95:68: Bayern holen im Viertelfinale gegen Berlin ersten Sieg

Die Basketballer des FC Bayern München haben das erste Spiel der Best-of-five-Serie im Playoff-Viertelfinale gegen Alba Berlin hochverdient 95:68 (53:25) gewonnen. 6.309 Zuschauer im Audi Dome erlebten konzentriert aufspielende Bayern, die sich bereits im zweiten Viertel (31:8) vorentscheidend absetzten und mit einer geschlossenen Teamleistung überzeugten. Bei den Bayern punkteten fünf Spieler zweistellig. Reggie Redding war mit 17 Punkten der erfolgreichste Werfer der Münchner. Danilo Barthel musste aufgrund einer im Training erlittenen Bänderverletzung passen.

Nach der zweiten Partie der Serie am Donnerstag in Berlin (20.30 Uhr/“Telekom Basketball“) steht das dritte Spiel am kommenden Samstag, 13. Mai, um 20.30 Uhr im Audi Dome auf dem Programm.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 22:17, 31:8, 20:20, 22:23.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Reggie Redding (17 Punkte/4 Dreier), Nihad Djedovic (14/3), Maik Zirbes (13), Vladimir Lucic (12/2), Bryce Taylor (12/2), Anton Gavel (7), Devin Booker (6), Nick Johnson (5/4 Steals), Alex King (5), Maxi Kleber (2), Karim Jallow (2) und Dru Joyce (7 Assists).

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic, Cheftrainer des FCBB: „Wir sind in der ersten Hälfte mit viel Intensität und Willen aufgetreten. Wir hatten die richtige Einstellung und Ernsthaftigkeit, um Alba Paroli zu bieten. Dieses Spiel war allerdings nur ein erster guter Schritt. Jetzt heißt es Ruhe bewahren, denn es steht erst 1:0 in dieser Serie. Insgesamt war es ein interessanter Playoff-Auftakt in der Bundesliga. Wir müssen uns jetzt auf unsere Regeneration konzentrieren und das Beste aus den nächsten Trainingstagen mitnehmen, damit wir für Spiel zwei gerüstet sind.“

Thomas Päch, Cheftrainer Berlin: „Wir hatten uns viel für dieses Spiel vorgenommen, haben eine gute Trainingswoche hinter uns. Ich glaube, wir haben im ersten Viertel noch einen guten Job gemacht, dies auch aufs Parkett zu bringen. Bayern hat aber nun mal eine unglaubliche Qualität. Sie haben die schwierigen Würfe getroffen, die sie gerade am Anfang in der Partie gehalten haben. Im zweiten Viertel hat München es geschafft, den Druck zu erhöhen, und wir haben uns offensiv festgerannt. Wir sind dann wieder gut in die zweite Hälfte gestartet, aber zu dem Zeitpunkt war es dann schon zu spät. Wir müssen jetzt auf unserer Leistung aus dem ersten Viertel aufbauen und alles dafür tun, um Donnerstag bereit zu sein.“

1. Viertel

Anton Gavel, Bryce Taylor, Vladimir Lucic, Maxi Kleber und Devin Booker bildeten die Startformation von FCBB-Coach Sasa Djordjevic zum Play-off-Auftakt. Die Bayern liefen zunächst einem Rückstand hinterher, und der ganz in Weiß gekleidete Audi Dome musste über zwei Minuten auf den ersten Münchner Treffer warten – Anton Gavel verkürzte mit einem Dreier zum 3:5 (3. Spielminute). Die Berliner waren sehr aggressiv und nutzten ihre Chancen, doch nach etwas über fünf Minuten glich Nick Johnson mit einem Sprungwurf zum 9:9 aus. Die erste Führung für die Roten erzielte zwei Minuten später Vladimir Lucic per Drei-Punkte-Wurf (13:12/8.). Der FCBB steigerte die Intensität in der Defensive und setzte die Albatrosse bereits in deren Spielfeldhälfte extrem unter Druck. Nick Johnson stibitzte den Ball und bediente geschickt Reggie Redding, dem ein Drei-Punkt-Spiel gelang (20:15/9.). Ein 7:0-Lauf verschaffte den Münchnern Luft – 22:17 nach den ersten zehn Playoff-Minuten 2017.

