Baskets schocken den Meister!

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ALBA BERLIN vs. Telekom Baskets Bonn 86:88 (25:12, 23:29, 24:28, 14:19)

Besser hätte die 26. Bundesliga-Saison der Telekom Baskets Bonn nicht starten können. Ausgerechnet beim Deutschen Meister trumpft das Team von Headcoach Tuomas Iisalo ganz groß auf und besiegt ALBA BERLIN in einem packenden Basketball-Krimi mit 88:86. Als bester Bonner stach Pointguard Parker Jackson-Cartwright hervor, der 25 Punkte holte und jeweils sechs Steals und Assists machte.

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Key facts

  • Teamplay: Fünf Baskets-Spieler punkteten zweistellig 
  • Schnelle Hände: Bonn klaute sich 14 Bälle
  • Spätzünder: Bis auf das erste Viertel gewann Bonn jeden Spielabschnitt
  • Historisch: Es war der erste Baskets-Sieg in Berlin seit dem 30.12.2011 und der erste Sieg gegen Berlin seit dem 05.02.2017
  • Baskets-Defense: Bonn ließ in den letzten gut dreieinhalb Minuten keine Punkte mehr zu

Spielbericht

Headcoach Tuomas Iisalo schickte eine Starting Five aus Karsten Tadda, Jeremy Morgan, Tyson Ward, Leon Kratzer und Parker Jackson-Cartwright in das Saisoneröffnungsspiel gegen Berlin. Vor allem Letztgenannter sollte dem Spiel seinen Stempel aufdrücken und seine Visitenkarte auf der großen Bühne der Basketball-Bundesliga abgeben. Doch der Reihe nach: In den ersten zehn Minuten sprach noch nichts für die große Überraschung. Berlin fand als erstes seine Offensive und spielte mit vier Dreiern in Serie eine frühe 4:15-Führung (5. Minute) heraus. Die Baskets spielten zwar offene Würfe heraus, trafen sie jedoch nicht. Auch an der Einstellung konnte Coach Iisalo wenig auszusetzen haben, auch wenn die defensiven Rotationen im ersten Viertel noch nicht wie gewünscht funktionierten. Mit einem 12:25-Rückstand ging es ins zweite Viertel.

Nach einer amtlichen Trainer-Ansprache stürmten die Baskets nach der Viertelpause mit einem 10:2-Lauf zurück aufs Feld und lagen nur noch mit 22:27 (14.) zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Baskets bereits sechs Offensiv-Rebounds eingesammelt, was von guter Moral und Einsatz zeugte! Skyler Bowlin, der von der Bank kommend für die sogenannte „Instant-Offense“ sorgte, traf zwei seiner insgesamt drei Dreier in Folge und brachte sein Team so auf Tuchfühlung zum Deutschen Meister (33:34, 16.). Auch wenn Bonn oft an der Führung schnupperte, blieb es beim knappen 41:44-Rückstand zur Halbzeit.

Der Aufwärtstrend hielt auch nach dem Seitenwechsel an: Der wieselflinke und durchsetzungsstarke Parker Jackson-Cartwright punktete zu Beginn des dritten Viertel gleich zwei Mal in Serie am Brett, Ward ließ einen Dreier folgen, Bonn blieb weiter im Rennen (48:52, 23.). Auch Nachverpflichtung Saulius Kulvietis fügte sich gut ins Spiel ein und ließ die Hausherren mit einem weiteren Dreier nicht davonziehen (56:59, 25.). Selbst als Berlin sich etwas Luft verschaffte (58:65, 27.), wurden sie von den Telekom Baskets innerhalb weniger Angriffe wieder eingeholt (64:65, 28.). Die erste Bonner-Führung stellte dann „PJC“ von der Freiwurflinie im Zuge eines 8:0-Laufes her (66:65, 29.), ehe es mit einem knappen 69:72-Rückstand ins Schlussviertels ging.

Ein wichtiger Dreier von Justin Gorham stellte fünf Minuten vor dem Ende erneut den Ausgleich her – Crunchtime in der Hauptstadt (79:79, 35.) Doch der Deutsche Meister reagiert mit all seiner Erfahrung und drohte mit einem 7:0-Lauf davonzueilen (79:86, 36.). Coach Iisalo nahm eine Auszeit, malte den nächsten Spielzug aufs Taktiktbrett, den Jeremy Morgan anschließend per Dreier vollstreckte. Das Momentum war nun plötzlich bei den Baskets: Mit harter Defense, Einsatz beim Rebound und einem „PJC“, der nach einem Ballgewinn – seinem sechsten – erneut am Brett punktete, legten die Gäste ihrerseits einen 5:0-Lauf zur Führung aufs Parkett (87:86, 39.). Nach einer erneut starken Verteidigungssequenz hatten die Baskets 18 Sekunden vor Schluss Ballbesitz und den Sieg zum Greifen nah – doch Jackson-Cartwright rutschte der Ball unglücklich aus den Händen! Bonn konnte sich jedoch an diesem Abend auf seine Defense verlassen und zwang Berlin anschließend seinerseits zum Ballverlust. An der Freiwurflinie traf PJC zum Abschluss 3,4 Sekunden vor Spielende zwar nur einen von zwei Freiwürfen, doch der finale Berliner Angriff sprang nach einer Auszeit vom Ring ins Feld zurück (88:86, 40.).

Stimmen

Tuomas iIsalo (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Wir haben zwar nicht sehr gut gespielt, aber immer gekämpft. Drei, vier Mal waren wir in schwierigen Situationen, wo wir zehn oder sieben Punkte hinten lagen – auch im vierten Viertel. Aber meine Mannschaft hat Charakter gezeigt. Und am Ende hatten wir auch das bisschen Glück, was man braucht, um ein Team wie ALBA zu schlagen. Wir haben großen Respekt vor Berlin. In den letzten drei Jahren waren sie unser schwierigster Gegner. Ich bin sehr stolz, dass wir gewinnen konnten.“

Israel González (Trainer ALBA BERLIN):

„Glückwunsch an Bonn, die ein gutes Spiel gemacht haben. Wir haben gut begonnen, mit der richtigen Intensität. Wir sind viel gelaufen und haben den Ball bewegt. Aber leider konnten wir den Rhythmus nicht halten. Das haben wir auch in der Vorbereitung immer wieder gesehen. Wir sind in einer schwierigen Situation. Wir hatten eine kurze Saisonvorbereitung mit vielen Verletzungen auf der gleichen Position. Wir müssen jetzt unsere Big Men Stück für Stück zurück bringen und im Training weiter arbeiten.“

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

Ward (15 Punkte/1 Dreier, 7 Rebounds), Gorham (8/2), Tadda (6/2), Kulvietis (11/2), Bowlin (11/3), Kratzer (2, 9 Rebounds), Hasbargen (0), Jackson-Cartwright (25/2, 5 Rebounds, 6 Assists, 6 Steals), Mboya Kotieno (dnp)

ALBA Berlin:

Lo (7 Punkte), Smith (0), Delow (8), Erikkson (16), Mattisseck (3), Schneider (12), Olinde (8), Sikma (13), Blatt (3), Zoosman (14), Lammers (2), Tilly (dnp)

Boxscore >>>

Quelle: Telekom Baskets Bonn, 23. September 2021

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