72:60: Die Bayern besiegen Frankfurt und sind Tabellenführer

Die Basketballer des FC Bayern Basketball haben keine 48 Stunden nach dem EuroCup-Erfolg in Jerusalem am „Halloween-Spieltag“ gegen Frankfurt 72:60 (29:32) gewonnen und übernehmen mit diesem Sieg vorerst die Tabellenführung in der BBL. Vor 5.831 Zuschauern im Audi Dome gerieten die Bayern nach einem ordentlichen Beginn im zweiten Viertel ins Hintertreffen, überzeugten dann aber im dritten Viertel (27:14) und hielten die starken Frankfurter mit ihrer Defensive im Schlussviertel erfolgreich auf Distanz. Jared Cunningham war mit 23 Punkten erfolgreichster Werfer der Bayern.

Die Bayern haben in der kommenden Woche zwei Auswärtsspiele in Podgorica und in Berlin vor der Brust. Das nächste Heimspiel bestreiten die Münchner am Mittwoch, 8. November (20.30 Uhr), im EuroCup gegen Reggio Emilia.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 19:17, 10:15, 27:14, 16:14.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Jared Cunningham (23 Punkte/6 Rebounds), Milan Macvan (10/7 Reb), Nihad Djedovic (10), Dein Booker (9), Stefan Jovic (8/6 Assists), Braydon Hobbs (5), Danilo Barthel (3), Vladimir Lucic (2), Anton Gavel (2), Maik Zirbes und Alex King (dnp).

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic, Cheftrainer des FCBB: „Coach Herbert ist für mich ein Trainer, den ich schon seit langer Zeit schätze. Es ist bemerkenswert, wie er seine Mannschaft spielen lässt, und man merkt das Vertrauen seiner Spieler in ihn. Es ist schön zu sehen, mit welchem Selbstvertrauen und Reife ein junger Spieler wie Bonga auftritt. Im ersten Viertel haben wir in unseren Angriffen keine guten Abschlüsse gefunden, aber wir haben uns dann zusammengerauft. Wir müssen lernen, das Spiel besser zu lesen und unsere leichtfertigen Ballverluste abzustellen. Es war aber auf jeden Fall ein wichtiger Sieg.“

Gordon Herbert, Cheftrainer Frankfurt: „Ich hoffe, dass Lucic okay ist. Eine Verletzung will man nie auf dem Feld sehen. Wenn man gegen ein Team wie München spielt, sollte man annehmen, dass man eigentlich chancenlos ist, aber wir hatten heute unsere Chance. Wir hatten das Tempo im Spiel, das wir haben wollten. Über das ganze Spiel gesehen konnten wir jedoch nicht mir der Intensität der Münchner mithalten. Ich wünsche den Münchnern alles Gute, vor allem im EuroCup.“

1. Viertel

FCBB-Coach Sasa Djordjevic baute zu Beginn der Partie auf Stefan Jovic, Jared Cunningham, Vladimir Lucic, , Milan Macvan und Devin Booker. Der in die Startformation gerückte Jared Cunningham erzielte die ersten Punkte, die Münchner begannen gewohnt fokussiert und behaupteten die Führung. Ein früher Dämpfer war allerdings eine Verletzung von Vladimir Lucic, der nach seinem Korbwurf zum 8:4 (3. Spielminute) umknickte und mit Teamarzt Jochen Hahne in die Kabine humpelte. Stefan Jovic begeisterte die Fans mit einem erfolgreichen Dreier, nachdem er von Milan Macvan mit dem Extra-Pass bedacht worden war (13:6/6.). Gordon Herbert, der Coach der Skyliners, nahm nach sieben Minuten eine Auszeit, die Bayern hatten sich mittels ihres gefürchteten schnellen Spiels 17:9 abgesetzt. Die Unterbrechung kappte tatsächlich den Spielfluss der Bayern, die Frankfurter kamen bis zum Ende des ersten Viertels auf 19:17 heran.

