Couragierter Auftritt wird belohnt – GIESSEN 46ers gewinnen in Braunschweig mit 96:85

Nach zwei Niederlagen in Folge konnten die GIESSEN 46ers aufgrund der Personallage einen überraschenden 96:85-Auswärtssieg einfahren. Von Anfang an zeigten die Gäste einen couragierten und kämpferischen Auftritt, bei dem am Ende gleich drei Gießener zweistellig scoren konnten. Vor allem Kapitän John Bryant schrammte mit 27 Punkten, 15 Rebounds und 9 Assists knapp an einem Triple-Double vorbei. Daneben punkteten Mahir Agva (18) und Jahenns Manigat (17) im zweistelligen Bereich.

Arg dezimiert gingen die GIESSEN 46ers in die Begegnung gegen den Tabellennachbarn aus Braunschweig. Mit dem Ausfall von Point Guard Dee Davis und den Wochen zuvor schon fehlenden Akteuren Austin Hollins, Jamar Abrams und Max Landis musste Cheftrainer Ingo Freyer eine neue Startformation finden. Diese Bestand aus dem Rookie Jeril Taylor, Mauricio Marin, Jahenns Manigat, Mahir Agva und Kapitän John Bryant. Die Hausherren traten mit dem Ex-Gießener Bazoumana Kone, DeAndre Lansdowne, Nemanja Jaramaz, Tim Schwartz und dem frisch nominierten ALLSTAR Scott Eatherton an.

Die Anfangsphase begann für die Gießener mit einem Tip-in von Agva. Auf der Gegenseite punktete Schwartz mit einem Layup und Kone per Freiwürfe für die Gastgeber (4:2, 2.). Gießen ging in den ersten Minuten bevorzugt in die Zone, was Bryant und Avga gekonnt ausnutzen und die Führung zum 7:6 einbrachte (4.). Die Mitteldistanz war nun auf beiden Seiten gefragt, so konnte Taylor für die 46ers und Jaramaz für die Löwen jeweils ihre Sprungwürfe versenken. Die Mittelhessen verlagerten ihr Angriffsspiel wieder in die Zone, sodass Bryant und Taylor jeweils per Korbleger erfolgreich abschließen konnten (15:12, 6.). Der Kapitän und Center der Gießener bevorzugte in der sechsten Minute dann den Dreierwurf, den er ebenso, wie Marin im Anschluss zum 21:13 (7.) versenkte. Danach zog Braunschweig Headcoach Frank Menz die Reißleine und beorderte die Seinen zum Gespräch. Nach dem Timeout kam Tim Alte per Dunking zu zwei Punkten für die Gastgeber, die Benjamin Lischka mit einem Dreipunktespiel direkt ausglich (24:14, 8.). Der frisch eingewechselte Jungspund Bjarne Kraushaar setzte weitere zwei Zähler auf das Punktekonto der Gießener zum 26:14 (8.). Nach starkem Reboundverhalten von Bryant (4 Rebounds), schienen die Guards ihren Zug zum Korb gefunden zu haben und so setzte Marin nach (28:14, 9.). In die Viertelpause ging es für die Mittelhessen letztendlich mit einem 30:16.

Auch im zweiten Viertel war das Inside-Spiel der Trumpf – Kraushaar auf Bryant und dieser ließ weitere Zähler folgen (34:19, 11.). Immer wieder war es der 46ers-Kapitän der den erfolgreichen Abschluss fand. Dies inspirierte auch den jungen Kraushaar, der einen Dreier zum 39:23 (13.) einschweißte. Die wenigen Unachtsamkeiten der Gießener in der Verteidigung wussten die Löwen durch Anthony Morse und Eatherton gnadenlos auszunutzen (28:40, 14.). Aber Point Guard Kraushaar schien seinen Wurfarm von jenseits der Dreierlinie justiert zu haben und Bryant markierte sein Punkte 14 und 15 zum 44:28 (14.). Doch die Hausherren fanden wieder den Flow und zogen mit Punkten von Thomas Klepeisz und Lansdowne wieder an und produzierten so einen 5:0-Lauf (33:44, 15.). Die daraufhin genommene Auszeit von Cheftrainer Ingo Freyer schien den Lauf der Braunschweiger auch nicht zu stoppen – so war Klepeisz von Downtown parat (38:44, 16.). Den 11:0-Run der Gastgeber beendete dann, nach einem weiteren Timeout auf Gießener-Seite, Agva von der Linie. Die Gäste waren wieder intensiver in der Defense und agierten genauso kompromisslos wie im ersten Viertel, was der deutsche Center Agva in der Offense nutzte (47:39, 17.). Nun nahm wiederum Braunschweig eine Auszeit, um den aufkommenden Gießener Lauf zu beenden. Aber Manigat von jenseits des Perimeters hatte was dagegen und es Stand 50:39 (18.) für die Mittelhessen. Die Löwen fanden wieder ihre Linie – Eatherton und Klepeisz verkürzten auf 46:52 (18.). Zum Schluss waren es Punkte von Marin und Bryant die einen couragierten Auftritt zum 54:48-Halbzeitstand beitrugen.

