Südniedersachsen erneut keine Reise wert

s.Oliver Würzburg unterliegt zum dritten Mal in Folge in Göttingen – Benzing mit 23 Punkten Top-Scorer beim 74:81 (34:38) in der Sparkassen-Arena

Dritte Niederlage in Folge für s.Oliver Würzburg: Nach Braunschweig und Oldenburg war auch der dritte Gegner aus Niedersachsen für die Unterfranken nicht zu bezwingen. Bei der BG Göttingen unterlag das Team von Headcoach Dirk Bauermann am 8. Spieltag der easyCredit BBL mit 74:81 (34:38). Top-Scorer der Partie war Robin Benzing mit 23 Zählern. Die entscheidenden Würfe trafen aber Michael Stockton (20 Punkte) und Brion Rush (21 Punkte) für die Gastgeber.

Es war für s.Oliver Würzburg außerdem die dritte Niederlage in Folge in Göttingen – der letzte und einzige Sieg bei den Südniedersachsen gelang im Januar 2012. Vor 3.254 Zuschauern in der Sparkassen-Arena entwickelte sich von Beginn an ein interessante und spannende Partie – bis zum Ende sollte die Führung insgesamt 16-mal wechseln. Beide Teams agierten mit viel Intensität in der Verteidigung und ließen in der Anfangsphase nur wenige Punkte zu – nach fünf Minuten führten die Gastgeber nur mit 6:5.

Im Anschluss konnten sich zunächst die Göttinger, für die der Sohn von NBA-Legende John Stockton unter den Augen seines Vaters zehn seiner zwanzig Punkte im ersten Viertel erzielte, erstmals etwas deutlicher absetzen – sie gingen mit einem 20:14-Vorsprung in die erste Viertelpause. Die ersten gut fünf Minuten des zweiten Abschnitts gehörten dann den Gästen, die jetzt ihre stärkste Phase hatten: Robin Benzing erzielte die ersten acht Zähler in Viertel zwei, und mit einem 12:2-Lauf holten sich die Würzburger bis zur 16. Minute (22:27) ihrerseits ihre höchste Führung des Spiels.

Nach einer Auszeit von Headcoach Johan Roijakkers fanden die Hausherren schnell wieder zurück in die Spur. In den Schlussminuten des zweiten Abschnitts waren sie wieder die bessere Mannschaft – das sollte sich dann auch im dritten und vierten Viertel noch zweimal wiederholen. Nach einem 16:7-Zwischenspurt ging es beim Spielstand von 38:34 aus Sicht der Veilchen in die Kabinen.

Brion Rush entscheidet das Spiel mit zwei Dreiern zum 78:68

Die Gäste kamen etwas besser aus der Pause, trafen in den ersten Minuten des dritten Viertels dreimal von jenseits der 6,75-Meter-Linie und waren in der 25. Minute wieder knapp vorne: 47:48. Und auch auf die nächste höhere Führung der Göttinger – 64:56 nach dem dritten Abschnitt – fanden sie erneut die passende Antwort: Ein Dreier von Cliff Hammonds und zwei Freiwürfe von Vytenis Lipkevicius bedeuteten am Ende eines 10:2-Laufs in der ersten Hälfte des Schlussviertels den 66:66-Ausgleich (36. Minute).

„Da dachte ich eigentlich, dass wir den Bock umstoßen und das Spiel gewinnen können. Aber Göttingen hat dann wieder schwierige Würfe getroffen und das Spiel damit entschieden“, so Headcoach Dirk Bauermann nach der Partie. Auch durch zwei Auszeiten kurz hintereinander konnte er die nächste starke Phase der Gastgeber nicht verhindern: Ein 12:2-Lauf der Göttinger zum 78:68 brach den Gästen das Genick. Acht Punkte gingen dabei auf das Konto von Brion Rush, der dabei auch zwei Dreier in Folge zur Zehn-Punkte-Führung 90 Sekunden vor der Schlusssirene versenkte.