2. Viertel

Die Bayern hatten allergrößte Mühe, zurück ins Spiel zu finden. Die Gäste dagegen nutzten die Schwächephase der Münchner, denen eine gefühlte Ewigkeit kein Korb mehr gelang, und übernahmen die Führung (19:21/13.). Bei den Bayern war gehörig Sand im Getriebe: Viertelübergreifend blieben sie über sieben Minuten ohne Korberfolg und hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits acht Ballverluste geleistet. Stefan Jovic erlöste die bangenden und sich allmählich gruselnden Fans, indem er von zwei Freiwürfen wenigstens einen ins Ziel steuerte (20:22/15.). Der FCBB lief nun ständig einem Rückstand hinterher, immerhin wahrten sie den Anschluss (26:28/17.). Die Frankfurter taten den Münchnern den unfreiwilligen Gefallen, etliche Freiwürfe nicht zu treffen, sonst wäre der Rückstand der Bayern zur Halbzeit deutlicher ausgefallen – 29:32.

3. Viertel

Das FCBB-Team kam wie verwandelt aus der Kabine und stellte innerhalb von 30 Sekunden die neuerliche Führung her (33:32/21.) – Auszeit Frankfurt. Die Bayern ließen sich dieses Mal von der Unterbrechung nicht aus dem Konzept bringen und begeisterten mit einem 9:0-Lauf (38:32/22.). Stefan Jovic und Jared Cunningham trugen das Team nun mit sehenswerten Treffern und feinen Assists. Drei Minuten nach seiner ersten Auszeit nahm der Coach der Skyliners gleich die nächste, um die Dominanz der Münchner zu brechen (42:34/24.). Und auch beim zweiten Versuch sollte es nicht gelingen: Ein Dreier von Braydon Hobbs brachte die erste zweistellige Führung der Bayern (45:34/24.). Die Bayern waren im Vergleich zum zweiten Spielabschnitt wie ausgewechselt – besonders Jared Cunningham hatte ein sehr sicheres Händchen, von jenseits der Drei-Punkte-Linie erzielte er seine Punkte 17, 18 und 19 (50:38/26.). Die Bayern hielten Frankfurter auf Distanz, obwohl in den letzten drei Minuten des dritten Viertels nicht mehr alles gelingen wollte – 56:46.

4. Viertel

Der Abstand blieb angesichts einer beidseitigen eher wilden Spielweise mit vielen Ballverlusten unverändert, schön anzuschauen wars nicht unbedingt, aber die Fans hatten ihren Spaß und feierten eben das Maskottchen Bernie, das während einer Auszeit einen Wurf von knapp hinter der Mittellinie versenkte (58:50/34.). Die Qualität des Spiels näherte sich dem Spieltagsmotto deutlich an: Das Dargebotene war ein bisschen zum Fürchten – nach annähernd fünf Minuten im letzten Spielabschnitt stand es nur in diesem Viertel 4:4. Die Münchner verhinderten immerhin mit einer zupackenden und konsequenten Verteidigung, dass die Frankfurter herankamen. Nihad Djedovic und Kevin Booker gelang das, was in diesem letzten Viertel Seltenheitswert hatte, sie trafen den Korb (64:52/37.). Die Bayern gewannen vielleicht keinen Schönheitspreis, aber sie kämpften mit großer Entschlossenheit für diesen Sieg und ließen auch in der Crunchtime nichts mehr anbrennen. Nihad Djedovic und Jared Cunningham steuerten wichtige Korbleger bei, die gegen die gallige Defensive der Skyliners nicht einfach zu verwandeln waren.

Die nächsten Termine:

• MI. 1.11., 19 Uhr: Buducnost Podgorica – FCBB (EuroCup)
• SO., 5.11., 15 Uhr: Berlin – FCBB (easyCredit BBL)
• MI., 8.11., 20.30 Uhr: FCBB – Reggio Emilia (EuroCup)
• SO., 12.11., 17.30 Uhr: FCBB – Tübingen (easyCredit BBL)
• MI., 15.11, 20.30 Uhr: FCBB – Galatasaray Istanbul (EuroCup)
• SO., 19.11., 17.30 Uhr: FCBB – Bamberg (easyCredit BBL)

Quelle: FC Bayern Basketball, 28. Oktober 2017

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