Fehlstart ins Halbfinale: FCBB verliert klar in Bamberg

Die Basketballer des FC Bayern München sind mit einer 59:82 (23:45)-Niederlage bei Titelverteidiger Bamberg ins Playoff-Halbfinale gestartet. Vor 6.150 Zuschauern stockte von der ersten Minute die Offensive der Gäste, sie und lagen bereits zur Pause klar zurück. Zu zögerliche Bayern erwischten im Angriff einen schwarzen Tag (44 % Zweier, 2/16 Dreier), leisteten sich zu viele Ballverluste (17:9) und verloren das erste Spiel der Best-of-five-Serie auch in dieser Deutlichkeit verdient. Bester Werfer im Münchner Team war Devin Booker mit 15 Punkten.

Am Donnerstag, 25. Mai (Vatertag), ist von den Bayern nun im Audi Dome eine Reaktion gefordert: Um 17.30 Uhr steigt Spiel zwei der Halbfinalserie.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 10:23, 13:22, 14:19, 22:18.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Devin Booker (15 Punkte/5 Rebounds), Maxi Kleber (8/11 Rebounds), Danilo Barthel (8), Bryce Taylor (8), Nihad Djedovic (7), Vladimir Lucic (6/8 Reb.), Reggie Redding (5), Maik Zirbes (2), Anton Gavel, Alex King, Dru Joyce, Nick Johnson.

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic, Cheftrainer des FCBB: „Gratulation an Bamberg und Coach Trinchieri. Manchmal musst du mehr als physische Präsenz liefern, zum Beispiel Stolz. Wir hatten in der ersten Hälfte die Hosen nicht an; ich kann mich hier nur öffentlich entschuldigen beim Publikum und unseren Fans, und dafür übernehme ich die volle Verantwortung. Denn ich habe die Mannschaft nicht gut genug vorbereitet. Man kann nicht ernsthaft so spielen wie wir in der ersten Halbzeit, auf diesem Level und im Trikot, das wir tragen. Bamberg hat die Schule des Playmakings gezeigt, den Ball gut bewegt und die Geometrie des Feldes beherrscht. Wir hatten nicht mal die Füße auf dem Parkett und null Ideen. Ich erwarte jetzt eine Reaktion von meiner Mannschaft.“

Devin Booker: „Wir haben einfach zu viele Ballverluste gehabt, ganz einfach. Sie waren bereit, wir nicht. Wir müssen uns das genau anschauen, denn so kann man nicht in ein Spiel starten. Es waren viele einfache Dinge, die wir falsch gemacht haben. Wir brauchen zuhause nun unsere Fans, dann werden wir zurückkommen können.“

1. Viertel

Mit Anton Gavel, Nihad Djedovic, Vladimir Lucic, Maxi Kleber und Maik Zirbes startete der FCBB ins erste Halbfinale in Bamberg. Der Auftakt verlief nicht nach Wunsch der Bayern, die mit vier Ballverlusten in die Partie starteten (0:5/4. Spielminute). Als Bambergs Nicolo Melli per Dreier traf, sah sich Coach Djordjevic zur ersten Auszeit gezwungen, denn sein Team war zuvor weiter ohne Punkt geblieben (0:8/5.). Fast genau fünf Minuten waren gespielt, als Devin Booker von der Freiwurflinie den ersten bayerischen Halbfinalpunkt erzielte (1:12/5.) – bereits zu diesem Zeitpunkt musste der FCBB aufpassen, nicht schon entscheidend den Anschluss zu verlieren. Doch an der katastrophalen Startphase der Gäste änderte sich nichts: Unnötige Ballverluste, Reboundvorteile für Bamberg (9:10), schwache Wurfquoten (0/6 Dreier, 18% aus dem Feld) und kaum Struktur im Angriffsspiel hatten ein 10:23 zur Folge.

2. Viertel

Das Bayern-Spiel hatte sich inzwischen stabilisiert, was allerdings nichts daran änderte, dass der große Rückstand nicht verkürzt werden konnte (13:26/12.). Der FCBB versuchte nun fast in jedem Angriff, den Bamberger Korb zu attackieren, doch trotz einiger Chancen, ließen die Gäste im Abschluss viele Möglichkeiten leichtfertig liegen (15:29/25.). Sinnbild für das erfolglose Bemühen des FCBB waren weitere zwei Ballverluste (9 und 10) Mitte des zweiten Viertels – bis dahin hatten in Devin Booker, Maxi Kleber und Vladimir Lucic lediglich drei Bayern-Spieler gepunktet. So wuchs der Bamberger Vorsprung weiter an (15:36/17.). Der Korb blieb für die Münchner weiterhin wie vernagelt, weil die Gäste so gut wie nie in ihr gewohntes Transitionspiel fanden. Fünf erfolgreiche Würfe bei 22 Versuchen aus dem Feld verdeutlichen die offensiv katastrophale Bayern-Vorstellung (11:4 Turnover) in der ersten Hälfte (23:45/20.).

3. Viertel

Nach dem Seitenwechsel stand vor allem die Bayern-Defense besser, Devin Booker legte offensiv die ersten fünf Zähler auf, der FCBB wollte irgendwie versuchen, den Fuß nochmals in die Tür dieses Spiels zu bringen (28:45/23.). Doch nur wenige Minuten später war diese Hoffnung im Keim erstickt, nachdem Bamberg mit einem 7:0-Lauf geantwortet hatte (28:52/25.). Münchens Quoten pendelten sich nun wieder auf dem Niveau der ersten Hälfte ein, Bamberg hatte folglich wenig Mühe, den Vorsprung weiter über 20 Punkten zu halten (64:37/30.).

4. Viertel

Spiel eins war längst gelaufen, für die Gäste ging es darum, mit Blick auf Partie zwei ein besseres Gefühl zu bekommen. Offensiv waren die Gäste nun etwas variabler, dennoch blieb vieles im Münchner Spiel Stückwerk. Nihad Djedovic streute drei Minuten vor dem Ende den zweiten Bayern-Dreier ein (bei 16 Versuchen), Bambergs Lucca Staiger antwortete aus der Distanz mit Brett – es war sinnbildlich für einen Tag, an dem den Münchnern nichts gelingen wollte.

Das Playoff-Halbfinale 2017 (Best-of-five):

– Spiel 2, Donnerstag 25.5., 17.30 Uhr: FCBB – Bamberg (Audi Dome)

– Spiel 3, Sonntag, 28.5., 17 Uhr: Bamberg – FCBB

– Spiel 4*, Dienstag, 30.5., 20.30 Uhr: FCBB – Bamberg (Audi Dome)

– Spiel 5*, Donnerstag, 1.6., 19 Uhr: Bamberg – FCBB

*fall nötig

Quelle: FC Bayern Basketball, 21. Mai 2017

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