EWE Baskets vor finaler Chance in Bamberg

Die EWE Baskets Oldenburg wollen am Sonntag (17.15 Uhr) ihre letzte Chance ergreifen, um weiter im Rennen um die deutsche Meisterschaft zu bleiben. Nur ein Sieg in Bamberg würde ein viertes Spiel am kommenden Mittwoch erzwingen. Sport1 überträgt die Partie am Sonntag ab 17.15 Uhr.

Ausgangsposition: Auch eine deutliche Leistungssteigerung und die großartige Unterstützung der 6.000 Fans in der Großen EWE Arena reichten im zweiten Spiel nicht für den Erfolg über Bamberg. Die Mannschaft von Headcoach Andrea Trinchieri zeigt im Finale beeindruckende Leistungen und gibt den Oldenburgern bisher nicht die Gelegenheit die Vormacht der Franken zu brechen.

Gleichwohl werden die EWE Baskets auch am Sonntag wieder alles in die Waagschale legen, um zunächst einmal nicht mit einem Sweep aus der Final-Serie zu gehen. Dafür müssen vor allem die Fehler in der Defensive reduziert werden. Bamberg bestrafte diese in den beiden Partien konsequent. Besonders die offenen Dreier verwandeln die Franken sicher, treffen in den Finals bisher 56 Prozent aller Versuche aus der Distanz.

In der Offensive hingegen agierten die Oldenburger bereits deutlich verbessert, brachten besonders Brian Qvale und Rickey Paulding in die Partie. Zudem unterliefen den EWE Baskets am Mittwoch nur vier Ballverluste bei 17 Assists. Steigerungspotenzial liegt wohl vor allem im Distanzwurf. Im Finale erreicht Oldenburg nur eine Quote von 23 Prozent.

Der Gegner: Zwei Statements setzten die Bamberger zum Auftakt in die Final-Serie. Wenn der erste Erfolg gegen durch die Halbfinal-Serie ausgelaugte Oldenburger noch zu erwarten war, wirkte der Sieg in der Großen EWE Arena hingegen beeindruckend. Auch deutlich verbesserte EWE Baskets hatten vor eigenem Publikum im Endeffekt erneut keine Chance auf den Sieg.

So werden die Bamberger am Sonntag wie schon im vergangenen Jahr den Sweep im Finale anstreben und die neunte Meisterschaft der Club-Geschichte feiern wollen. Zum MVP könnte dann Fabien Causeur werden, der in den ersten beiden Partien überragte. Ob Distanzwurf, Zug zum Korb oder der entscheidende Pass auf seine Mitspieler, Causeur traf nahezu immer die richtige Entscheidung. 15,5 Punkte, sieben Rebounds und drei Assists sammelte der Bamberger Guard so in den ersten beiden Spielen.

Historie: Noch nie ist es einer Mannschaft gelungen, einen 0:2-Rückstand in einer Final-Serie noch komplett zu drehen. Die EWE Baskets müssten also für die Meisterschaft erneut BBL-Geschichte schreiben. Dass ein 0:2 in einer Serie aber nicht automatisch das Ende der Saison bedeuten muss, haben die Oldenburger schon mehrfach bewiesen. 2003 (gegen Braunschweig), 2008 und 2011 (jeweils gegen ALBA Berlin) und 2014 (gegen Bayern München), gewann Oldenburg jeweils das dritte Spiel in fremder Halle.

Stimme zum Spiel:
Headcoach Mladen Drijencic: „In der zweiten Partie haben wir uns bereits deutlich verbessert gezeigt. Besonders in der Offensive sind wir anders aufgetreten. Bamberg hat unsere Fehler in der Defensive hingegen eiskalt bestraft. Wir müssen die guten Aspekte unseres Spiels konstant halten und uns in den anderen Bereichen steigern. Dazu müssen wir am Sonntag eine gute Tagesform haben und darauf hoffen, dass Bamberg nicht weiterhin so überragend trifft.“

Quelle: EWE Baskets Oldenburg, 9. Juni 2017

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