Zwischen Euphorie und Müdigkeit: EWE Baskets starten Sonntag in Final-Serie

Bereits am Sonntag (15 Uhr) starten die EWE Baskets Oldenburg in ihre dritte Final-Serie der Club-Geschichte. Dabei müssen die Oldenburger in der Best-of-Five-Serie zunächst beim amtierenden Meister Brose Bamberg antreten. Unterstützt von über 200 mitreisenden Fans soll dabei gleich zum Auftakt der Heimvorteil gestohlen werden.

Ausgangsposition: Am Tag nach dem großartigen Sieg im fünften Spiel beim Hauptrundenersten ratiopharm ulm erschien der Erfolg den Oldenburgern immer noch nahezu unglaublich. Die EWE Baskets hatten sich vom vermeintlichen Nackenschlag der Heimniederlage im vierten Spiel erholt gezeigt. Nahezu alles machten die Gäste am Donnerstag besser als noch zwei Tage zuvor, pressten die letzten Kraftreserven aus sich heraus und sicherten sich den entscheidenden Vorteil.

Die Kraftreserven werden nun am Sonntag sicher ebenfalls zum großen Thema werden. Nach einer höchst intensiven und anstrengenden Halbfinal-Serie folgt nun das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen. Regeneration wird daher für die Oldenburger im Vordergrund stehen, die mit nur einer Trainingseinheit als Vorbereitung in Bamberg antreten werden.

Daher wird die Unterstützung der Fans noch einmal wertvoller und diese stehen in sensationeller Weise zu ihrem Team. Über 200 Fans werden sich auf den Weg nach Bamberg machen und als gelbe Wand hinter den EWE Baskets stehen. Ein großer Dank gilt den Hauptsponsoren EWE und Öffentliche Oldenburg, die zwei kostenlose Fan-Busse zur Verfügung gestellt hatten.

Generell kennen die Euphorie und der Stolz in Oldenburg aktuell kaum noch Grenzen. Das erste Final-Heimspiel war am Donnerstagabend binnen weniger als 20 Minuten ausverkauft. Die EWE Baskets hätten deutlich über 20.000 Tickets absetzen können. Euphorie und Hoffnung, die auch die müde Beine der Oldenburger am Sonntag über die Schmerzgrenze tragen soll.

Der Gegner: Ein ausgeruhter Favorit wird die EWE Baskets Oldenburg am Sonntag erwarten. Brose Bamberg, der amtierende Meister und Pokalsieger, qualifizierte sich mit einem 3:0 über Bayern München letztlich souverän für das Endspiel und konnte sich bereits seit dem vergangenen Wochenende auf das Finale vorbereiten.

Dort haben es sich die Bamberger in den letzten Jahren bequem gemacht. Sechs Meisterschaften feierten die Franken in den letzten sieben Jahren, sind das bestimmende Team des vergangenen Jahrzehnts. Bei einem Blick auf den Kader verblüfft diese Stellung nicht. Neun Ausländer stehen Headcoach Andrea Trinchieri zur Verfügung, insgesamt kann der Italiener aus 15 nahezu gleichwertigen Spielern wählen. In den Playoffs kristallisiert sich dabei Fabian Causeur als Führungsfigur heraus, ist mit 14 Punkten im Schnitt bisher der Bamberger Topscorer.

Zahlen zum Spiel: Ein Blick in die Statistiken der Playoffs darf den EWE Baskets durchaus Hoffnungen für das Finale machen. Mit 85,3 Punkten sind die Oldenburger bisher gefährlicher als Bamberg (81,3), treffen hervorragend aus Nah- und Mitteldistanz (56,1 Prozent) und liefern starke 18,1 Assists. Von der Dreierlinie treffen beide Mannschaften herausragend, Bamberg ist mit 42,1 Prozent Trefferquote das beste Team der Playoffs, Oldenburg folgt mit 40,4 Prozent direkt dahinter.

Playoff-Geschichte: Die Wege von Oldenburg und Bamberg kreuzen sich in den Playoffs bereits zum sechsten Mal. Während die ersten beiden Viertelfinal-Serien an Bamberg gingen (2004,2005), gewannen die EWE Baskets 2008 trotz Bamberger Heimvorteils das Viertelfinale. Im Halbfinale 2009 mussten die Franken dann gar einen Sweep hinnehmen. Im bisher einzigen Finale (2013) siegte Bamberg 3:0, sammelte in allen drei Partien kombiniert aber nur einen Vorsprung von sieben Zählern. Die letzte entscheidende Partie beider Mannschaften markiert das Finale des TOP FOUR 2015. Damals siegten die EWE Baskets vor heimischer Kulisse.

Stimme zum Spiel:
Headcoach Mladen Drijencic: „Wir kommen aus einer intensiven und kräfteraubenden Serie, müssen uns jetzt in kürzester Zeit regenerieren und die Reset-Taste drücken. Dabei müssen wir uns nicht nur körperlich erholen, sondern auch den emotionalen Tank wieder auffüllen, nachdem wir einen herausragenden Erfolg gefeiert haben. Bamberg ist extrem tief besetzt und wird die Serie direkt mit Intensität und einem schnellen Rhythmus bestimmen wollen. Bamberg hat den Vorteil der längeren Pause und Vorbereitung, trotzdem werden wir alles auf dem Parkett lassen.“

Quelle: EWE Baskets Oldenburg, 2. Juni 2017

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