Wölfe setzen sich im Overtime-Krimi in Tübingen mit 100:99 durch

Der Mitteldeutsche Basketball Club feierte am Freitagabend bei den WALTER Tigers Tübingen den ersten Auswärtssieg der Saison. In der Verlängerung setzten sich die Wölfe mit 100:99 durch. Djordje Drenovac glänzte mit 27 Zählern, Lamont Jones lieferte 19 Punkte und Kruize Pinkins überzeugte mit einem Double-Double.

Einen echten Krimi mit Nervenkitzel bis in die letzte Sekunde erlebten die 15 mitgereisten MBC-Fans und die Zuschauer daheim am Freitagabend, als ihre Wölfe auswärts bei den WALTER Tigers in Tübingen aufliefen. Von Beginn an begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Reggie Upshaw eröffnete für drei, Kruize Pinkins verbuchte die ersten MBC-Punkte per Korbleger. Als Upshaw den nächsten Distanztreffer durch die Reuse jagte, gab er nur einen kleinen Vorgeschmack auf das, was in den kommenden 40 Minuten folgen sollte. Denn insgesamt 16 Treffer von jenseits des Perimeters sollten im gesamten Spielverlauf auf Seiten der Hausherren den Weg in den Korb finden, ein wahres Distanzfeuerwerk. Aber die Wölfe hielten stets dagegen und gaben den Mut nie auf. Djordje Drenovac und Malte Schwarz brachten ihr Team zum Ende des ersten Abschnitts per Dreier wieder gleichauf, mit 24:26 war alles drin. Ein weiterer Distanzerfolg des MBC-Kapitäns bescherte die Führung, ein erneuter Schlagabtausch entstand. Ein bärenstarker Djordje Drenovac schloss zur Halbzeitpause zum 44:46 auf.

Zurück auf dem Parkett legten die Gastgeber wieder los und waren aus der Distanz immer noch nicht zu stoppen. Traumwandlerisch wurden die wildesten Dreier verwandelt. Kurz vor Ende des Viertels setzten sich die Tübinger sogar mit elf Zählern ab, aber vor allem Lamont Jones hielt sein Team mit wichtigen Punkten im Spiel. Mit 64:70 ging es in den vermeintlichen Schlussabschnitt. Dort war es zunächst Kruize Pinkins, der die Wölfe nach vorn trieb. Erneut sahen sich die Mitteldeutschen einem Zehn-Punkte-Rückstand gegenüber. Aber dieser wurde mit einem 7:0-Lauf wieder wettgemacht, neue Hoffnung keimte auf. Ein Dreier von Djordje Pantelic brachte sein Team wieder auf Augenhöhe, Marcus Hatten schob die Wölfe per And One 16,9 Sekunden vor Ende zum 87:85 nach vorn. Ryan Brooks gelang der Ausgleich, nach 40 Minuten leuchtete 87:87 auf der Anzeigetafel der Paul Horn-Arena.

Also ging es in die Verlängerung, auch hier konnte sich kein Team absetzen. Die Führungen wechselten, die Spannung stieg ins Unermessliche. Bei noch 29 Sekunden und 98:97 für den MBC wurde zur Beurteilung des Einwurfs sogar das Instant Replay hinzugezogen und für den MBC entschieden. Malte Schwarz verlor jedoch den Ball, Jared Jordan passte zu Ryan Brooks, der es per Dunk krachen ließ. Was man an dieser Stelle nur im TV sehen konnte: Jordan stand bei seinem Pass im Aus. Aber nach einer Auszeit der Wölfe brachten die das Spiel auch so nach Hause, per Korbleger von Djordje Pantelic. Bei noch 14 Sekunden zog Tübingen die Auszeit, die letzten Aktionen gelangen den Hausherren jedoch nicht und so entführte der MBC die wichtigen Punkte nach Sachsen-Anhalt.

„Wir haben heute ein tolles Basketballspiel gesehen, welches beide Mannschaften verdient gehabt hätten zu gewinnen. Tübingen hat ein starkes Spiel gemacht, vor allem die Guards waren immer gefährlich. Sie haben 16 Dreier getroffen, das ist sehr schwer zu verteidigen. Im vierten Viertel lagen wir bereits mit zehn Zählern im Hintertreffen, doch mein Team hat an sich geglaubt und gekämpft. Dafür zolle ich allen Spielern großen Respekt. In der Verlängerung hatten beide Mannschaften die Chance, das Spiel zu gewinnen. Es war eine Partie auf Messers Schneide. Am Ende hatten wir auch das Glück auf unserer Seite, das muss man so sagen. Keine Frage, dieser Sieg ist für uns von enormer Bedeutung“, resümiert Igor Jovovic nach dem Spiel.

Am Sonntag geht es bereits weiter mit einem Heimspiel gegen die FRAPORT SKYLINERS. Sprungball im Wolfsbau ist 17:30 Uhr.

MBC: Hatten (11 Pkt., 8 Ass.), Jones (19), Schwarz (6), Liyanage (2), Pantelic (13), Denovac (27), Pinkins (16 Pkt., 11 Reb.), Gloger (2), Sibert (4).

WALTER Tigers Tübingen: Richard (19), Brooks (21), Zinn (6), Theis (14), Jordan (7), Mönninghoff (3), Easley (10), Upshaw (19), Heyden.

Quelle: Mitteldeutscher BC, 13. Oktober 2017

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