„Alle werden hier zu richtigen Bonnern“

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Vorgestellt – Philipp Stachula

Philipp Stachula ist einer von vier hauptamtlichen Jugendtrainern beim Telekom Baskets Bonn e.V. Der ehemalige Zweitliga-Spieler sprach im Interview über seine ersten zwei Jahre in Bonn, die Zusammenarbeit mit den Dragons Rhöndorf und der BG Bonn, sowie über die Besonderheiten des Jugend-Trainerteams der Baskets.

Vor Philipp Stachula wurde bereits Marko Zarkovic als hauptamtlicher Jugendtrainer näher vorgestellt. Hier geht es zu seinem Interview.

Philipp, du kamst 2019 als neuer hauptamtlicher Trainer für die NBBL-Mannschaft nach Bonn und hast seitdem eine kurz vor Saisonende abgebrochene Spielzeit und eine Saison mit nur wenigen Spielen erlebt. Wie bewertest du daher deine bisherigen zwei Jahre in Bonn?

Auf jeden Fall positiv. Auch wenn die erste Saison abgebrochen wurde, konnte ich in der Spielzeit einen guten Überblick bekommen. Für die darauffolgende Saison haben wir die Mannschaft dann etwas breiter aufgestellt und wir hatten eine größere Leistungsdichte. So waren wir auf die „Corona-Saison“ gut vorbereitet. Und auch in der Zeit, in der die Hallen zu waren und kein Training vor Ort angeboten werden konnte, war ich froh, an einem Standort wie Bonn zu sein. Wir haben uns ständig darauf vorbereitet, wie wir wieder starten können, sobald es möglich ist. Es lagen und liegen weiterhin viele Steine im Weg, die wir aktuell zur Seite räumen. Es wird sich daher zwar noch etwas hinziehen, bis wir wieder auf dem Stand sind, auf dem wir letztes Jahr waren und auf dem wir sein wollen, aber ich bin da optimistisch.

Was habt ihr während der Corona-Zeit im Training gemacht?

Während des ersten Lockdowns haben wir viele Online-Angebote erstellt im Bereich der persönlichen Zielsetzung und Einstellung. Unsere NBBL-Spieler konnten über Video-Meetings mit den Bonner Bundesliga-Profis über verschiedene Themen reden. Zum Beispiel haben wir auch zusammen mit TJ DiLeo Euroleague-Spiele analysiert. Er hat unseren Nachwuchsspielern dabei wertvolle Tipps gegeben, was beispielsweise für ihn beim Pick-and-Roll wichtig ist.

In der zweiten Lockdown-Phase stand mehr der allgemeine Fitnesszustand im Vordergrund. Die Spieler haben uns Infos gegeben, welches Equipment sie zuhause haben und daraus haben wir dann Trainingspläne erstellt. Allgemein die Kommunikation war sehr wichtig, damit alle auch abseits der Halle am Ball bleiben können. Früher oder später ist aber natürlich der Wettkampf gegeneinander in der Halle notwendig und wir freuen uns, dass das aktuell möglich ist.

Du bist weiter Trainer des NBBL-Teams und der 3. Herren. Was hast du dir mit deinen Mannschaften für die neue Saison vorgenommen?

In der Oberliga möchten wir einen anspruchsvollen und intensiven Basketball spielen. Das gilt sowohl für die Herren-Spieler als auch für unseren NBBL-Nachwuchs. Darüber hinaus schauen wir, welche der noch jüngeren Spieler durch die Trainingseinheiten bereits weitergebracht werden können. So wird auch der ein oder andere JBBL-Spieler schon mit dabei sein, um die ersten Erfahrungen im Herrenbereich zu sammeln. Eine wichtige Voraussetzung ist aber, dass der Spieler auch physisch dazu in der Lage ist. In der Kombination mit den älteren Spielern der Mannschaft sollen die Jugendspieler die ersten Schritte im Seniorenbereich machen. Alle arbeiten sehr gut zusammen.

Für die NBBL-Mannschaft ist das Ziel, alle Spieler auch zusätzlich in Herrenmannschaften spielen zu lassen, damit sie in unterschiedlichen Teams ihre Leistung präsentieren können. Ansonsten steht die permanente Weiterentwicklung des Jugendleistungsprogramms in Form von Individualtraining im Fokus.

Was macht dir an der Arbeit mit jungen Talenten am meisten Spaß?

Gerade an so einem Standort wie Bonn haben wir super Voraussetzungen, um den Nachwuchstalenten eine gute Weiterentwicklung zu bieten. Ich glaube, dass wir da gerade auch gute Ansätze haben, um das maximale Potential aus den einzelnen Spielern herauszuholen. Diesen Prozess zu begleiten, ist für mich sehr spannend.

Ist es schwierig, die Talente aus den verschiedenen Vereinen im Blick zu haben und das Training mit BG Bonn und Dragons Rhöndorf zu koordinieren?

Durch die JBBL hat man schon ein grobes Muster im Kopf, welche Spieler in welchen Jahrgängen in der Region vorhanden sind. Unsere Kooperationsvereine helfen uns sehr dabei, die Talente im Blick zu haben und die Trainingswoche der Spieler so zu gestalten, dass klare Prioritäten eingehalten werden. So ist es auch einfacher zu beobachten, wie sich die Spieler individuell weiterentwickeln. Die Kommunikation mit den Heimatvereinen [BG Bonn und Dragons Rhöndorf] ist dabei sehr wichtig und funktioniert gut. Ich stehe in häufigem Austausch mit Spielern und Trainern, da sich die individuellen Trainingspläne während der Saison oft ändern können.

Was ist besonders an dem Jugend-Trainerteam bei den Baskets? Gebt ihr euch gegenseitig Tipps?

Wir sind eine internationale Gruppe. Bei den hauptamtlichen Trainern ist zwar kein geborener Bonner dabei, aber alle werden hier zu richtigen Bonnern. Marko Zarkovic ist nun knapp ein Jahr bei den Baskets, Francesco Tubiana kam erst vor Kurzem hinzu und auch Savo Milovic ist ja noch relativ neu in seiner Position als Sportlicher Leiter des Telekom Baskets Bonn e.V. Daher wachsen wir da als Team aktuell auch noch mehr zusammen. Wir sprechen täglich über Basketball und Spieler aus verschiedenen Teams. Wir geben uns immer gerne gegenseitig Tipps und wollen zusammen das Beste aus den Spielern und dem Standort in Bonn herausholen. Man merkt, dass nach der Corona-Pause aktuell alle darauf brennen, wieder öfter in die Halle zu können. Aber auch abseits des Parketts verstehen wir uns alle super und verbringen gerne Zeit miteinander.

Was ist dein Lieblingsort in Bonn und warum?

Bei mir wahrscheinlich die Eisdiele in der Nachbarschaft. Die Waffeln mit Erdbeeren habe ich immer im Kopf (lacht). Ansonsten gefällt es mir sehr gut am Bonner Bogen und auch allgemein am Rhein. Wenn es möglich ist, gehe ich aber auch gerne mal ins Hardtbergbad oder bewege mich durch den Kottenforst für Spaziergänge, zum Laufen oder Radfahren. Es gibt also einige Orte, die mir in und um Bonn gut gefallen.

Quelle: Telekom Baskets Bonn, 15. September 2021

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