Souveräner Sieg im Test gegen Zgorzelec

Der Mitteldeutsche Basketball Club hat am Samstagabend sein Testspiel gegen PGE Turow Zgorzelec vor 630 Zuschauern mit 100:70 gewonnen. Die Wölfe revanchierten sich damit zugleich für die Niederlage, die es vor Saisonbeginn in einem Testspiel in Zgorzelec mit 67:81 gegeben hatte. Der Partie in der Weißenfelser Stadthalle drückten vor allem Sergio Kerusch (25 Punkte) und Kruize Pinkins (19) den Stempel auf. Bereits am Dienstag gibt es ein weiteres Testspiel bei Stelmet Zielona Gora.

Eine kleine Überraschung lieferte gleich zum Auftakt Trainer Alexandar Scepanovic, der den noch erkrankten Headcoach Igor Jovovic vertrat. Er stellte in der Starting Five Kruize Pinkins auf, der nach seiner Schulterverletzung gerade erst wieder drei Tage im Mannschaftstraining gestanden hatte. Und der machte auch gleich nach anderthalb Minuten seinen ersten Korb zum 4:2 für die Gastgeber. Die linke Schulter noch mit Tapes versehen markierte er zusammen mit Djordje Drenovac die ersten zehn Punkte der Anfangsphase zum 10:5, aber die polnischen Gäste konnten nach fünf Minute wieder ausgleichen. Nach einem Turnover von Drenovac und einem Fastbreak ging Zgorzelec sogar mit 15:14 in Führung. Das sollte allerdings die einzige Führung der Polen in der Partie bleiben. Danach zogen die Wölfe die Zügel etwas an, vor allem in der Defensive, und lagen am Ende des ersten Viertels mit 28:19 vorn. Kapitän Malte Schwarz nutzte dabei in den letzten 2,8 Sekunden ein technisches Foul gegen Zgorzelec konsequent, um per Freiwurf und Mitteldistanzwurf drei Punkte zu machen.

Zu Beginn des zweiten Viertels kam Sergio Kerusch für Kruize Pinkins ins Spiel, der im ersten Viertel zehn Punkte gemacht hatte, und setzte gleich mit einem Dreier einen Akzent. Allerdings entwickelte sich dann sechs Minuten lang ein ausgeglichenes Spiel. Verkürzen konnten die Gäste jedoch den Rückstand nicht. Und nach einem Zwischenstand von 40:31 konnte sich der MBC ein Stück weiter absetzen (48:31) und ging mit 50:37 in die Halbzeitpause.

Das dritte Viertel begann der MBC mit zwei Dreiern von Kerusch und Jordan Sibert. Jetzt ließen die Wölfe den Ball gut laufen, verteidigten aggressiv und konnten sich auf 69:49 absetzen. Das gelang vor allem deshalb, weil Kerusch nach seiner langen Pause wegen einer Krebserkrankung immer besser in Schwung kommt und jetzt nicht mehr zu halten war, sich immer wieder unterm Korb durchsetzte und nach drei Vierteln bereits 21 Punkte auf dem Konto hatte. Da kamen dann auch wieder die ersten zaghaften Rufe, die in der vorigen Saison immer wieder durch die Stadthalle schallten: „Kerusch, Kerusch on fire!“ Mit 75:55 ging es in das letzte Viertel.

Die Gastgeber blieben weiter aggressiv, spielten jetzt auch den Vorteil aus, dass Trainer Scepanovic elf Spieler in die Rotation einbeziehen konnte, während Zgorzelec lediglich mit acht Aktiven angereist war. Die offenbar schwindenden Kräfte beim Gast nutzten die Wölfe, um ihren Vorsprung nun deutlicher auszubauen. 88:64 stand es vier Minuten vor dem Ende, als der Trainer dann auch noch Ferenc Gille und damit allen aufgebotenen Spielern eine Einsatzchance gab. Gille hatte bereits am Nachmittag dem MBC-Kooperationspartner SSV Einheit Weißenfels mit 28 Punkten zum 80:72-Sieg über MSV Börde Magdeburg in der Sachsen-Anhalt-Oberliga verholfen und kam so am Abend zu Punkten beim MBC. Letztlich konnten sich alle Spieler in die Scorerliste eintragen.

Am Montag machen sich die Wölfe auf den Weg nach Polen, um in einem weiteren Testspiel auf den amtierenden polnischen Meister Stelmet Zielona Gora zu treffen. Auch gegen diese Mannschaft hatte es in der Saisonvorbereitung einen Vergleich in der halleschen Erdgas-Arena gegeben, den der MBC mit 76:70 für sich entschieden hatte. Mit beiden Spielen will sich der MBC einen guten Rhythmus und neues Selbstvertrauen holen für das nächste Punktspiel, das er am 3. Dezember in Ulm bestreitet.

MBC: Hatten (3), Jones (1), Schwarz (9), Kerusch (25), Liyanage (7), Gille (4), Drenovac (13), Pinkins (19), Gloger (66), Sibert (7), Turudic (6).

Zgorzelec: Jarecki (9), Lichnowski (3), Borowski (12), Patoka (8), Petrukonis (13), Bochno (2), Balmazovic (13), Ayers (10).

Quelle: Mitteldeutscher BC, 26. November 2017

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