ALBA VS. BAYERN: WER HOLT DIE MEISTERSCHAFT?

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Von einem Traumfinale zu sprechen, wäre wohl noch untertrieben. Viel mehr ist es wohl DAS Finale um die Meisterschaft in der easyCredit Basketball Bundesliga! ALBA BERLIN, neunmaliger Meister und Double-Sieger 2020, trifft auf den FC Bayern München, den Pokalsieger 2021. Die beiden besten deutschen Klubs und größten Marken im nationalen Basketball stehen sich ab Mittwoch gegenüber – alle Spiele live auf www.magentasport.de/basketball!

Alle Infos zum Saisonhöhepunkt liefert jetzt der Medien-Newsletter der easyCredit BBL. Berlin und München treffen zum vierten Mal im Finale um die Deutsche Meisterschaft aufeinander. Dazu gibt es nun jede Menge Zahlen und Statistiken, weitere Infos gibt es im Vorbericht zum ersten Finalspiel hier auf der Liga-Homepage.

ALBA BERLIN (2) – FC Bayern München (4)

Titel

Berlin: Deutscher Meister 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2008 und 2020 – Deutscher Pokalsieger 1997, 1999, 2002, 2003, 2006, 2009, 2013, 2014, 2016 und 2020 – Korac Cup-Sieger 1995

München: Deutscher Meister 1954, 1955 (vor Gründung der Bundesliga), 2014, 2018 und 2019 – Deutscher Pokalsieger 1968, 2018 und 2021

Anzahl der Pflichtspiele

Welches Team hat wie viele Partien auf dem Kilometerzähler? Enthalten sind Ligaspiele, Pokalspiele, Europapokalpartien und bisherige Playoff-Spiele:

Berlin: 79 / München: 86

Ewige Bilanz

Bisher gab es wettbewerbsübergreifend 56 Duelle zwischen diesen beiden Teams, 34 davon haben die Bayern gewonnen, 21 entschieden die Berliner für sich und im Eurocup gab es einmal ein Unentschieden.

Playoff-Duelle

Seit 2013 gab es sechs Playoff-Serien zwischen München und Berlin – und jedes Mal gewann München. Dreimal standen sich die Mannschaften dabei bereits in den Finalspielen gegenüber (2014, 2018 und 2019):

Viertelfinale 2013: 3-0 für München
Finale 2014: 3-1 für München
Halbfinale 2015: 3-2 für München
Viertelfinale 2017: 3-1 für München
Finale 2018: 3-2 für München
Finale 2019: 3-0 für München

Im Pokal gab es seit 2013 schon sieben Duelle, viermal gewannen die Albatrosse und dreimal setzten sich die Bayern durch. Dreimal standen die Klubs sich dabei im Pokalfinale gegenüber (2016 gewann Berlin, 2018 und 2021 München).

Saison-Duelle

In den beiden Partien der Hauptrunde triumphierten die Berliner, das Pokalfinale gewann allerdings München: Im Hinspiel gewannen die Berliner, trotz Ausfällen von vier Startern, mit 85:72. Das Rückspiel in München fiel für die Hauptstädter mit 100:62 sogar noch deutlicher aus. Die Bayern revanchierten sich dafür im Pokalfinale mit einem 85:79-Erfolg, bei dem die von Paul Zipser (18 Punkte) angeführten Münchener einen zweistelligen Rückstand noch drehten. In der Euroleague gewann München am neunten Oktober in Berlin mit 90:72 und am fünften Februar zu Hause mit 101:95.

Die härtesten Niederlagen

Die härteste Niederlage für die Bayern war das per Buzzerbeater durch Dragan Milosavljevic verlorene Pokalfinale 2016 im heimischen Audi Dome (65:67), bei dem München trotz Favoritenrolle und einer Führung von neun Punkten zur Halbzeit nicht gewinnen konnte. Bitter war auch die 70:78-Heimniederlage im Pokal-Viertelfinale 2018/19, da beendete der noch 18-jährige Jonas Mattisseck mit fünf getroffenen Dreiern die Münchener Titelträume.

