Kämpfende Löwen müssen sich Meister Bamberg klar geschlagen geben

In ihrem einzigen Heimspiel im November hatten unsere Löwen am heutigen Samstag, 4. November, eine ganz schwere Aufgabe zu bewältigen: Sie trafen auf den deutschen Meister und Euroleague-Teilnehmer Brose Bamberg. Vor 3.025 Zuschauern in der Volkswagen Halle haben die Löwen zwar bis zum Ende gekämpft, aber dennoch klar mit 68:94 (29:44) gegen das Top-Team verloren. Nachdem unsere Löwen das erste Viertel noch ausgeglichen gestalten konnten, zogen die Bamberger danach offensiv an, trafen immer hochprozentiger aus der Distanz (55 Prozent Dreierquote) und eilten davon. Zwar hatten die Löwen Möglichkeiten, an den Gästen dranzubleiben, doch fielen ihre teils offenen Dreipunktewürfe im Vergleich zu den Gästen zu selten (23 Prozent). Bei unseren Löwen kamen bis auf Lars Lagerpusch alle Spieler zum Einsatz. Der Forward hatte während der Aufwärmphase über Fußschmerzen geklagt und konnte daher nicht eingreifen. Beste Löwen-Punktesammler waren die beiden Big Men Anthony Morse und Scott Eatherton mit je zwölf Zählern. Für die Bamberger war Dorell Wright mit 20 Punkten am erfolgreichsten.
Das erste Viertel war auf beiden Seiten von hoher defensiver Intensität geprägt und die machte sich in den Trefferquoten beider Teams bemerkbar. Bei unseren Löwen waren 38 Prozent der Würfe aus dem Feld durch die Reuse gefallen, bei den Gästen lediglich 31 Prozent. Allerdings bekamen die Bamberger mehr Foulpfiffe zu ihren Gunsten und standen insgesamt zehn Mal an der Freiwurflinie. Das war ein wesentlicher Grund, weshalb die Löwen nach umkämpften ersten zehn Minuten knapp mit 16:17 zurücklagen.

Unter dem Korb ging für das Menz-Team gegen die starke Bamberger Verteidigung bis hierhin wenig. Dafür spielten unsere Löwen im zweiten Viertel vermehrt offene Dreier heraus, allerdings wollten die partout nicht fallen. Die Gäste fanden dafür offensiv immer besser ihren Rhythmus und konnten sich schnell auf 16:23 aus Löwensicht absetzen. Angetrieben von Bazou Koné kam unser Team nach einem krachenden Putback-Dunk von Anthony Morse noch einmal auf 20:25 heran. Doch ab der 15. Spielminute zogen die Bamberger erneut davon.

Mit 29:44 ging es ins dritte Viertel – und der Bamberger Offensiv-Express rollte weiter, vor allem von der Dreierlinie. Aber die Löwen fanden jetzt im Angriff auch etwas besser ins Spiel und trafen in Korbnähe immer hochprozentiger. Nachdem sie im vorherigen Spielabschnitt nur 13 Punkte erzielt hatten, waren es in diesem Viertel 20 Zähler. Und neben dem ersten BBL-Dreier von Dennis Nawrocki ließ der gute Anthony Morse es erneut spektakulär per Dunking krachen. Auf Bamberger Seite war der NBA-erfahrene Dorell Wright allerdings nicht zu stoppen und erzielte Punkt um Punkt zum 49:73 nach 30 Minuten.

Die Löwen steckten bis zum Ende nicht auf und attackierten in den letzten zehn Minuten fast ausnahmslos den Korb. Näher heran an die starken Bamberger kamen sie aber nicht. Die spielten konstant weiter, holten noch etliche Fouls heraus und entschieden auch das letzte Viertel für sich.

Viertel im Überblick: 16:17, 13:27, 20:29, 19:21;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Es war das erwartet schwere Spiel, gegen eine der besten Mannschaften nicht nur Deutschlands, sondern in Europa. Es gibt Dinge, die wir nicht beeinflussen können, zum Beispiel wie ernst Bamberg dieses Spiel nimmt. Wir wussten vorher, dass es extrem schwer wird, wenn sie ernst machen. Und das haben sie heute gemacht. Trotzdem hatten wir unsere Chancen. Wir haben versucht schnell nach vorne zu spielen. Wir hatten im zweiten Viertel drei, vier offene Würfe von der Dreierlinie, aber leider nicht getroffen. Sonst wären wir vielleicht mit einem knapperen Ergebnis in die Halbzeit gegangen. Aber wir haben das Ziel in der Liga zu bleiben und da müssen wir andere Gegner schlagen. Es freut uns, dass heute über 3000 Zuschauer in der Halle waren. Denen haben wir gezeigt, dass wir fighten und alles geben, mehr war aber heute nicht drin. Im nächsten Heimspiel sind die Chancen deutlich größer zu gewinnen, vielleicht ja auch schon im nächsten Spiel auswärts in Ulm.“

Andrea Trinchieri (Brose Bamberg): „Wir haben einiges von Braunschweig erwartet. Sie spielen ein soliden, effektiven Basketball und aggressive Transition. Also waren wir konzentriert und haben die Minuten gut aufgeteilt. Wie haben kontrolliert gespielt, jeder Spieler hat seine Aufgabe erfüllt. Wir haben unseren Gameplan umgesetzt und ich konnte viel durchwechseln. Es ist sehr hart nach 48 Stunden schon wieder zu spielen, aber wir waren heute in der Lage genau das zu tun, was nötig war um das Spiel zu gewinnen.“

Basketball Löwen Braunschweig: Bradley 7, Nawrocki 3, Ebert, Lansdowne 4 (3 Assists), Janavicius 8 (3 Assists), Klepeisz 8, Alte, Schwartz 3, Morse 12 (8 Rebounds), Koné 11, Eatherton 12, Lagerpusch n.e.

Brose Bamberg: Hickman 16, Wright 20, Zisis 2, Nikolic 7, Staiger 9, Mitrovic 13 (6 Rebounds, 4 Assists), Lo 10 (4 Assists), Olinde 3, Rubit 8 (8 Rebounds), Müller, Heckmann, Radosevic 6.

Quelle: Basketball Löwen Braunschweig, 4. November 2017

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