Bayern kassieren in Berlin das 1:1

Die Basketballer des FC Bayern München haben das zweite Playoff-Viertelfinale gegen Alba Berlin 76:83 (50:41) verloren. Vor 11.666 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof unterlag der FCBB nach einer schwachen zweiten Hälfte verdient und muss somit den 1:1-Serienausgleich hinnehmen. Nachdem die Bayern zur Pause noch mit neun Punkten geführt hatten, verloren sie nach dem Seitenwechsel vor allem offensiv völlig ihre Linie (13 Ballverluste, insgesamt 18) und erlaubten Berlin, das Spiel so zu drehen.

Bereits am Samstagabend, 13. Mai (20.30 Uhr), kommt es im Audi Dome zu Spiel 3. Dann wollen sich die Bayern mit ihren Fans im Rücken den Matchball für das Halbfinale holen.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 25:23, 25:18, 8:21, 18:21.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Devin Booker (13), Maxi Kleber (12/5 Rebounds), Nihad Djedovic (12), Maik Zirbes (10/6), Reggie Redding (10/4 Assists), Nick Johnson (6), Anton Gavel (6/5 Ass.), Bryce Taylor (4/6 Reb.), Vladimir Lucic (3), Alex King, Dru Joyce, Karim Jallow (dnp).

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic, Cheftrainer des FCBB: „Gratulation an Berlin und Coach Päch, der Sieg war verdient. Sie haben im dritten Viertel so gespielt, wie wir es eigentlich die ganze Saison zeigen. Die erste Halbzeit war gut von uns, wir haben auf die physische Art der Berliner geantwortet. Im dritten Viertel haben wir dann einfach keinen Korb gemacht; wir hatten 13 Ballverluste und haben sieben Freiwürfe vergeben in der zweiten Hälfte, was soll ich dazu sagen? Wir müssen in uns gehen und nachdenken, was passiert ist. Und wir müssen jetzt zurückschlagen.“

Anton Gavel: „Wir haben eine ordentliche erste Hälfte gespielt. Im dritten Viertel hatten wir es nicht mehr unter Kontrolle, auch ich als Point Guard habe das nicht gut gemacht. So haben wir Alba ins Spiel zurückgelassen und konnten dann trotz unseres Kampfgeistes nicht mehr zurückfinden. Aber es ist nichts passiert, außer dass es 1:1 steht. Die gesamte Saison kämpft man für den Heimvorteil. Jetzt gilt es für uns am Samstag zuhause zurückzuschlagen.“

1. Viertel

Das zweite Spiel in den diesjährigen Playoffs begann der FCBB mit der gleichen Starting Five wie fünf Tage zuvor im heimischen Audi Dome: Anton Gavel, Bryce Taylor, Vladimir Lucic, Maxi Kleber und Devin Booker stellten sich der erwarteten Anfangs-Offensive der Hauptstädter. Der erste Berliner Sturm hatte dann nach gerade einmal 80 Sekunden ein schnelles 2:7 aus Bayern-Sicht zur Folge (2. Spielminute). München reagierte allerdings ruhig und konzentriert und hatte zur Viertelmitte die Führung erobert (14:9/5.). Wie in Spiel eins war auch in Berlin die Anfangsphase umkämpft, kein Team konnte sich in den ersten zehn Minuten absetzen (20:17/9.). Anders als im ersten Duell war bis zur ersten Pause die Münchner Trefferquote: Die Gäste trafen fast ausschließlich in Korbnähe (9/11), die Dreier wollten dagegen ihr Ziel lange nicht finden – erst Nihad Djedovic löste 60 Sekunden vor der Sirene den Knoten von außen (1/5). Mit einer knappen Führung ging es in die erste Pause (25:23).

2. Viertel

Die Defense stabilisieren und vor allem Berlin den Offensiv-Rebound (5 im ersten Viertel) nehmen, so das Vorhaben der Gäste im zweiten Abschnitt. Doch wie schon zu Spielbeginn war es wieder Alba, das den besseren Start erwischte, nach nur einer Minute reagierte Sasa Djordjevic mit dem Time-Out (25:27/12.). Die Bayern hatten immer wieder Probleme gegen die aggressive Zonenverteidigung Berlins und mussten sich ihre Würfe hart erbeiten: Erneut Djedovic aus der Distanz und Maxi Kleber per Dunk aus dem Fastbreak holten die Führung dennoch schnell wieder zurück (30:29/13.). Fünf Minuten vor der Halbzeitsirene ließ es Maik Zirbes dann in der Berliner Arena scheppern, als er einen Fastbreak mit Autorität zur Sechs-Punkte-Führung in den Korb stopfte (37:31/16.). Trotz dieser Highlights und einer variablen Gäste-Offensive blieb die Partie weiter ausgeglichen, wie auch so gut wie jede Statistik auf dem Spielberichtsbogen zur Pause (50:41/20.).

3. Viertel

Erneut verlief der Start holprig für die Gäste. Gleich vier Angriffe in Serie blieben die Bayern ohne Punkte, Alba nutzte die kurze Verwirrung im Bayern-Spiel und waren nach einem 8:0-Lauf wieder im Spiel (50:49/23.). Der FCB hatte nun komplett die Linie verloren: Nach fünf Minuten im dritten Viertel hatten die Bayern fünf Ballverluste und noch keinen Punkt auf dem Konto (50:51/35.). Gegen alle Widerstände kämpfte der FCB nun mit aller Macht, um wieder in den Rhythmus zu kommen. Doch in dem nun hitzigen und teils zerfahrenen Spiel fanden die Münchner vor allem offensiv nicht mehr ins Spiel. Ganze sechs Freiwürfe fanden ihren Weg in den Korb, aus dem Spiel blieb der FCB bis zum allerletzten Angirff punktlos (58:62/30.).

4. Viertel

Knapp zwei Minuten waren im Schlussabschnitt gespielt, als FCB-Coach Djordjevic das Time-Out nahm. Vorausgegangen waren ein Block gegen Bryce Taylor sowie ein Dreier von Berlins Peyton Siva (60:66/32.). Die Partie war nun längst an Playoff-Dramatik nicht zu überbieten. Beide Teams beackerten jeden Zentimeter des Courts. Reggie Redding aus der Ecke und Maxi Kleber mit einem Putback-Dunk verkürzten den zwischenzeitlichen Acht-Punkte-Rückstand wieder auf drei Zähler (65:68/34.). Doch genau in dieser engen Phase leisteten sich die Gäste ungewohnte Schwächen von der Freiwurflinie (66:72/36.). Der FCB schaffte es auch in der Crunchtime nicht mehr, den stotternden Motor wieder in Gang zu bekommen, Alba erspielte sich – beflügelt von der Heimkulisse – einen vorentscheidenden Vorsprung (67:79/38.). Zum vierten Mal in Serie kassieren die Münchner damit im Playoff-Viertelfinale auswärts den Ausgleich zum 1:1 – in den vergangenen drei Jahren setzte sich München dennoch in vier oder fünf Partien durch.

Das Playoff-Viertelfinale 2017 (Best-of-five):

• Spiel 3: Samstag, 13. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome): FCBB – Alba Berlin

• Spiel 4: Dienstag, 16. Mai, 20.30 Uhr: Alba Berlin – FCBB

• Spiel 5 (falls nötig): Donnerstag, 18. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome): FCBB – Alba Berlin

• *= Änderung möglich

Quelle: FC Bayern Basketball, 11. Mai 2017

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