Für die Albatrosse war das verlorene vierte Finale von 2014 in der Berliner Arena (62:75) besonders bitter aufgrund der anschließenden dortigen Meisterfeier der Bayern, von denen elf Akteure früher bei Berlin aktiv gewesen waren. Noch härter waren wohl nur die verlorenen Pokalfinale von 2018 (75:80) und 2021 (85:79), bei denen Berlin jeweils zweistellig führte, aber noch verlor.

Höchster Berliner Sieg

100:62 am 25. April 2021 in München

Höchster Münchener Sieg

97:58 am 16. Oktober 2016 in München.

Deutsche Nationalspieler und DBB-Länderspiele

Berlin (6 Nationalspieler, 182 Länderspiele): Niels Giffey (73), Maodo Lo (59), Jonas Mattisseck (1), Louis Olinde (2), Tim Schneider (2) und Johannes Thiemann (45)

München (3, 50): Robin Amaize (6), David Krämer (1), Paul Zipser (43).

Deutsche Minuten

Die Berliner verfügen über eine breitere Rotation an deutschen Spielern als München. Auch deshalb vergaben die Hauptstädter (48,32 Prozent) in der Hauptrunde mehr Minuten an deutsche Spieler als die Bayern (37,36 Prozent).

Ausländische Profis im Kader

Pro Partie dürfen sechs ausländische Spieler eingesetzt werden, beide Klubs haben aber mehr im Kader: Berlin: 8 / München: 9

Bei den Albatrossen setzte neben Kresimir Nikic zuletzt Luke Sikma verletzungsbedingt aus. Auf Münchener Seite setzt in der Regel Diego Flaccadori aus und Nick Weiler-Babb fehlt verletzt. Dazu rotiert Andrea Trincheri meist zwischen den Big Men JaJuan Johnson und James Gist.

Zahlen, bitte

München (85,0 Punkte) und Berlin (83,1) sind die beiden offensivstärksten Teams in den Playoffs. Die Bayern bestechen zurzeit durch ein heißes Händchen von außen, 45,8 Prozent ihrer Dreier gehen in den Playoffs durch die Reuse. Die Berliner haben dagegen die bessere Defensive, über die gesamte Saison lassen sie im Schnitt 75,5 Punkte zu, die Bayern 79,9. Die Albatrosse (12,3 TO) leisten sich außerdem knapp drei Ballverluste weniger als München pro Partie.

Berlins X-Faktor

Der 2,21 Meter große Christ Koumadje gibt Coach Aito die Möglichkeit das Spiel der Hauptstädter umzustellen. Mit dem Big Men auf dem Parkett spielen die Berliner defensiv eine 2-3-Zone, aber auch offensiv spielte Koumadje in den vergangenen Wochen immer überzeugender. Im vierten Spiel gegen Ulm brachte ihn Aito im vierten Viertel und die Umstellung auf Zonenverteidigung sorgte für Berlins entscheidenden 10:0-Lauf.

Münchens X-Faktor

Die Bayern brauchen Unterstützung von den deutschen Positionen, da trifft es sich gut, dass Nationalspieler Robin Amaize momentan vor Selbstvertrauen strotzt. Der Nationalspieler führte sein Team im vierten Halbfinale gegen Ludwigsburg mit 16 Punkten ins Finale, dabei traf er vier von fünf Dreiern und kümmerte sich in der Defensive um MVP Jaleen Smith. Auch der langverletzte Nihad Djedovic gab den Münchenern zuletzt gute Minuten.

Duelle im Fokus

Duell der Nationalspieler:

Hier wäre an erster Stelle natürlich das Duell zwischen den Combo Forwards Niels Giffey (73 Länderspiele, 30 Jahre, 2,00 Meter) und Paul Zipser (43, 27, 2,03) zu nennen, die beide Gesichter ihres Klubs sind. Zwei Nationalspieler, die als gelernte Dreier mittlerweile oft auf der Vier eingesetzt werden, ihre bisher stärkste BBL-Saison spielen und in den Playoffs sogar noch eine Schippe drauflegten. Leider musste Zipser zuletzt wegen Knieproblemen aussetzen.

