Müde Baskets schmeißen zu oft den Ball weg

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EWE Baskets Oldenburg – Telekom Baskets Bonn: 106:87

Am 27. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga haben die Telekom Baskets Bonn mit 87:106 (22:20, 20:35, 18:20, 27:31) gegen die EWE Baskets Oldenburg verloren. Nach einem guten Start mussten sie dem fünften Spiel in 13 Tagen und der kurzen Bank Tribut zollen. Mit insgesamt 22 Ballverlusten (14 zur Halbzeit) verspielten sie zudem früh ihre Chancen auf den Auswärtssieg. Isaiah Philmore fehlte aufgrund einer Fingerverletzung, die er sich im Spiel gegen Crailsheim zuzog, Xavier Pollard blieb in Erwartung der Geburt seines ersten Kindes in Bonn. Der 18-jährige Simonas Lukosius erzielte in seinem ersten Einsatz in der Starting Five mit 13 Punkten eine neue persönliche BBL-Bestleistung. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt den Telekom Baskets nicht: Bereits am Dienstag, dem 13.04.2021, empfangen sie den FC Bayern München im Telekom Dome.

Key facts:

  • Höchste Führung: +9 (20:11, 8. Minute)
  • Höchster Rückstand: -27 (60:87, 32. Minute)
  • Topscorer: Strahinja Micovic mit 21 Punkten

Der Spielbericht

Basket-Trainer Will Voigt schickte eine Starting-Five aus TJ DiLeo, Chris Babb, Strahinja Micovic, James Thompson IV und dem erst 18-jährigen Simonas Lukosius ins Rennen. Lukosius zahlte ihm das Vertrauen sofort zurück und erzielte vier der ersten acht Baskets-Punkte (8:4, 3. Minute). Die Baskets trafen die ersten sechs Würfe des Spiels, sicherten sich so eine frühe 12:6-Führung (4. Minute) und zwangen Oldenburg zur ersten Auszeit. Bonn blieb jedoch weiter am Drücker und erzielte durch Chris Babb die bislang höchste Führung des Spiels (20:11, 8.). In der Folge ließen die Gäste jedoch mehrere Chancen verstreichen, die Führung zweistellig zu gestalten. Durch viele unnötige Ballverluste erlaubten sie es Oldenburg, bis zum Ende des ersten Viertels wieder auf 22:20 (10.) aufzuschließen.

Die vielen Ballverluste konnten die Baskets auch im zweiten Viertel nicht abstellen: Bis zur Halbzeit warfen sie, oft auch unbedrängt, 14 Mal den Ball weg. Oldenburg nutzte die Bonner Schwächephase aus und setzte sich schnell mit einem 11:3-Lauf auf 25:31 (14.) ab. Auch zwei Auszeiten von Coach Will Voigt konnte nicht verhindern, dass der Rückstand sukzessiv auf 17 Punkte anwuchs (34:51, 18.). Dank zweier Dreier von Chris Babb in Serie konnte Bonn den Rückstand bis zur Halbzeit jedoch auf 13 Punkte reduzieren (42:55, 20.).

Nach dem Seitenwechsel verkürzte Leon Kratzer schnell auf 46:55 (22.). Kratzer arbeitete gut am Brett, hatte im dritten Viertel bereits neun Rebounds gesammelt, nahm sich anschließend aber selbst aus dem Spiel: Nachdem der Center in der ersten Halbzeit nur ein Foul beging, wurden ihm in kürzester Zeit vier weitere angehängt, darunter ein „Techniches Foul“, wodurch er früh auf der Bank Platz nehmen musste (49:62, 25.). So blieb der Rückstand nach drei Vierteln immer noch zweistellig (60:75, 30.).

Das Schlussviertel startete Oldenburg mit einem 12:0-Lauf wodurch die Partie bereits vorzeitig entschieden war (60:87, 32.). Erst in der 33. Minute erzielte Strahinja Micovic per Dreier die ersten Bonner Punkte im vierten Viertel (63:87). Baskets-Coach Voigt wechselte früh seine Bankspieler ein und ließ Alex Hamilton zusammen mit der jungen Bonner Garde um Simonas Lukosius, Kilian Binapfl, Gabriel De Oliveira und Jalen Hudson das Spiel beenden. Die zusätzliche Spielpraxis nutzten Lukosius mit sechs und De Oliveira mit sieben Punkten im letzten Viertel am effektivsten. So durfte sich der Deutsch-Litauer Lukosius trotz der 106:87-Niederlage zumindest über seine neue persönliche BBL-Bestleistung von 13 Punkten freuen. 

Stimmen zum Spiel 

Will Voigt (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

„Mit unserer Performance im 2. Viertel können wir nicht zufrieden sein. Oldenburg hat da mit hoher Intensität gespielt, da konnten wir nicht mithalten. Wenn man den Ball 14 Mal verliert, dann ist es schwer zu gewinnen, insbesondere gegen ein so gutes offensives Team.“

Mladen Drijencic (Headcoach Oldenburg):

„In der Vorbereitung auf dieses Spiel haben wir uns besonders auf die Scoring-Qualität von Chris Babb konzentriert, der seit dem Trainerwechsel in Bonn in einer anderen Dimension spielt. 71 Prozent von der Dreierlinie und vor allem, was das für Würfe waren! Aber mein Team muss ich auch loben, welch großartige Unterstützung Karsten im 2. Viertel von den Mitspielern erfahren hat. Das war der Schlüsselmoment für uns. Im zweiten Durchgang haben wir uns schnell stabilisiert und unser Spiel durchgezogen.“

Punkteverteilung 

Telekom Baskets Bonn:

Hamilton (5 Punkte), Thompson IV (6), Micovic (21/3 Dreier), Hudson (6), Babb (19/5), Lischka (0), DiLeo (5), Binapfl (1), Kratzer (4, 9 Rebounds), De Oliveira (7), Lukosius (13/1)

Oldenburg:

Hobbs (11), Hornsby (24), Herrera (18), Tadda (4), Hollatz (0), Breunig (10), Agbakoko (2), Gabric (0), Paulding (7), Mahalbasic (12), Pressey (13), Schwethelm (5)

ausführliche Statistik >>

Quelle: Telekom Baskets Bonn, 10. April 2021

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