Kerusch on Fire kann Niederlage in Ulm nicht verhindern

Der Mitteldeutsche Basketball Club unterlag am Sonntagnachmittag mit 76:93 deutlich gegen ratiopharm ulm. Lichtblick der Wölfe war Sergio Kerusch, der mit 25 Punkten seine bisherige persönliche Bestleistung im deutschen Oberhaus ablieferte und noch sechs Rebounds angelte.

Sergio Kerusch machte am Sonntagnachmittag das beste Spiel seiner Karriere in der easyCredit BBL. Er stellte mit 25 Punkten seine persönliche Bestleistung auf – gerade einmal sechs Wochen nach beendeter Chemotherapie nach der Krebserkrankung. Und doch reichte es für sein Team im Spiel gegen ratiopharm ulm nicht. Für die Wölfe war am Adventssonntag nichts zu holen in Süddeutschland, die Gastgeber bauten ihre Siegesserie weiter aus.

Los ging es mit einem Korberfolg für den MBC durch Jordan Sibert, bevor die Hausherren ihre Stärke mit einem 7:0-Lauf demonstrierten. Zwar beendete Lamont Jones diesen kurzerhand, doch die Ulmer waren dadurch nicht aufzuhalten und punkteten munter weiter. Sergio Kerusch verbuchte aus der Distanz und per Freiwurf wichtige Punkte, aber ratiopharm ulm bewies ein gutes Händchen von außen und brachte den MBC nach dem ersten Abschnitt mit 12:26 ins Hintertreffen. Auch im nächsten Abschnitt sollte sich das Blatt nicht wenden. Unermüdlich punkteten die Ulmer und der MBC hielt beharrlich dagegen, aber es reichte einfach nicht. Ein Korbleger von Lamont Jones nach 17 Minuten ließ den Rückstand einstellig zusammenschmelzen, aber dies währte nicht lang. Der Neuseeländer Isaac Fotu antwortete prompt und in der Folge zogen die Gastgeber wieder davon. Mit 32:47 ging es in die Kabine.

Zurück auf dem Parkett war es der Abschnitt des Sergio Kerusch, der Feuer fing. Unermüdlich netzte er den Ball ein, aber auch die Süddeutschen waren erfolgreich und gaben nicht nach. Das Spiel nahm offensiv an Fahrt auf, der Deutsch-Amerikaner Kerusch verkürzte mit zwei Bonuswürfen wieder auf neun Zähler. Ein Foul von Lamont Jones an Jerelle Benimon ärgerte den MBC-Guard so sehr, dass dieser nach einem Aufreger gleich noch ein Technisches Foul kassierte. In der Folge netzte Benimon nicht nur drei Bonuswürfe ein, sondern auch einen Korbleger. So ging es mit 54:73 in den Schlussabschnitt. Nach zwei Distanztreffern von Youngster Joschka Ferner und einem 22-Zähler-Rückstand war Igor Jovovic derart sauer, dass er in einer Auszeit deutliche Worte an sein Team richtete. Kruize Pinkins fand im Anschluss per Dreier die richtige Antwort, wieder legten die Wölfe einen 9:0-Lauf hin. Doch dann kassierte Djordje Pantelic ein Unsportliches Foul, es wurde hitzig, auch Igor Jovovic bekam ein Technisches Foul wegen Meckerns. Eine Auszeit sollte die Gemüter wieder beruhigen, einen Wendepunkt konnte sie jedoch nicht mehr einleiten. Gegen die harte Verteidigung und gute Offense der Ulmer konnte der MBC nur Akzente setzen und unterlag am Ende mit 76:93.

MBC-Cheftrainer Igor Jovovic nach der Partie: „Es war hier in Ulm die erwartet schwere Aufgabe. Ulm ist mit viel Intensität ins Spiel gegangen, hat uns von Beginn an unter Druck gesetzt und mit seinen starken Individualspielern Probleme bereitet. Wir konnten Ulm phasenweise ärgern, doch sie haben das Spiel über 40 Minuten kontrolliert. Wir müssen akzeptieren, dass wir nicht auf diesem Basketball-Level mithalten können und an unseren Fehlern arbeiten.“

MBC: Hatten (6), Jones (18), Kerusch (25 Pkt., 6 Reb.), Pantelic (7 Pkt., 9 Reb.), Drenovac (10), Pinkins (6), Gloger (2), Sibert (2), Schwarz, Liyanage.

ratiopharm ulm: Thompson (16), Günther (8), Ferner (6), Akpinar (3), Philipps (2), Pape (2), Lewis (12), Butler (3), Benimon (26), Murry (8), Fotu (7), Rohwer.

Quelle: Mitteldeutscher BC, 3. Dezember 2017

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