BG SIEGT WEITER UND BEZWINGT FAVORITEN

Die BG Göttingen hat ihren dritten Sieg in Folge geholt. Am Samstagabend gewann die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers gegen s.Oliver Würzburg 81:74 (38:34). Die 3.254 Zuschauer in der Göttinger Sparkassen-Arena sahen eine spannende Partie, in der das Moment hin- und herwechselte. Auch wenn der easyCredit Basketball-Bundesligist aus Südniedersachsen sich immer wieder etwas absetzte, entschied sich die Begegnung erst in einer spannenden Schlussphase. Beim 66:66 Mitte des dritten Abschnitts waren beide Mannschaften auf Augenhöhe, doch die BG zeigte Nervenstärke und traf schwierige Würfe. Die höchste Führung des Spiels besorgte Brion Rush (mit 21 Punkten bester BG-Werfer) in der 39. Minute durch zwei Dreier (78:68). Davon erholten sich die fränkischen Gäste, die in Robin Benzing ihren besten Punktesammler (23) hatten, nicht mehr.

Die Veilchen, die auf Leon Williams (Sprunggelenksverletzung) verzichten mussten, und die Würzburger starteten auf Augenhöhe in die Partie. Vier Punkten von Dominic Lockhart setzten die fränkischen Gäste ein Drei-Punkte-Spiel (Korberfolg plus Freiwurf) von Benzing entgegen (4:3/3.). Nachdem Lockhart in den ersten fünf Minuten bei der BG dominierte, übernahm dann Michael Stockton, dessen Vater – NBA-Legende John Stockton – in der Arena zu Gast war. Der US-Guard erzielte acht Punkte in Folge zur Göttinger 14:9-Führung (8.). Die Hausherren hatten einen guten Rhythmus gefunden und gingen mit einem Sechs-Punkte-Vorsprung in die erste Viertelpause (20:14).

Zu Beginn des zweiten Abschnitts zeigte Benzing, dem Würzburgs Headcoach Dirk Bauermann im ersten Viertel eine längere Pause gab, seine Klasse. Der Nationalspieler war für den 0:8-Lauf seines Teams verantwortlich und brachte es im Alleingang 20:22 in Führung (12.). Das Momentum war nun auf Seiten der Franken, die ihren Vorsprung auf 22:27 ausbauten (16.). Roijakkers holte seine Mannschaft in einer Auszeit zusammen, die wirkte. Rush schloss den 5:0-Lauf der Veilchen per Dreier zum 27:27-Ausgleich ab (17.). Weil die Südniedersachsen jetzt wieder besser verteidigten, erarbeiteten sie sich erneut einen kleinen Vorsprung mit dem sie auch in die Halbzeitpause gingen (38:34).

Nach dem Seitenwechsel brachten Benzing und Cliff Hammonds Würzburg durch ihre Dreier auf 41:40 heran, und Maurice Stuckey traf zur erneuten fränkischen Führung (41:42/23.). Die Partie bleib nun eng, es gab mehrere Führungswechsel. Nach einem unsportlichen Foul von Ex-Veilchen Andrej Mangold an Nicolai Simon zogen die Gastgeber etwas davon (55:51), doch die Bauermann-Truppe blieb zunächst an der BG dran (57:56/29.). Nach einem Rush-Dreier hatte der US-Guard die Chance, den Göttinger Vorsprung von der Freiwurflinie auszubauen. Den ersten Freiwurf traf Rush, den zweite setzte er daneben. Doch Stephan Haukohl sicherte den Rebound, traf und wurde dabei gefoult. Den Bonus-Wurf versenkte der Forward zum 64:56-Viertelendstand.

Zu Beginn des Schlussabschnitts zeigten die Franken, dass sie sich noch lange nicht geschlagen gaben. Mehr als vier Minuten brauchten die Veilchen, um in diesem Viertel die ersten Punkte zu erzielen (66:61/35.). Aber auch danach machten es die Gäste den Göttingern schwer, sodass ihnen der 66:66-Ausgleich gelang (36.). Die Roijakkers-Truppe stemmte sich jedoch mit aller Kraft dem Favoriten entgegen und schaffte es, wieder in Führung zu gehen und diese auf 72:66 auszubauen (38.). Bauermann nahm in dieser Phase gleich zwei Auszeiten innerhalb kürzester Zeit. Diese Maßnahme wirkte nur kurz, denn Rush hatte Feuer gefangen und versenkte einen Dreier aus dem Schnellangriff und einen weiteren zur höchsten Führung der Partie (78:68/39.). Die Würzburger versuchten noch einmal alles, um sich doch noch den Sieg zu holen, aber die Göttinger retteten ihren Vorsprung trotz Freiwurfschwäche über die Zeit.

Stimmen zum Spiel:

Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „Meine Mannschaft hat sich immer weiterentwickelt – das hat schon mit unserer guten Leistung gegen Ulm angefangen und sich nun in diesen drei Spielen, die wir gewonnen haben, fortgesetzt. Wir haben heute schwere Würfe getroffen, aber das Publikum war sehr wichtig für uns und hat uns durch schlechte Phasen getragen. Ich muss Nicolai Simon und Joanic Grüttner ein Kompliment machen. Ohne Leon Williams, der vielleicht nicht die Statistiken wie Brion Rush hat, aber für uns dennoch sehr wichtig ist, war es nicht einfach für uns. Nico und Joanic haben das heute sehr gut aufgefangen.“

Dirk Bauermann (Headcoach s.Oliver Würzburg): „Ich finde, dass Göttingen die Leistung, die sie in den vergangenen zwei Spielen gezeigt haben, heute bestätigt hat. Sie haben den Ball sehr gut bewegt und sehr physisch verteidigt. Respekt vor dieser Leistung, tolle Stimmung in der Halle. Ich hatte bei unserem Ausgleich das Gefühl, dass wir das Spiel gewinnen und den Bock umstoßen können, aber Göttingen hat die Plays gemacht und schwere Würfe getroffen. Wir haben fünf Spiele in Folge gewonnen, jetzt drei verloren. Das sind normale Wellenbewegungen. Wir werden Lösungen finden und haben am nächsten Sonntag in Bonn die Chance, es besser zu machen.“

BG Göttingen – s.Oliver Würzburg 81:74 (38:34)

Die Viertel im Überblick: 20:14, 18:20, 26:22, 17:18

Zuschauer: 3.254

BG Göttingen: Lockhart (8 Punkte), Smotrycz (9/1 Dreier, 9 Rebounds), Kramer (n.e), Carter (11), Rush (21/4), Stockton (20/2, 8 Assists), Loveridge (5), Stechmann (n.e.), Larysz (n.e.), Simon (1), Haukohl (6/1), Grüttner.

s.Oliver Würzburg: Richardson, Gaddy (4, 5 Assists), Kratzer (n.e.), Stuckey (8/1, 6 Rebounds), Loncar (7), Anderson (8, 6 Rebounds), Olisevicius (3/1), Lipkevicius (4), Benzing (23/3, 6 Rebounds), Hammonds (16/3), Hoffmann, Mangold (1).

Quelle: BG Göttingen, 4. November 2017

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