Die 46ers-Starting-Five mit Marin, Manigat, Taylor, Agva und Bryant begannen ebenfalls die zweite Hälfte. Doch Braunschweig kam besser aus dem Pausentee. Der ALLSTAR Eatherton und Spielmacher Lansdowne senkten den Rückstand auf einen Zähler (53:54, 21.). Der Kanadier Manigat generierte mit einem Layup Punkte für die Mittelhessen. In dieser Phase übernahm wieder der Frontcourt Verantwortung, so kamen Bryant und Agva zu verwertbarem (60:54, 23.). Nach einem Steal vom agilen Marin mit anschließendem Korbleger war Gießen wieder in der Spur (62:54, 24.). In der Offensive harmonierten Bryant und Avga, wobei Letzterer ein Dreipunktespiel hinlegte (65:57, 25.). Beide Seiten zeigten Präsenz und forderten den Gegner alles ab. Anthony Morse per Putback-Dunking für die Brauschweiger, Taylor per Tip-in für die Gießener brachten die weiteren Zähler auf das Tableau (61:70, 27.). Die schwarzgekleideten Mittelhessen rieben sich förmlich auf unter dem Brett und sicherten sich die Abpraller. Manigat von Downtown produzierte einen weiteren wichtigen Dreier für die Gäste zum 73:61 (28.). Die Offensivmaschinerie war bei den Gießenern angeworfen – Bryant und Lischka sorgten für das 75:63 (28.). Die Defense stand ebenfalls solide und Bryant mit Footballpass zu Manigat, der zum 77:63 ablegte (28.). Die Mannschaft um Kapitän Bryant, der bereits zu diesem Zeitpunkt ein Double-Double aufweisen konnte, setzte weiter Akzente und baute den 46ers-Vorsprung auf 81:66 aus.

Das letzte Viertel ging für die Braunschweiger durch Bodenpass von Kone und anschließendem Korbleger von Eatherton gut los (68:81, 32.). Der starkaufspielende Klepeisz gab den Löwen mit einem Wurf von jenseits der Dreierlinie weitere Energie (71:82, 32.). 46ers-Cheftrainer Freyer reagierte sofort und nahm ein Timeout. Doch die Hausherren hielten weiter das Tempo oben und scorten durch ihren ALLSTAR (73:82, 33.). Die Angriffe der Gießener fanden in dieser Phase nicht den gewünschten Erfolg und auf der Gegenseite war Klepeisz heiß gelaufen (76:82, 33.). Der Headcoach der Mittelhessen sah sich gezwungen eine weitere Auszeit zu nehmen. Diese verpuffte ähnlich wie die vorherige und Lansdowne kam zu einfachen Punkten (78:82, 34.). Gießen kämpfte sich aber zurück in die Partie und verhalf sich durch Punkte von Manigat und Hornsby zu einem weiteren kleinen Polster (87:78, 34.). Diesmal war der Headcoach Menz zu einem Timeout gezwungen. Nach der Auszeit gingen dennoch weitere Punkte durch Manigat auf das 46ers-Konto (89:78, 35.). Bryant zeigte weiter seinen Wert auf beiden Seiten des Spielfeldes und erkämpfte weitere zwei Zähler für seine Farben (91:81, 36.). Bevor die Crunchtime beim Stand von 92:83 für die Gießener eingeläutet wurde bat der Braunschweiger Cheftrainer noch einmal zum Gespräch. Doch die Mittelhessen ließen sich nicht mehr aus dem Konzept bringen und gewannen am Ende mit 96:85.

Die nächste Partie für die GIESSEN 46ers steht am kommenden Freitag vor heimischem Publikum an. Im Hessenderby empfangen die Mittelhessen um 19.00 Uhr die FRAPORT SKYLINERS.

Ingo Freyer (Cheftrainer GIESSEN 46ers): „Das war unter den Umständen ein sehr starkes Spiel von uns. Auch die Spieler, die sonst nicht so viel spielen, haben sich voll reingehängt. Die Konzentration war von Anfang an da und meine Spieler haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Natürlich war das auch ein wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Ich hoffe, dass wir die Euphorie jetzt in das Derby gegen Frankfurt mitnehmen können.“

Frank Menz (Cheftrainer Basketball Löwen Braunschweig): „Mein Glückwunsch an Ingo Freyer für die exzellente Leistung seiner Mannschaft. Sie haben sehr gut gespielt. Wie alle Spieler bin auch ich enttäuscht. Wir hatten uns vorgenommen, hier zu gewinnen. Wir haben von Anfang an keinen Zugriff gehabt und konnten John Bryant nicht stoppen. Er alleine hat den Unterschied gemacht. Wir wissen aber, wo wir herkommen und dass wir trotz der Niederlage bisher eine gute Saison spielen. Wir müssen jetzt den Kopf frei bekommen, dann können wir auch wieder gewinnen.“

Basketball Löwen Braunschweig – GIESSEN 46ers 85:96 (48:54)

Viertelergebnisse: 16:30, 32:24, 18:27, 19:15

Basketball Löwen Braunschweig: Dennis Nawrocki (3 Punkte), DeAndre Lansdowne (15), Zygimanatas Janavicius, Thomas Klepeisz (25), Tom Alte (4), Nemanja Jaramaz (2), Tim Schwartz (5), Anthony Morse (6), Bazoumana Kone (6), Scott Eatherton (19, 11 Rebounds)

GIESSEN 46ers: Bjarne Kraushaar (8), Jeril Taylor (8), Mahir Agva (18, 6 Rebounds), Benjamin Lischka (7), Jahenns Manigat (17), Mauricio Marin (9), Nick Hornsby (2), John Bryant (27, 15 Rebounds, 9 Assists)

Zuschauer: 2.786

Nächstes Spiel: Freitag, 22.12.2017, 19.00 Uhr: GIESSEN 46ers – FRAPORT SKYLINERS

Quelle: GIESSEN 46ers, 16. Dezember 2017

0.00 avg. rating (0% score) - 0 votes

Das könnte dir auch gefallen Mehr vom Autor

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.