ProB: Aufholjagd zum Saisonauftakt nicht belohnt

Dresden Titans unterliegen zu Hause den Iserlohn Kangaroos mit 73:77 (9:31, 20:18, 18:8, 26:20) | 1503 Zuschauer sehen im ersten Heimspiel der 2. Basketball-Bundesliga ProB ein packendes Match

Dresden, 24.09.2017 – Es war der Startschuss in die Saison 2017/2018 der 2. Basketball-Bundesliga ProB und gleichzeitig Heimauftakt für die Dresden Titans vor 1503 Zuschauern in der gut gefüllten Margon Arena. Die Mannschaft von Head Coach Nenad Josipovic hatte sich für das erste Heimspiel gegen Iserlohn viel vorgenommen, wollte natürlich mit einem Sieg am Wahlsonntag die Fans für das zahlreiche Erscheinen belohnen. Doch zum Start agierte das Team aus „Elbflorenz“ zunächst viel zu nervös. Nach einem ein Halbzeitdefizit von 20 Punkten konnten die Fans zwar eine atemberaubende Aufholjagd und eine Titans-Mannschaft sehen , die absolut in der Lage ist, jeden Gegner zu schlagen, doch die Hypothek war am Ende zu hoch. So stand letztlich nach einer unterhaltsamen Partie ein 73:77 (29:49) aus Dresdner Sicht.

Nach dem Sprungball und den ersten Punkten durch den frisch ernannten Kapitän Janek Schmidkunz (13 Pkt, 6 Ast, 6 Reb, 4 3er), war es vor allem Iserlohns Sören Fritze (26 Pkt, 4 Ast, 5 3er), der die Partie förmlich an sich riss und allein bis zur Halbzeit 18 Punkte erzielte. So ging es zunächst nur in eine Richtung, den Korb der Heimmannschaft. Die Gäste trafen alle ihrer 6 Versuche aus der Distanz, zwangen die „Elberiesen“ zu Ballverlusten und agierten druckvoll in der Offensive. Zum Ende des ersten Abschnitts stand folgerichtig ein 9:31 aus Sicht der Gastgeber. Aus diesem Loch konnten sich Dresdens Basketballer auch in der Folge nicht befreien. Die Gastgeber hielten nun zwar etwas besser dagegen, doch letztlich war es lediglich Steven Bennets (5 Pkt, 4 Ast) getroffener Wurf kurz vor dem Pausenpfiff, der den Rückstand auf 20 Punkte verkürzte.

In der Kabine appellierte Coach Josipovic dann an den Kampfgeist seiner Spieler und seine lautstarke Halbzeitansprache trug offensichtlich Früchte. Die „Elberiesen“ standen den Kangaroos nun förmlich auf den Füßen, verteidigten viel intensiver. Auch offensiv wurde der Ball gegen teils fast überfordert wirkende Iserlohner viel besser bewegt. Am Ende der Dresdner Passstafetten vollendete besonders Titans-Forward Marc Nagora (21 Pkt, 5 Reb) hochprozentig und brachte sein Team mit einem „Buzzer-Beater“ zur letzten Viertelpause auf 10 Punkte in Schlagdistanz.

Der Schlussabschnitt war an Spannung fast nicht zu überbieten. Punkt um Punkt ließen die Titans den Vorsprung der Iserlohner schmelzen. Nach einem Dreier durch Helge Baues (13 Pkt, 4 Reb, 3 St) stand es nur noch 69:72. Wenig später zog „Titan“ Travis Thompson (11 Pkt) ein Offensivfoul, den folgenden Ballbesitz verwerte Nagora nach Vorlage von Sebastian Heck (6 Pkt, 9 Reb, 4 Ast). Beim Stand von 73:74 verlor Iserlohns Fritze auch noch den Ball, das Momentum lag nun vollends auf Dresdner Seite. Doch Thompson vergab den möglichen Führungstreffer. Im Anschluss verwerteten die Iserlohner konstant ihre Freiwürfe und retteten den knappen Vorsprung über die Zeit.

„Meine Ansprache zur Halbzeit war kurz und laut. Ich habe die Mannschaft vor die Wahl gestellt, mir zu folgen und noch an den Sieg zu glauben. Und sie haben an sich geglaubt und unsere aggressive Defense, bei der wir dem Gegner keinerlei Raum lassen wollen, fortan viel besser umgesetzt“, gab der Kroate nach Spielende zu Protokoll. Dresdens bester Mann an dem Tag, Marc Nagora, nahm die positiven Aspekte des Spiels mit und und blickte bereits voller Tatendrang auf den nächsten Spieltag: „Wir haben jetzt eine lange Woche bis Sonntag vor uns und dann die nächste Chance, es mit dem Spiel in München besser zu machen.“

Beste Werfer:

Dresden: Nagora (21 Punkte), Schmidkunz (13), Baues (13)
Iserlohn: Fritze (26), Scott (21), Khartchenkov (11)

Quelle: Dresden Titans, 25. September 2017

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