In der letzten Minute profitierten die Würzburger von drei vergebenen Freiwürfen der Gastgeber und kämpften sich noch einmal auf 79:74 heran, eine Wende gelang ihnen aber nicht mehr. Vor der Länderspielpause stehen für s.Oliver Würzburg noch zwei weitere Partien auf dem Programm: Am kommenden Wochenende geht es zu den Telekom Baskets Bonn, eine Woche später (Samstag, 18. November 2017, 20:30 Uhr) sind die Wölfe vom Mitteldeutscher BC in der s.Oliver Arena zu Gast. Für diese Partie gibt es noch Tickets aller Kategorien im Online-Ticketshop bei CTS Eventim und in der Geschäftsstelle der Main-Post in der Plattnerstraße.

BG Göttingen – s.Oliver Würzburg 81:74 (20:14, 18:20, 26:22, 17:18)
Für s.Oliver Würzburg spielten:
Robin Benzing 23 Punkte/3 Dreier (6 Reb.), Cliff Hammonds 16/3, Ryan Anderson 8 (6 Reb.) Maurice Stuckey 8/1 (6 Rebounds), Kresimir Loncar 7, Vytenis Lipkevicius 4 (4 Assists), Abdul Gaddy 4 (5 Assists), Osvaldas Olisevicius 3/1, Andrej Mangold 1, DJ Richardson, Felix Hoffmann.
Top-Performer Göttingen:
Rush 21/4, Stockton 20/2, (8 Assists/3 Steals), Carter 11 (7 Rebounds), Smotrycz 9/1 (9 Rebounds).

Key Stats:
Ballverluste: Würzburg 11 – Göttingen 6
Offensivrebounds: Würzburg 5 – Göttingen 15
Punkte aus zweiten Chancen: Würzburg 4 – Göttingen 13
Ballgewinne: Würzburg 4 – Göttingen 8

Stimmen zum Spiel:

Robin Benzing, s.Oliver Würzburg
„81 Punkte zu kassieren ist einfach zu viel. Wir wollten in der Verteidigung Brion Rush und Michael Stockton stoppen, die aber 21 und 20 Punkte gemacht haben. Dann brauchen wir uns auch nicht beschweren, wenn wir das Spiel verlieren. Göttingen hat am Ende schwierige Würfe gemacht und ich habe einige schlechte Entscheidungen getroffen. Insgesamt müssen wir als Mannschaft in der Verteidigung wieder besser spielen – so wie wir es in den ersten fünf Spielen getan haben.“

Dirk Bauermann, Headcoach s.Oliver Würzburg
„Glückwunsch an Johan Roijakkers und sein Team. Sie haben ihre guten Leistungen aus den letzten beiden Spielen heute in überzeugender Weise bestätigt. Vor allem haben sie den Ball gut bewegt und aggressiv und physisch gegen uns verteidigt. Es war auch eine tolle Stimmung in der Halle. Ich dachte beim 66:66 eigentlich, dass wir den Bock umstoßen und das Spiel gewinnen können, aber dann hat Göttingen schwere Würfe getroffen. Wir müssen jetzt drei Niederlagen in Folge ins Auge sehen, werden aber keine Entschuldigungen suchen. Wir werden damit umgehen und Lösungen finden. Nächsten Sonntag in Bonn haben wir die nächste Möglichkeit, es besser zu machen.“

Johan Roijakkers, Headcoach BG Göttingen
„Meine Mannschaft hat sich immer weiterentwickelt – das hat mit unserer guten Leistung gegen Ulm angefangen und sich in diesen drei Spielen, die wir gewonnen haben, fortgesetzt. Wir haben heute schwere Würfe getroffen, und das Publikum war sehr wichtig für uns und hat uns durch schlechte Phasen getragen. Ich muss Nicolai Simon und Joanic Grüttner-Bacoul ein Kompliment machen. Ohne Leon Williams, der vielleicht nicht die Statistiken wie Brion Rush hat, aber für uns dennoch sehr wichtig ist, war es nicht einfach für uns. Nico und Joanic haben das heute sehr gut aufgefangen.“

Quelle: s.Oliver Würzburg, 4. November 2017

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