Duell der Point Guards:

Berlins Nationalspieler Maodo Lo glänzte bisher in diesen Playoffs mit 13,4 Punkten und vier Assists pro Partie. Ausgestattet mit einem guten Wurf sowie kaum zu stoppenden Tempowechseln, ist Lo Berlins größte Waffe im Pick-and-Roll. Gegen Ulm drehte er vergangene Woche mit 20 und 21 Zählern im zweiten und dritten Halbfinalspiel die Serie in Berlins Richtung. Mit Wade Baldwin trifft er nun ebenfalls auf einen exzellenten Eins-gegen-Eins-Spieler. Der US-Amerikaner zeigte sich in den Playoffs noch nicht so konstant (11 PTS, 4,9 AST), doch er kann jederzeit ein Spiel entscheiden. Im vierten Spiel gegen Ludwigsburg tauchte er lange ab, traf aber kurz vor Schluss zwei Dagger-Dreier.

Die Topscorer mit dem Killerinstinkt:

Berlins Simone Fontecchio (25 Jahre, 2.03 Meter, 95 Kilo) erinnerte in den Playoffs bislang stark an seinen kommenden Gegenspieler Vladimir Lucic (31, 2,04, 95). Beide zeigten sich nervenstark, sicher von „Downtown“ und besitzen einen hohen Basketball-IQ. Dazu führen beide ihre Teams in der Postseason als beste Werfer an: Lucic liefert im Schnitt 16,0 Punkte und 4,4 Rebounds, Fontecchio entwickelte sich in Abwesenheit von Luke Sikma mit 15,9 Punkten und 5,7 Rebounds zum Berliner Go-to-Guy

Die Fragezeichen

Während Louis Olinde (Muskelverletzung) nicht mit nach Ulm reiste und diese Saison wohl nicht mehr auflaufen wird, könnten Luke Sikma, Johannes Thiemann und sogar Jonas Mattisseck im Finale möglicherweise zurückkehren. Bei den Bayern musste Paul Zipser, der in den Playoffs bisher durchschnittlich 14,6 Punkte auflegte, im vierten Spiel gegen Ludwigsburg wegen Kniebeschwerden passen. Dazu sind Leon Radosevic und Zan Mark Sisko beide umgeknickt.

Alte Bekannte

Maodo Lo wechselte vor dieser Saison aus München in seine Heimatstadt Berlin. Der Point Guard spielte zwei Jahre bei den Bayern, wo er 2019 die deutsche Meisterschaft gewann. Ein Wiedersehen wird es für ihn auch mit Leon Radosevic und Coach Andrea Trinchieri geben, die 2017 zu dritt in Bamberg das Double gewannen. Nihad Djedovic spielte in der Saison 2012/13 in Berlin und wechselte darauf nach München.

Trinchieri darf dazu noch zwei weitere ehemalige Bamberger Schützlinge begrüßen: Johannes Thiemann pendelte von 2014 bis 2016 zwischen Baunach und Bamberg, wo der Nationalspieler zu einigen Kurzeinsätzen kam. Louis Olinde gab unter Trinchieri 2016/17 sein Debüt in der easyCredit BBL.
Vladimir Lucic und Luke Sikma können sich über ihre gemeinsame Zeit in Valencia unterhalten: Lucic spielte von 2013 bis 2016 beim spanischen Erstligisten, Sikma von 2015 bis 2017. Ähnliches gilt für D.J. Seeley und Marcus Eriksson, die in der Saison 2017/18 gemeinsam bei Gran Canaria spielten.

Akteure, die in beiden Klubs aktiv waren

Erst in Berlin, dann in München: Ismet Akpinar, Nihad Djedovic, Leon Radosevic, Svetislav Pesic, Marko Pesic, Lucca Staiger, Demond Greene, Bryce Taylor, Deon Thompson, Yassin Idbihi, Heiko Schaffartzik, Steffen Hamann, Reggie Redding, Jan Jagla, Alex Renfroe, Andreas Seiferth, Aleksandar Nadjfeji, Ruben Boumtje-Boumtje, Mauricio Marin.

Erst in München, dann in Berlin: Maodo Lo, Bogdan Radosavljevic, Je’Kel Foster, Kenneth Ogbe und Alex King, der als gebürtiger Münchener in der Jugend bei den Bayern spielte, später in Berlin, um dann als gestandener Profi wieder zurück nach München zu gehen.

Quelle: RASTA Vechta, 8. Juni 2021

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