GIESSEN 46ers unterliegen Favoriten mit 66:88 – Erste Hälfte bringt die Entscheidung

Nach der Länderspielpause unterlagen die GIESSEN 46ers dem Favoriten aus Berlin mit 66:88. In der ersten Hälfte präsentierten sich die Gastgeber wesentlich aggressiver und sorgten so Mitte des zweiten Viertels schon für eine Vorentscheidung. Bei den Gießenern war Point Guard Dee Davis mit 20 Punkten bester Werfer seiner Farben. Auf der Gegenseite waren Peyton Siva (16 Punkte) und Dennis Clifford (23) am erfolgreichsten.

46ers-Cheftrainer Ingo Freyer brachte mit Dee Davis, Jahenns Manigat, Austin Hollins, Jamar Abrams und Kapitän John Bryant die in den letzten Wochen gewohnte Starting-Five auf das Parkett. Die Gastgeber agierten zu Anfang mit Peyton Siva, Spencer Butterfield, Dennis Clifford, Luke Sikma und Akeem Vargas.

Die ersten 20 Sekunden begannen die Mittelhessen gleich mit einem erfolgreichen Sprungwurf von Abrams, der im Gegenzug von Vargas direkt egalisiert wurde. Anschließend sorgten die Albatrosse mit zwei schnellen Korberfolgen für einen 6:0-Run (6:2, 2.). Siva ließ einen Dreier folgen, Clifford ein Dreipunktespiel, und so nahm Cheftrainer Freyer beim Stand von 12:2 (3.) eine folgerichtige Auszeit. Aus dieser kamen die Gäste zielsicherer raus und Bryant war mit einem Mitteldistanzwurf erfolgreich. Der agile Point Guard Davis, sowie Austin Holliins mit einem Alley-Oop produzierten Punkte auf das Gießener Tableau (8:14, 5.). Die Mittelhessen waren nun in der Partie angekommen und agierten in der Defensive kompromissloser. Auf der anderen Seite des Parketts sammelte Benjamin Lischka weitere Punkte für seine Farben (11:14, 6.). Die beiden US-Amerikaner Hollins und Davis erweiterten den Gießener-Run und sorgten für die 46ers-Führung (15:14, 7.). Erst Butterfield mit zwei verwandelten Freiwürfen brachte die Berliner wieder in die Spur (16:15, 8.). Distanzschütze Marius Grigonis von der Weite, baute die ALBA-Führung auf 21:17 (8.) aus. Mit einem 19:24-Rückstand ging es dann für die 46ers in die Viertelpause.

Ins zweite Viertel starteten die Hauptstädter durch Punkte von Ex-Gießener Joshiko Saibou zum 26:19 (11.). Der gut aufgelegte Davis auf Gießener-Seite, konnte diese mit einem Dreipunktewurf postwendend beantworten (22:26, 11.). Die Albatrosse waren in dieser Phase in der Defense hellwach und zeigten sich treffsicher in der Offense, was zu einem 33:22 führte (14.). Der 46ers-Cheftrainer Freyer sah sich zu einer weiteren Auszeit gezwungen. Die 46ers waren aber weiterhin ein Schritt langsamer und so hämmerte Clifford zum 35:22 (15.) ein. Lischka übernahm Verantwortung und beendete den 12:0-Lauf der Berliner mit einem beherzten Drive zum Korb (24:35, 15.). Danach war es Hollins, der mit einem Wurf von Downtown seine Farben wieder etwas ran brachte (27:37, 15.). Die Hausherren forcierten weiter ihr Inside-Spiel und gaben den Gießenern in der Verteidigung keine einfachen Würfe. Clifford sowie Siva mit einem Dreipunktespiel, ließ die Gastgeber weiter davonziehen (30:46, 18.). Abrams brachte zwischenzeitlich wieder einmal Punkte auf das Gießener Board, aber Clifford zeigte auf der Gegenseite per Dunking, dass die Hauptstädter in diesem Viertel absolut präsent waren (50:32, 19.). Stefan Peno lief anschließend noch eine wunderbaren Drive zum Korb und ließ die 46ers mit einem 34:52-Rückstand in die Halbzeitpause gehen.

