„Es wird auf die mentale Stärke ankommen“

Auf sechs Spiele binnen drei Wochen gab es zuletzt durch ein spielfreies Wochenende ein kleine Verschnaufpause, ehe unsere Löwen am morgigen Donnerstag, 2. November, wieder in der easyCredit Basketball Bundesliga auf Korbjagd gehen. Dann treten sie auswärts zur wichtigen Begegnung beim Aufsteiger Oettinger Rockets an und wollen beim Tabellensechzehnten Sieg Nummer drei in dieser Saison holen. Tip-Off ist um 19.00 Uhr in der Messehalle Erfurt.

Unsere Löwen haben den ersten Monat der Saison 2017/18 absolviert und stehen nach sechs Partien mit 4:8 Punkten auf dem 12. Tabellenplatz. In ihrem letzten Spiel hatte die Mannschaft um unseren Headcoach Frank Menz den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer s.Oliver Würzburg besiegt. Die Würzburger zählen wie der Großteil der vorherigen Löwen-Gegner zu den Playoff-Kandidaten und bis auf das Spiel in München verkauften sich unsere Löwen in all diesen Partien ausgesprochen gut. Dabei wussten sie vor allem defensiv zu überzeugen und haben in fünf Partien – das München-Spiel ausgenommen – lediglich 73,4 gegnerische Punkte im Schnitt zugelassen.

Doch nun steht für unsere Löwen eine etwas andere Partie als die bisherigen im Spielplan. Und die ist extrem wichtig. Mit den Oettinger Rockets treffen sie dieses Mal nicht auf einen Playoff-Aspiranten, sondern auf einen Aufsteiger und den aktuellen 16. der Liga. „Es ist unser erstes Spiel gegen ein Team aus dem unteren Tabellenbereich und vielleicht unser wichtigstes Spiel in dieser Hinrunde. Denn die Rockets sind ein Gegner, den wir als direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt ausgemacht haben und wir wollen sie deshalb unbedingt besiegen“, sagt Frank Menz im Hinblick auf die anstehende Begegnung und fügt hinzu: „Es ist das erste Spiel in dieser Saison, in dem wir Druck haben. Und weil ich eine enge Partie erwarte, wird es auf die mentale Stärke ankommen.“

Für den Löwen-Gegner verläuft die Saison bisher unruhig. Vergangene Woche erreichte die „Raketen“ die Nachricht, dass Hauptsponsor Oettinger sein Engagement wohl aufgrund eines Familienstreits einstellen wird. Der aktuelle Vertrag mit der Oettinger Brauerei läuft zum Jahresende aus und soll wahrscheinlich nicht verlängert werden. Allerdings sei die laufende Saison der Raketen finanziell abgesichert. Zuvor hatten die Thüringer bereits in der Vorbereitung den Umstand mehrerer Ausfälle zu verkraften. Und die Verletztenmisere setzte sich zu Saisonbeginn fort: Nach dem dritten Spieltag fielen zusätzlich zu den bereits verletzten Spielern drei weitere aus. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Raketen acht Verletzte zu beklagen. Die Thüringer fuhren folglich arg dezimiert zu ihrem Auswärtsspiel nach Gießen, konnten dort aber am 8. Oktober einen starken 91:76-Auswärtssieg bei den 46ers feiern.

Es war der bislang einzige Sieg der Oettinger Rockets, die fünf Tage später knapp in Bonn unterlagen (73:79) und trotz darauf folgender deutlicher Niederlage bei ALBA BERLIN (61:95) laut Frank Menz eine sehr gute Leistung zeigten. In Berlin waren auch die zuvor verletzten Sava Lesic und Johannes Richter erstmals in dieser Saison bei den wurfstarken Raketen dabei. Die haben sieben Spieler in ihren Reihen, die über 40 Prozent ihrer Würfe von der Dreierlinie versenken. Im Schnitt treffen sie 40,4 Prozent vom Perimeter – ligaweit der zweitbeste Wert und laut Frank Menz die größte Stärke im Spiel der Erfurter. Topscorer des Teams von Cheftrainer Ivan Pavic ist der belgische Nationalspieler Retin Obasohan. Er kommt nach sechs Partien auf 14,7 Zähler im Schnitt. Nemanja Jaramaz (11,5 Pkt.) und Big Man Ekene Ibekwe (12,5 Pkt., 6,8 Rebounds) punkten ebenfalls zweistellig. Zu den weiteren Leistungsträgern gehören die deutschen Akteure Andreas Obst und Daniel Schmidt.

„Wir erwarten stark kämpfende und aggressiv verteidigende Rockets, die für ihren zweiten Saisonsieg alles geben werden“, sagt Löwen-Trainer Frank Menz, der in den vergangenen Tagen keine optimalen Vorbereitungsbedingungen auf das Spiel hatte. Mehrere Löwen-Profis konnten krankheitsbedingt nicht am Training teilnehmen – kaum war ein Spieler wieder fit, fiel prompt der nächste aus. Bazoumana Koné ist nach wie vor angeschlagen, weshalb hinter seinem Einsatz am morgigen Donnerstag ein Fragezeichen steht.

Quelle: Basketball Löwen Braunschweig, 1. November 2017

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