85:83: Bayern besiegen Bremerhaven in letzter Sekunde

Die Basketballer des FC Bayern München haben am sechsten Bundesliga-Spieltag den fünften Saisonsieg eingefahren. Bei den Eisbären Bremerhaven setzte sich der FCBB denkbar knapp 85:83 (40:39) durch. Vor 7.100 Zuschauern in Bremen konnten die Münchner nicht überzeugen (17 Turnover) und taten sich gegen den leidenschaftlich kämpfenden Gastgeber über 40 Minuten schwer. Erst in der Schlusssekunde sorgte Devin Booker für die Entscheidung und vermied die drohende Verlängerung. Die Bayern, bei denen der erkältete Vladimir Lucic aussetzte, erlaubten Bremerhaven insgesamt 13 Dreier und 32 Punkte allein im Schlussviertel. Bester Werfer der Gäste war Reggie Redding mit 16 Punkten.

Am Mittwoch, 25. Oktober, gastieren die Bayern im EuroCup bei Hapoel Jerusalem (18.30 Uhr). Am Samstag, 28. Oktober, folgt dann im Audi Dome das Heimspiel gegen Frankfurt. Tip-Off zum Halloween-Spieltag ist am Samstag um 20.30 Uhr.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 19:13, 21:26, 17:12, 28:32.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Reggie Redding (16 Punkte/6 Rebounds/5 Assists), Braydon Hobbs (14), Maik Zirbes (12), Devin Booker (11/6), Milan Macvan (10), Anton Gavel (9), Jared Cunningham (7), Nihad Djedovic (4), Stefan Jovic (2), Danilo Barthel, Alex King, Karim Jallow (dnp).

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic, Cheftrainer des FCBB: „Gratulation an Coach Machowski dafür, wie sie das Spiel vorbereitet und dann auch gespielt haben. Nach solchen Spielen ist es schwer, einen klugen Kommentar abzugeben. Beide hatten den Sieg verdient, wobei wir am Ende Freiwürfe vergeben haben, um das Spiel früher zu entscheiden. Aber wir müssen diesen Sieg hoch wertschätzen wie ein 1:0 im Fußball, solche Spiele musst du gewinnen. Wir hatten offenbar nicht genug Energie; Lucic hat uns krank gefehlt, auch Djedovic und Gavel hatten letzte Woche Probleme. Nichtsdestotrotz sind 17 Turnover in so einem Spiel ein No-Go für uns. Bremerhaven hat heute großartig geworfen. Aber nochmal, das ist ein wichtiger Sieg für uns. Der Weg ist allerdings noch weit, das Beste aus diesem Team herauszuholen.“

Reggie Redding: „Ich denke, wir hatten etwas Glück am Ende. Es ist auswärts immer schwer für uns, weil alle gegen uns natürlich sehr motiviert sind. Wir versuchen uns immer weiter zu verbessern, wir trainieren hart dafür, dass wir uns von Spiel zu Spiel steigern. Heute war aber nur wichtig, dass wir gewinnen konnten.“

1. Viertel

Die Bayern starteten beim „Event Game“ in Bremen mit Anton Gavel, Reggie Redding, Jared Cunningham, Milan Macvan und Devin Booker. Erstmals in dieser Saison verlief der Start für die Münchner etwas holprig: Vor allem offensiv wollte beim FCBB in der Anfangsphase nicht viel gelingen, das 6:7 nach fünf Minuten war die Konsequenz. Eine Zeigerumdrehung später brachte Milan Macvan die Bayern dann aber erstmals in Führung (8:7/6. Spielminute), was den Gästen scheinbar mehr Sicherheit verlieh. Die Bayern übernahmen nun die Spielkontrolle, was Nihad Djedovic und Maik Zirbes in der Offensive zu nutzen wussten. In der Verteidigung zwang man die Eisbären dagegen zu schwierigen Abschlüssen aus der Distanz (15:10/9. / 19:13/10.).

2. Viertel

Es dauerte erneut zwei Minuten, ehe Braydon Hobbs die ersten Zähler für München erzielte (22:21/12.). Abgesehen davon hatten die Gäste weiterhin Probleme, das Spieltempo nach ihrem Gusto zu gestalten. Das Münchner Spiel war geprägt durch Einzelaktionen, eine davon war allerdings sehenswert: Jared Cunningham klaute den Ball an der Mittellinie, und belohnte sich mit einem krachenden Dunking – Auszeit Bremerhaven (26:21/14.). Weil die Bayern aber weiterhin fahrig agierten (7 Turnover) und Bremerhaven aus der Distanz traf (7/15), ging der Gastgeber zwei Minuten vor der Halbzeit erneut in Führung (38:39/19.). Das 40:39 zur Pause war dementsprechend leistungsgerecht.

3. Viertel

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Geschehen nur wenig. Die Aktionen der Bayern blieben meist Stückwerk, was Bremerhaven erlaubte, den Anschluss zu wahren (50:46/25.). Immerhin nahm der FCBB den Kampf in der zerfahrenen Partie an und versuchte mit mehr Energie die an diesem Tag fehlende Spielfreude zu kompensieren. So erzwangen die Bayern nun einige Bremerhavener Ballverluste in Serie und zogen prompt erstmals etwas weg (54:46/28.). Trotz einer weiterhin mäßigen Vorstellung (1/11Dreier) ging der FCBB mit einer knappen Sechs-Punkte-Führung in den Schlussabschnitt.

4. Viertel

Das Spiel lief weiterhin überhaupt nicht im Sinne der Bayern. Sieben Minuten vor Schluss lagen die Gäste nach einem 2:9-Lauf wieder zurück (59:60) und hatten mit ihrer unkonzentrierten Vorstellung dafür gesorgt, dass der Außenseiter aus Bremerhaven begann, an die Überraschung zu glauben. Genau in diese Phase traf Braydon Hobbs einen wichtigen Dreier, den zweiten der Gäste überhaupt, was Bremerhaven zur nächsten Auszeit veranlasste (64:60/35.). Es war nun Hobbs, der für die Münchner übernahm und acht Punkte in Serie auflegte. Trotz eines nun dominanten Hobbs ließen sich die Eisbären nicht abschütteln, zweieinhalb Minuten vor Schluss lagen die Bayern nur drei Punkte in Front. Zwei wichtige Offensiv-Rebounds von Devin Booker und ein Dreier von Anton Gavel sorgten dann aber für ein wenig Entspannung im Münchner Lager (76:70/39.). Es folgte ein weiteres norddeutsches Aufbäumen, das Reggie Redding mit energischem Zug zum Korb und Anton Gavel von der Freiwurflinie konterten. Es folgte eine turbulente Schlussminute, in der Bremerhaven 1,0 Sekunden vor Ende tatsächlich den Ausgleich schaffte (83:83), die Bayern aber nach Auszeit und Einwurf in Person von Devin Booker noch die passende Antwort parat hatten.

Die nächsten Termine:

Mittwoch, 25. Oktober, 18.30 Uhr: Hapoel Jerusalem – FCBB
Samstag, 28. Oktober, 20.30 Uhr: FCBB – Frankfurt

Quelle: FC Bayern Basketball, 22. Oktober 2017

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