KÄMPFERISCHE VEILCHEN SIND STARKEN BAYREUTHERN NICHT GEWACHSEN

5. Januar 2018 – Die BG Göttingen ist mit einer Niederlage ins neue Jahr gestartet. Am Freitagabend verlor die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers gegen medi bayreuth 70:93 (40:48). Der easyCredit Basketball-Bundesligist aus Südniedersachsen zeigte vor 2.938 Zuschauern in der Göttinger Sparkassen-Arena eine kämpferische Leistung, war den individuell deutlich überlegenen Franken am Ende aber nicht gewachsen. Die BG blieb bis Anfang der zweiten Halbzeit an den fränkischen Gästen dran (49:55/23.), bevor sich der große Qualitätsunterschied bemerkbar machte und Bayreuth Stück für Stück davonzog. Bester Veilchen-Werfer war Michael Stockton mit 18 Punkten. Für Bayreuth traf Gabe York am häufigsten (22 Zähler).

Die Veilchen, die weiterhin auf ihren Topscorer Brion Rush verzichten mussten, der aufgrund des Todes seines Vaters noch in den USA bei seiner Familie weilt, starteten mit viel Kampfgeist und Energie in die Partie. Harper Kamp brachte die Hausherren 8:2 in Front (4.). Die fränkischen Gäste brauchten ein wenig, um ins Spiel zu finden, zogen dann aber mit eine 0:10-Lauf an den Göttingern vorbei (8:12/5.). Gabe York machte für die Franken dort weiter, wo er im vergangenen Spiel gegen Bamberg aufgehört hatte – und traf. Doch die BG versuchte mit aller Kraft dagegen zu halten und blieb durch sechs Punkte von Evan Smotrycz dran (18:19/7.). Zum Ende des Viertels schaffte es das Team von medi-Headcoach Raoul Korner aber zum ersten Mal, sich etwas abzusetzen (21:31).

Auch im zweiten Abschnitt zeigte die BG ihren Kampfgeist und arbeitete sich an die Bayreuther heran. Kamp verkürzte in der 14. Minute auf 32:36. Zwar zog die Korner-Truppe kurz darauf wieder auf 34:43 davon, doch die Veilchen ließen sich nicht so recht abschütteln. Punkten von Jordan Loveridge folgten weitere Zähler von Stockton zum 38:44 (18.). Obwohl die Bayreuther ebenfalls mit vier Punkten in Folge antworteten, entschieden die Göttinger diesen Abschnitt knapp für sich und gingen mit einem 40:48-Rückstand in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel ließ Loveridge die BG-Fans durch seinen Dreier zum 45:51 jubeln (22.). Beide Mannschaften spielten nun auf Augenhöhe, sodass der Abstand zunächst gleich blieb (49:55/23.). Mit zunehmender Dauer des Spiels zeigten sich dann aber die großen Qualitätsunterschiede beider Teams, sodass die Gäste sich wieder einen zweistelligen Vorsprung erarbeiteten (49:60/25.). Eine Zeitlang schafften es die Göttinger, den Gegner nicht noch weiter davonziehen zu lassen (53:62/27.). Doch die Franken ließen ihre Klasse immer wieder aufblitzen und gingen mit einer 59:74-Führung ins Schlussviertel.

In den letzten Abschnitt starteten die Veilchen mit einem spektakulären Alley-Oop-Dunk von Joanic Grüttner zum 61:76, der Korner zu einer Auszeit zwang (32.). Im Anschluss daran ließen die Gäste zwei schnelle Dreier folgen, sodass der Veilchen-Rückstand auf mehr als 20 Punkte anwuchs (61:82/33.). Die Roijakkers-Truppe versuchte noch einmal alles zu geben, aber die Überlegenheit der Bayreuther war nun zu deutlich. Zwar punkteten Kamp und Dennis Kramer noch einmal, aber den Schlusspunkt setzte medi-Center Assem Marei von außen zum 70:93-Endstand.

Stimmen zum Spiel:

Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „Bayreuth hat verdient gewonnen und spielt eine tolle Saison in der easyCredit BBL und in Europa. Wenn man verliert, ist man nie zufrieden mit dem Ergebnis. Aber meine Mannschaft hat gekämpft. Wenn man Spieler wie Leon Williams und Joanic Grüttner hat, ist es sehr schwer, Mannschaften wie Bayreuth zu schlagen. Der Qualitätsunterschied ist einfach zu groß. Trotzdem haben wir unsere Plays gemacht.“

Raoul Korner (Headcoach medi bayreuth): „Ich hatte ein bisschen Bauchweh vor der Partie, das sich bestätigt hat. Nach so einem emotionalen Sieg wie gegen Bamberg ist es immer schwer – gerade wenn man auf eine Göttinger Mannschaft trifft, die im Prinzip nichts zu verlieren hat. Wir waren nicht fokussiert und nicht physisch genug und haben Göttingen länger im Spiel gelassen, als mir lieb war. Zum Glück war unsere Trefferquote besser als die der Schiedsrichter.“

BG Göttingen – medi bayreuth 70:93 (40:48)

Die Viertel im Überblick: 21:31, 19:17, 19:26, 11:19

Zuschauer: 2.938

BG Göttingen: Lockhart (9 Punkte/2 Dreier, 6 Assists), Williams (4), Smotrycz (6/1), Kramer (10/1, 4 Rebounds), Müller (n.e.), Stockton (18/2, 4 Rebounds), Loveridge (5/1), Stechmann (n.e.), Kamp (12, 4 Rebounds), Larysz, Haukohl, Grüttner (6).

medi bayreuth: Robinson (9 Punkte/2 Dreier), Cox (1, 5 Assists), Linhart (7), Doreth (5/1), Seiferth (5), Wachalski (6/2), Amaize (15/3), Brooks (12), York (22/5), Marei (11, 9 Rebounds).

Quelle: BG Göttingen, 5. Januar 2018

0.00 avg. rating (0% score) - 0 votes

Das könnte dir auch gefallen Mehr vom Autor

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.