Hamburg Towers gastieren bei starkem Aufsteiger

Ein Härtetest erwartet die Hamburg Towers. Denn die PS Karlsruhe LIONS, bei denen die Wilhelmsburger am Mittwoch, 1. November, um 19.30 Uhr antreten, sind kein normaler Aufsteiger. Den ambitionierten Baden ist ohne Weiteres der Einzug in die Playoffs zuzutrauen.

Der Saisonstart lässt daran keine Zweifel aufkommen. Karlsruhe steht bei einer ausgeglichenen 3:3-Bilanz auf Platz acht. Die Niederlagen kamen allerdings gegen die Topklubs MLP Academics Heidelberg, RheinStars Köln und RASTA Vechta. BBL-Absteiger Phoenix Hagen fügte das Team von Trainer Michael Mai hingegen die bislang einzige Pleite zu, am vergangenen Wochenende ließen die Löwen eine 104:65-Lawine über das TEAM EHINGEN URSPRING fegen und knackten dabei bereits zum zweiten Mal in dieser Spielzeit die 100-Punkte-Marke.

Der Angriff des Neulings ist hoch potent, zeichnet sich durch die zweitmeisten Punkte im Schnitt (80,5) und die zweitbeste Dreierquote (38,7%) aus. Wenig verwunderlich, dass sich mit Craig Bradshaw der stärkste Distanzwerfer der ProA in den Reihen Karlsruhes befindet (53,3%). Der äußerst effektive US-amerikanische Shooting Guard (11,8 Punkte pro Spiel/5,2 Assists pro Spiel) ließ gegen Ehingen sieben Dreier im Netz zappeln und ist überdies ein grandioser Balldieb (2,8 Steals pro Spiel). Ihm zur Seite stehen im Backcourt mit Richie Williams (11,3 PpS) ein mit allen Wassern gewaschener, Bundesliga-erfahrener Scharfschütze sowie Jarelle Reischel (9,7 PpS/2,7 SpS) und Roland Nyama (7,2 PpS).

Unter den Körben kommt gegen die bulligen LIONS-Big-Men im wahrsten Sinn Schwerstarbeit auf die Towers-Center zu. Maurice Pluskota (12,8 PpS/7,5 Rebounds pro Spiel), Orlando Parker (11,8 PpS) und Cyrus Tate (10 PpS in nur gut 16 Minuten pro Partie) treten zudem auch defensiv als gute Ringbeschützer in Erscheinung.

Für die Gäste gilt es, auf den Ball Acht zu geben. Karlsruhe belegt mit 12,7 Steals pro Begegnung mit deutlichem Abstand den ersten Platz in dieser Kategorie. Größter Schwachpunkt der Raubkatzen: Sie verlieren das Spielgerät selbst ziemlich häufig (18,2 Turnover pro Spiel).

Ob Justin Raffington beim erst zweiten Saison-Heimspiel der Süddeutschen für die viertplatzierten Hamburger auflaufen wird, entscheidet sich kurzfristig. Den 26-Jährigen setzte zuletzt eine Entzündung im Fuß außer Gefecht.

„Karlsruhe hat ein unglaubliches athletisches Potenzial. Zahlreiche ihrer Spieler sind jederzeit in der Lage, heißzulaufen und eine Partie im Alleingang zu entscheiden. Das wird eine große Herausforderung für uns“, warnt Towers-Headcoach Hamed Attarbashi vor dem ProB-Vizemeister.

Quelle: Hamburg Towers, 30. Oktober 2017

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