Schluss lagen die Baskets noch mit 14 Punkten zurück (53:67, 33. Minute), dann drehten die Hausherren das Spiel mit einem 23:6-Lauf noch zum Sieg
  • Spieler des Spiels: Skyler Bowlin verteidigte stark, erzielte 27 Punkte und traf den entscheidenden Dreier zum Sieg fünf Sekunden vor Schluss
  • Wille am Brett: Mit vollem Herzblut erkämpften sich die Baskets 32 Offensivrebounds und somit 83 Wurfchancen, während Ulm nur 48-mal auf den Korb warf
  • Historisch: Die 32 Offensiv-Rebounds sind ein neuer BBL-Rekord seit Einführung der digitalen Statistik-Datenbank im Jahr 1998!
  • Fan-Rückkehr: 3200 Fans peitschten die Baskets zum ersten Heimsieg der neuen Saison
  • Verletzungsupdate: Michael Kessens musste weiter pausieren, Ralph Hounnou kehrte auf die Bank zurück
  • Double-Double: Justin Gorham erzielte zehn Punkte und griff sich zwölf Rebounds

Spielbericht

Parker Jackson-Cartwright, Karsten Tadda, Jeremy Morgan, Tyson Ward und Leon Kratzer begannen für die Baskets das Spiel. Von Beginn an waren die Hausherren bissig in der Verteidigung und bekamen dafür von den 3200 Fans im Telekom Dome großen Beifall. Allerdings lief der offensive Motor noch nicht rund. Außer bei Skyler Bowlin, der kurz nach seiner Einwechslung seinen ersten Dreier der Partie traf (7:8, 4. Minute). Ulm nutzte die Größenvorteile zunächst mit konsequentem Zug zum Korb und versuchte im ersten Viertel keinen einzigen Distanzwurf. Für Bonn hielt Bowlin mit seinem zweiten Dreier offensiv dagegen (14:18, 7.), ansonsten fiel bei den Hausherren kaum etwas in den Korb. Dank bereits acht Offensivrebounds nach den ersten zehn Minuten hielt sich der Rückstand zur Viertelpause aber noch in Grenzen (22:26, 10.).

Der weitere Spielverlauf bis ins letzte Viertel hinein ist schnell erzählt. Bonn traf kaum Würfe, kämpfte in der Verteidigung und beim Offensivrebound bis zum Umfallen und musste die Gäste trotzdem langsam wegziehen lassen. Mit einem 16:3-Lauf enteilte Ulm und die Baskets lagen mit 16 Punkten zurück (25:41, 17.). Ein 7:0-Lauf, abgeschlossen mit einem Dreier von Skyler Bowlin, verkürzte den Rückstand vor der Pause auf acht Punkte (37:45, 20.). Auch im dritten Viertel hatten die Gäste die Nase vorn und sahen wie der sichere Sieger, da sie auf alle Bonner Comeback-Versuche die passenden Antworten parat hatten (51:60, 30.).

Bis zur 33. Spielminute betrug der Rückstand immer zwischen neun und 14 Punkten. Doch in der Schlussphase konnte sich das Team von Trainer Tuomas Iisalo endlich für ihren Herzblut-Einsatz belohnen. Angeführt von Skyler Bowlin und 3200 lautstarken Fans glichen die Baskets zwei Minuten vor Schluss mit dem siebten Bowlin-Dreier aus und die Halle stand Kopf (71:71, 39.). Es sollte jedoch nicht der letzte erfolgreiche Distanzwurf des Bonner Co-Kapitäns sein. Nach guter Team-Verteidigung bekamen die Baskets knapp 15 Sekunden vor Schluss erneut den Ball. Dieser wanderte in die Hände von Skyler Bowlin, der fünf Sekunden vor Spielende mit seinem achten Dreier den Siegtreffer zum 76:73 erzielte.

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Statements zum Spiel

Tuomas Iisalo (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

„Wir haben heute eine sehr gute Mannschaft geschlagen. Ulm ist sehr physisch, körperlich stark und athletisch. Sie haben viele gute Werfer und wir hatten dagegen nicht unseren besten Tag von der Dreierlinie. Ohne Skyler Bowlin haben wir zwei von 33 Dreiern getroffen. Das ist vielleicht das erste Mal in meiner Trainerkarriere, dass ich so etwas erlebt habe. Aber unser Kampfgeist war unglaublich! Wir haben uns 32 Offensivrebounds gesichert – das habe ich noch nie gesehen. Das sagt sehr viel über unsere Mannschaft und ihr Herz aus. Der Schlüssel zum Sieg war für uns die Verteidigung in der zweiten Halbzeit. Ich bin sehr stolz auf unsere Leistung.“

Jaka Lakovic (Headcoach ratiopharm ulm):

„Gratulation an Bonn zum Sieg! Es war ein enges Spiel. Ein Faktor hat das Spiel heute entschieden: die Offensiv-Rebounds. Es kam nicht auf die Spieler-Qualität oder das Talent an, sondern auf den Willen und die Widerstandskraft von Bonn. 32 Bonner Offensiv-Rebounds sind vielleicht sogar ein Rekord. Es ist schwer zu verstehen, wie so etwas passieren konnte. Wir müssen Bonn Respekt für diese Leistung zollen.“

Punkteverteilung:

Telekom Baskets Bonn: Ward (0 Punkte), Gorham (10. 12 Rebounds), Tadda (0), Kulvietis (5), Bowlin (27/8 Dreier), Morgan (7/1), Kratzer (9, 8 Rebounds), Hasbargen (2), Jackson-Cartwright (16/1, 5 Assists), Hounnou (DNP), Mboya Kotieno (DNP)

ratiopharm ulm: Christon (17), Felicio (13), Blossomgame (8), Günther (2), Simon (15), Philipps (4), Herkenhoff (7), Klepeisz (5), Krimmer (0), Jallow (2), Zugic (0), Bretzel (DNP)

Boxscore >>>

Telekom Baskets Bonn, 29. September 2021

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