Brose Bamberg ringt Bremerhaven nieder – Vertrag mit Müller aufgelöst

Brose Bamberg hatte im Nachholspiel des 4. Spieltags der easyCredit BBL mit den Eisbären Bremerhaven eine Menge Mühe, gewann am Ende aber dennoch mit 79:74. Dabei genügte dem deutschen Meister ein gutes, nämlich das 4. Viertel (19:11), um sich den Sieg nach teilweise neun Punkten Rückstand (52:61, 27.) doch noch zu sichern. Alle eingesetzten Brose-Akteure scorten, wobei Dejan Musli mit 14 Zählern am erfolgreichsten traf. Seine elf gesammelten Rebounds bedeuteten zudem das erste Double-Double des Bamberger Neuzugangs.

Andrea Trinchieri: „Wenn eine Mannschaft bis Ende des dritten Viertels 78% von der Dreipunktelinie trifft, dann verliert man eigentlich das Spiel. Das gute heute, wir haben einen Weg gefunden das Spiel zu gewinnen. Bremerhaven hat sehr schwierige Würfe getroffen. Wir haben schlecht gegen ihre Dreierschützen angefangen, dann haben sie sich gut gefühlt und immer weiter gepunktet. Aber wir sprechen über einen Sieg ohne vier ausländische Spieler. Staiger war heute wieder unglaublich, Hackett war großartig und die langen um Musli, Radosevic und Rubit haben einen hervorragenden Job gemacht.“

Broses Head Coach rotierte: Zisis und Wright blieben neben den verletzten Mitrovic, Harris und Taylor draußen. Und Bamberg fand schwer ins Spiel. Die ersten sechs Zähler besorgte der Neue. Dejan Musli traf mit zwei erfolgreichen Feldkörben und zwei Freiwürfen zur ersten Brose-Führung (6:5, 3.). Bremerhaven aber war gut eingestellt und schoss hochprozentig von jenseits der Drei-Punkte-Linie. Dreimal fand der Ball in den ersten zehn Minuten den Weg abseits der 6,75-Linie in den Bamberger Korb. 17:17 hieß es ausgeglichen nach dem ersten Viertel.

Zweiter Abschnitt, besserer Beginn für die Gäste. Brembly traf gleich am Anfang Dreier Nummer vier zur Drei-Punkte-Führung der Norddeutschen (17:20, 11.). Diese Führung sollte eine Weile halten, denn Brose hatte vor allem in der Verteidigung seine Probleme. Erst nach gut 15 Minuten fand Bamberg seinen Rhythmus, sowohl defensiv als auch offensiv. Die Folge war ein kleiner 6:0-Lauf und der Ausgleich zum 33:33. Zwei weitere Bremerhavener Dreier sorgten jedoch dafür, dass die Gäste mit einem Vorsprung in die Pause gingen: 37:39.

Diese Führung wurde auch in den zweiten zwanzig Minuten nicht kleiner. Im Gegenteil. Drei Dreier sorgten für den zwischenzeitlichen Neun-Punkte-Rückstand von Brose (52:61, 27.). Allerdings fing sich der deutsche Meister. Angetrieben einmal mehr von 6.150 Fans, die auch im dritten Spiel innerhalb von fünf Tagen nicht müde wurden und ihr Team über 40 Minuten bedingungslos anfeuerten, kam Brose zurück. Rubit, Hackett und Staiger waren es, die das Heft nun in die Hand nahmen und Bamberg vor dem Schlussabschnitt wieder auf drei Zähler ran brachten: 60:63.

In den letzten zehn Minuten war es dann Ricky Hickman vorbehalten, der seine Mannschaft mit fünf Punkten in Folge erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung schoss (67:64, 32.). Zwar wechselte diese noch einmal, nachdem aber Musli, Lô und Rubit drei Minuten vor dem Ende Brose mit einem 6:0-Run mit 79:73 wegbrachten, war Bremerhaven geschlagen. Das letzte Viertel ging mit 19:11 deutlich an den deutschen Meister, der die Partie letztlich mit 79:74 für sich entschied.

Brose Bamberg:
Hackett 12, Hickman 11, Nikolic 4, Staiger 7, Lô 8, Olinde 6, Rubit 12, McDowell-White dnp, Heckmann 3, Musli 14, Radosevic 2

Brose Bamberg und Malik Müller lösen Vertrag auf

Brose Bamberg und Malik Müller gehen fortan getrennte Wege. Der neunmalige deutsche Meister entspricht damit einem Wunsch Müllers, der um vorzeitige Freigabe und Vertragsauflösung gebeten hatte.

„Malik kam auf uns zu und bat uns, ihn von seinem Vertrag zu entbinden, da er sich einer neuen sportlichen Herausforderung stellen wollte. Dem haben wir zugestimmt. Wir wünschen Malik für seine berufliche und private Zukunft alles Gute“, so Brose Bamberg Geschäftsführer Rolf Beyer.

Müller kam in der laufenden Saison auf bisher sechs Einsätze in der easyCredit BBL. Dabei erzielte er in rund neun Minuten Spielzeit im Schnitt zwei Punkte. Für die Turkish Airlines EuroLeague war der 23-Jährige, der die letzten Spielzeiten im Brose-Farmteam Baunach Young Pikes absolvierte, nicht gemeldet.

Quelle: Brose Bamberg, 12. Dezember 2017

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