Löwen können John Bryant nicht stoppen

Wir haben den vierten Heimsieg verpasst und mit 85:96 (48:54) gegen den verletzungsbedingt dezimierten Tabellennachbarn GIESSEN 46ers verloren. Dabei hatten unsere Löwen laut Headcoach Frank Menz von Beginn an keinen Zugriff auf das Spiel. Unser Team traf in dieser Partie vor 2.786 Zuschauern in der Volkswagen Halle nur 39 Prozent aus dem Feld, während die Gäste starke 55 Prozent verwandelten. Hinzukommend hatten die Gießener den Spieler in ihren Reihen, der an diesem Abend den Unterschied machte: John Bryant. Der Ex-MVP erzielte 27 Punkte, griff sich 15 Rebounds, legte neun Assists auf und war zu keinem Zeitpunkt von den Löwen zu kontrollieren. Die kamen aber trotz eines zwischenzeitlichen 17-Punkte-Rückstands im dritten Viertel auf einen Zähler heran (53:54), konnten jedoch weder zu diesem Zeitpunkt, noch später an den abgeklärt spielenden Hessen vorbeiziehen. Thomas Klepeisz avancierte in dieser Begegnung zu unserem Topscorer und erzielte 25 Punkte (6 von 10 Dreier), Scott Eatherton kam auf 19 Punkte (11 Rebounds) und DeAndre Lansdowne steuerte 15 Zähler für die Löwen bei.
Zu Beginn verlief das Spiel ausgeglichen. Doch ab der fünften Spielminute taten sich unsere Löwen offensiv extrem schwer und konnten die 46ers am anderen Ende des Feldes kaum stoppen. Die Gäste trafen nahezu alles, hatten zudem Vorteile am Brett und spielten die konstant aus. Starke 59 Prozent hatten die Gießener im ersten Viertel aus dem Feld getroffen, während das Menz-Team lediglich 32 Prozent versenken konnte. Dementsprechend ging es mit 16:30 in den zweiten Durchgang.

In der 12. Minute hatte Thomas Klepeisz den ersten Löwen-Dreier zum 21:34 eingenetzt. Anschließend konnten die Hessen aber auf 17 Zähler davonziehen – auch, weil Scott Eatherton & Co. kein Mittel gegen John Bryant fanden. Beim Stand von 28:44 war es dann erneut Klepeisz, der jetzt das Heft für sein Team in die Hand nahm. 15 Punkte, davon vier von sechs Dreier, netzte der Guard in diesem Viertel ein und verkürzte den Rückstand zwischenzeitlich auf 39:44. Aber die 46ers hatten immer Antworten parat und trotz starker 32 Punkte des Menz-Teams in diesem Viertel gingen unsere Löwen mit 48:54 in die Halbzeit.

Im dritten Viertel waren unsere Löwen im Nu auf 53:54 dran, aber es blieb beim vorherigen Schema. Die Gießener konterten und ließen sich ihre Führung nicht entreißen. Ein unsportliches Foul gegen den mutig aufspielenden Tom Alte beim Stand von 57:62 nutzten die 46ers zum 57:65. Und in der 27. Minute lagen die Löwen plötzlich wieder zweistellig zurück (61:73), weil sie teilweise nervös agierten und ihre Würfe nicht fielen (40 Prozent aus dem Feld). Im Gegensatz dazu trafen die 46ers weiterhin hochprozentig und verwandelten 57 Prozent ihrer Feldwürfe.

Mit 66:81 ging es in die letzten zehn Spielminuten und unsere Löwen griffen noch einmal an. Auf einen weiteren Dreier von Thomas Klepeisz ließ DeAndre Lansdowne einen Dunk zum 78:82 folgen, jedoch verletzte sich der Guard bei dieser Aktion und musste auf die Bank. Hinzukommend ließ die Aufholjagd die 46ers kalt: Sie verwandelten direkt im Gegenzug einen Distanzwurf und setzten sich in der Folge auf 80:91 ab (36. Minute). Und auch wenn die Löwen sich weiterhin bemühten, nochmals näher heranzukommen, so war das Spiel doch entschieden. Dafür spielten die Gäste zu abgeklärt.

Viertel im Überblick: 16:30, 32:24, 18:27, 19:15;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Mein Glückwunsch an Ingo Freyer für die exzellente Leistung seiner Mannschaft. Sie haben sehr gut gespielt. Wie alle Spieler bin auch ich enttäuscht. Wir hatten uns vorgenommen, heute zu gewinnen. Aber wir haben von Anfang an keinen Zugriff gehabt und konnten John Bryant nicht stoppen. Er alleine hat den Unterschied gemacht. Wir wissen aber, wo wir herkommen und dass wir trotz der Niederlage bisher eine gute Saison spielen. Wir müssen jetzt den Kopf frei bekommen, dann können wir auch wieder gewinnen.“
Ingo Freyer (GIESSEN 46ers): „Das war unter den Umständen ein sehr, sehr starkes Spiel von uns. Auch die Spieler, die sonst nicht so viel spielen, haben sich voll reingehängt. Die Konzentration war von Anfang an da und meine Spieler haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Natürlich war das auch ein wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Ich hoffe, dass wir die Euphorie jetzt in das Derby gegen Frankfurt mitnehmen können.“

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki 3, Ebert n.e., Lansdowne 15, Janavicius, Klepeisz 25, Alte 4, Jaramaz 2, Schwartz 5, Morse 6 (6 Rebounds), Koné 6, Eatherton 19 (11 Rebounds).

GIESSEN 46ers: Agva 18 (6 Rebounds), Bryant 27 (15 Rebounds, 9 Assists), Hornsby 2, Kraushaar 8, Lischka 7, Manigat 17, Marin 9, Okao n.e., Okpara n.e., Taylor 8 (8 Rebounds).

Quelle: Basketball Löwen Braunschweig, 16. Dezember 2017

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