s.Oliver Würzburg bleibt ungeschlagen und erobert durch einen souveränen 84:69-Heimerfolg gegen die WALTER Tigers Tübingen Platz eins der Tabelle

Der neue Tabellenführer der easyCredit Basketball Bundesliga heißt s.Oliver Würzburg. Das Team von Headcoach Dirk Bauermann blieb als einziges Team der Liga auch am 5. Spieltag ungeschlagen und holte vor 3.012 Zuschauern in der s.Oliver Arena einen souveränen 84:69-Heimsieg gegen die WALTER Tigers Tübingen. Top-Scorer war Robin Benzing mit 19 Punkten.
„Dass wir Bamberg und Bayern München besiegt haben und jetzt ganz oben stehen, ist nicht normal, sondern etwas Besonderes. Darüber darf man sich freuen“, betonte Bauermann nach dem Spiel: „Trotzdem müssen wir jetzt mit beiden Füßen am Boden bleiben, konsequent weiterarbeiten und noch in vielen Bereichen besser werden. Niemand darf abheben und einen Sieg am nächsten Wochenende in Braunschweig für selbstverständlich halten.“
Trotz des erneuten Ausfalls von Kapitän Kresimir Loncar startete Bauermann mit drei deutschen Spielern gegen die Tübinger: Leon Kratzer stand zusammen mit Maurice Stuckey, Robin Benzing, Clifford Hammonds und Abdul Gaddy zum ersten Mal schon beim Sprungball auf dem Parkett – der 20-jährige Center bedankte sich mit 9 Punkten und 6 Rebounds. Und er leitete in der zweiten Spielminute mit einem Korbleger zur 4:2-Führung einen 9:0-Lauf ein, der die Gastgeber bereits vorentscheidend mit 11:2 in Führung brachte.
„Im Angriff haben wir heute unser bestes Spiel bisher gemacht“, sagte Headcoach Dirk Bauermann: „Wir hatten in keiner Phase ein Tief und haben den Ball immer gut laufen lassen. 22 Assists und nur sechs Ballverluste sind ein Zeichen von Qualität.“ Gleichzeitig machten seine Spieler den Tübingern in der ersten Halbzeit durch intensive Verteidigung das Leben schwer. Mit 21:13 lag s.Oliver Würzburg bereits kurz vor Ende des ersten Viertels vorne, zweistellig wurde es zum ersten Mal in der 15. Minute, als Leon Kratzer den Spielstand mit fünf Zählern in Folge auf 35:22 stellte.
Dreitausend Zuschauer feiern den Sieg und die Tabellenführung
Auf Seiten der Gäste hielten vor allem Ryan Brooks, Reggie Upshaw und Jared Jordan dagegen – sie konnten den deutlichen Pausenstand von 45:30 für die Unterfranken aber auch nicht verhindern. Nach der Pause lief es besser für die Tigers, die nie aufgaben und die zweite Halbzeit absolut ausgeglichen gestalten konnten. Auf jeden kleinen Lauf der Gäste hatten die Hausherren aber immer eine schnelle Antwort parat. Kurz vor Ende des dritten Abschnitts verkürzte Kris Richard per Dreier auf 65:55, aber Osvaldas Olisevicius traf noch vor Viertelende zum 67:55 und legte im ersten Angriff des vierten Viertels einen Dreier zum 70:55 nach.
Und auch als sich die Tigers knapp vier Minuten vor der Schlusssirene erneut auf 78:68 herangekämpft hatten, kam eine passende Reaktion der Gastgeber: Hinten ließen sie nur noch einen Freiwurf-Punkt durch Richard zu, vorne erhöhten zweimal Abdul Gaddy und einmal Maurice Stuckey zum 84:68 – damit stand der Sieger fest, und die dreitausend Fans in der Turnhölle konnten den saisonübergreifend neunten Sieg in Serie und die Tabellenführung feiern.
Weiter geht es für s.Oliver Würzburg am Samstag bei den Basketball Löwen Braunschweig, eine Woche später kommt dann mit den EWE Baskets Oldenburg eine der Spitzenmannschaften der Liga in die s.Oliver Arena.

s.Oliver Würzburg – WALTER Tigers Tübingen 84:69 (21:16, 24:14, 22:25, 17:14)

Für s.Oliver Würzburg spielten:
Robin Benzing 19 Punkte/2 Dreier, DJ Richardson 10/2, Maurice Stuckey 10/1 (6 Assists), Osvaldas Olisevicius 9/1, Leon Kratzer 9 (6 Rebounds), Abdul Gaddy 9/1 (5 Assists), Vytenis Lipkevicius 8, Ryan Anderson 5 (7 Rebounds), Cliff Hammonds 5/1 (5 Assists), Dejan Kovacevic.

Top-Performer Tübingen:
Upshaw 16/2, Brooks 16/1, Jordan 13 (5 Assists/3 Steals), Theis 9/2.
Key Stats:
Assists: Würzburg 22 – Tübingen 13
Freiwürfe: Würzburg 16 von 20 (80 Prozent) – Tübingen 9 von 18 (50 Prozent)
Punkte aus zweiten Chancen: Würzburg 10 – Tübingen 3
Rebounds: Würzburg 34 (8 offensiv) – Tübingen 27 (5 offensiv)
Stimmen zum Spiel:

Dirk Bauermann, Headcoach s.Oliver Würzburg
„Respekt an Tyron McCoy und seine Mannschaft, es war wirklich schwer heute. Wir mussten immer aufpassen, sie nicht zurück ins Spiel kommen zu lassen. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten: Sehr intensiv ins Spiel zu gehen, die Dreier gut zu verteidigen und in der Rückwärtsbewegung gut zu arbeiten. Offensiv haben wir heute wahrscheinlich unser bisher bestes Spiel gemacht. Es gab keine Tiefs und der Ball ist gut gelaufen. 22 Assists und nur sechs Ballverluste sind ein Zeichen von Qualität. Die Tatsache, dass wir Bamberg und München geschlagen haben und nach fünf Spieltagen ganz oben stehen, ist nicht normal, sondern etwas ganz Besonderes. Was die Mannschaft seit dem Europapokal-Rückspiel in der Türkei geleistet hat, ist außerordentlich. Trotzdem gilt es, weiter mit beiden Füßen auf dem Boden zu bleiben. Je erfolgreicher man ist, desto schwieriger wird es. Deshalb müssen wir konsequent weiterarbeiten und noch in vielen Bereichen besser werden. Niemand darf abheben und einen Sieg am nächsten Wochenende in Braunschweig für selbstverständlich halten.“

Tyron McCoy, Headcoach WALTER Tigers Tübingen
„Glückwunsch an Würzburg zu einem verdienten Sieg. Sie sind im Moment eins der besten Teams der Liga. Wir hatten von Anfang an Probleme, unseren Rhythmus zu finden und waren auch früh in Foulproblemen. Würzburg hat gut verteidigt und uns zu schlechten Entscheidungen und schwierigen Würfen gezwungen. Mein Team hat nie aufgegeben, wir konnten uns ein paar Mal zurückkämpfen, sind aber nie näher als zehn Punkte herangekommen.“

Quelle: s.Oliver Würzburg, 15. Oktober 2017

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