2. Viertel

FCBB-Coach Sasa Djordjevic nahm bereits nach zwei Minuten des zweiten Spielabschnitts die erste Auszeit, weil er spürte, dass seine Mannschaft etwas den Faden verloren und noch keine Punkte erzielt hatte (22:19/13.). Die kurze Besprechung fruchtete umgehend und führte zu einem Korbleger von Vladimir Lucic und einem Dreier von Reggie Redding (27:19/13.). Reggie Redding hatte ein gutes Händchen und traf auch die nächsten beiden Würfe von jenseits der 6,75-Linie zur ersten zweistelligen Führung für die Roten (33:21/14.). Die topmotivierten Münchner kamen nun immer besser in Fahrt, und zwar nicht nur offensiv, sondern auch defensiv: Die Berliner hatten ihre liebe Not, überhaupt zum Korb durchzukommen und wurden mehrfach geblockt. Ein fulminanter 14:0-Lauf mit abschließendem Dunking von FCBB-Kapitän Bryce Taylor brachte die 41:21-Führung, 20 Punkte Vorsprung bereits im zweiten Viertel waren eine deutliche Ansage, die Fans waren zum Teil sichtlich baff ob der Dominanz ihrer Bayern. Das Erstaunen setzte sich fort, denn die Bayern gaben weiter Vollgas und spielten die Gäste aus der Hauptstadt förmlich an die Wand – Berlin erzielte im zweiten Viertel lediglich acht Punkte und sah sich in der Halbzeit mit einem 53:25-Rückstand konfrontiert.

3. Viertel

Die Berliner kamen natürlich auf Wiedergutmachung sinnend aus der Kabine, doch die Bayern waren gewappnet, hielten die Gelben nicht nur in Schach sondern bauten nach einem ersten Abtasten ihren Vorsprung erneut aus, Devin Booker zur 30-Punkte-Führung (57:27/22.). Die Albatrosse zeigten Charakter, gaben nicht auf und bliesen immer wieder zur Aufholjagd, aber die Münchner hatten ausnahmslos immer eine Antwort parat, zum Beispiel in Form von Drei-Punkte-Würfen von Reggie Redding (62:32/25.) und Nihad Djedovic (65:34/26.). Die Fans wussten diese überzeugende Entschlossenheit und Kompromisslosigkeit überaus zu schätzen und erhoben sich von ihren Sitzen – wie beflügelt stürmte Maxi Kleber zum Korb der Berliner und hämmerte den Ball zum 67:40 hinein (28.). Nach drei Vierteln lagen die Oberbayern mit 73:45 vorne.

4. Viertel

FCBB-Kapitän Bryce Taylor eröffnete den letzten Spielabschnitt mit einem Dreier, und weils so schön war, ließ ihm Nihad Djedovic einen weiteren folgen und bestätigte die schon im letzten Spiel gegen Gießen ausgezeichnete Trefferquote aus der Distanz (79:46/32.). Der Coach der Bayern verteilte die Spielzeit weiterhin großzügig und gleichmäßig auf viele Schultern, zur Mitte des Viertels bekam auch Bayerns Eigengewächs Karim Jallow wieder wertvolle Spielzeit. Wenige Sekunden später wurde er gefoult, bekam zwei Freiwürfe zugesprochen und gab sich von der Linie keine Blöße (89:55/37.). Zwei Minuten vor dem Ende erhoben sich die feiernden Fans und zollten den Spielern in Rot ihren uneingeschränkten Respekt. Das i-Tüpfelchen war 17 Sekunden vor dem Ende ein Hammer-Dunk für die Galerie von Nick Johnson.

Das Playoff-Viertelfinale 2017 (Best-of-five):

• Spiel 2: Donnerstag, 11. Mai, 20.30 Uhr (in Berlin)

• Spiel 3: Samstag, 13. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome)

• Spiel 4 (falls nötig): Dienstag, 16. Mai

• Spiel 5 (falls nötig): Donnerstag, 18. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome)

• *= Änderung möglich

Quelle: FC Bayern Basketball, 6. Mai 2017

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