Aus dieser kamen die 46ers mit dem ersten Ballbesitz und den ersten Punkten durch Bryant (36:52, 21.). Aber die Albatrosse waren weiter fokussiert und punkteten durch Grigonis sowie Clifford, was ein 56:36 (23.) bedeutete. Der Berliner Center zeigte weiter seine Klasse und markierte seinen persönlichen 4:0-Lauf zum 60:36 (24.). Die Mittelhessen verkrampften immer weiter in der Offensive und fanden nur schwer Lösungen. Eine nutzte Jahenns Manigat, der mit einem Korbleger zum 38:61 (25.) erfolgreich war. Dies schien den Knoten etwas zu lösen und Hollins ließ vier Punkte am Stück folgen (43:61, 26.). Dennoch war Berlin weiter Herr der Lage. Center Clifford und Peno zogen wieder die Daumenschrauben an und produzierten Zähler für die Gastgeber zum 67:45 (27.). Nach einem weiteren Timeout auf Gießener-Seite, war es Marco Völler mit einem Offensivrebound und anschließendem Korbleger, der für Gießener-Punkte sorgte (47:67, 28.). Es folgten Punkte durch Lischka und Manigat zum 52:69. Nach einer Berliner-Auszeit konnte Radosavljevic per Buzzerbeater zum 71:52-Viertelentstand einlochen.

Radosavljevic war es auch, der das letzte Viertel eröffnete (72:52, 31.). Die Gießener kamen durch Davis´Korbleger zu ihren ersten Zählern in diesem letzten Abschnitt (54:72, 33.). Der quirlige Guard baute in der Folgezeit sein Punktekonto auf 16 Zähler aus. Der Kanadier Manigat holte sich anschließend den Offensivrebound und die Punkte zum 57:74 (34.). Die Gießener bemühten sich weiter, und immer wieder war es Davis, diesmal mit einem Dreier, der für die wenigen Highlights sorgte (59:74, 35.). Die Mittelhessen wollten in den letzten fünf Minuten noch einmal was zeigen und es war Abrams nach Anspiel von Davis, der den Ball in die Reuse brachte (61:74, 36.). Aber Berlin war an diesem Tag einfach zu stark. Sikma mit einem Dreipunktespiel sowie Siva mit zwei Lay-ups, bauten den komfortablen Berliner Vorsprung weiter aus (82:61, 37.). In der Folgezeit war Hollins mit einem Dreier noch einmal erfolgreich, was das 64:82 bedeutete (38.). Doch die Hauptstädter spulten fleißig ihr Pensum ab und siegten am Ende verdient mit 66:88.

Die nächste Partie für die GIESSEN 46ers steht am kommenden Sonntag vor heimischem Publikum an. Gegen die ratiopharm ulm gilt es dann, die Heimsieg-Serie weiter auszubauen, um sich im Mittelfeld der Tabelle weiter festzusetzen.

Ingo Freyer (Cheftrainer GIESSEN 46ers): „ALBA hat intensiver und aggressiver gespielt und uns damit den Schneid abgekauft. Wir wussten, was auf uns zukommt und haben versucht dagegen zu halten. ALBA war aber zu stark. Ihre Aggressivität kombinieren sie mit einer hohen Qualität und sie haben die erste Halbzeit dominiert. Ich bin froh, dass wir dann zumindest die zweite Hälfte ausgeglichen gestalten konnten. Leider haben wir mehr Fouls gepfiffen bekommen als ALBA, obwohl sie aggressiver gespielt haben. Das ist keine Kritik an den Schiedsrichtern, war aber auffällig in diesem Spiel.“

Alejandro Garcia Reneses (Cheftrainer ALBA BERLIN): „Ich haben großen Respekt vor Gießen und ihren Leistungen. Sie spielen immer mit großer Intensität und lassen sich auch von hohen Rückständen nicht beeindrucken – so auch heute. Wir hatten heute nicht den besten Rhythmus, aber zum Glück war es genug, um das Spiel zu gewinnen. Unsere zweiwöchige Pause konnten wir nicht gut nutzen, weil einige Spieler Verletzungen auskurieren mussten und andere bei ihren Nationalmannschaften waren. Aber wir haben das heute gut weggesteckt und eine ordentliche Leistung abgeliefert.“

ALBA BERLIN – GIESSEN 46ers 88:66 (52:34)

Viertelergebnisse: 24:19, 28:15, 19:18, 17:14

ALBA BERLIN: Joshiko Saibou (4 Punkte), Peyton Siva (16), Tim Schneider (6), Akeem Vargas (2), Marius Girgonis (10), Bogdan Radosavljevic 7(), Spencer Butterfield (6), Dennis Clifford (23), Luke Sikma (6), Stefan Peno (8)

GIESSEN 46ers: Mahir Agva (), Dee Davis (20), Leon Okpara (), Benjamin Lischka (7), Austin Hollins (15), Jamar Abrams (8), Jahenns Manigat (9), Mauricio Marin (1), Marco Völler (2), John Bryant (4, 11 Rebounds)

Zuschauer: 9.154

Nächstes Spiel: Sonntag, 10.12.2017, 15.00 Uhr: GIESSEN 46ers – ratiopharm ulm

Quelle: GIESSEN 46ers, 1. Dezember 2017

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