Playoff-Start am Samstag: Der Klassiker gegen Berlin

Das vergleichsweise noch junge Duell gilt längst als Klassiker der BBL und steht im Fokus der Öffentlichkeit wie kein anderes: Bayern gegen Alba, München gegen Berlin. Ab kommenden Samstag (6. Mai) treffen die „alten Rivalen“ im Playoff-Viertelfinale aufeinander, Beginn im Audi Dome ist um 20.30 Uhr.

Es ist bereits das 32. Duell (Bilanz: 16 Siege, 14 Niederlagen, 1 Remis im EuroCup) beider Teams. Spiel zwei der Best-of-five-Serie findet am Donnerstag (11. Mai, 20.30 Uhr/„Telekom Basketball“ und FCB.tv live) in Berlin statt, das dritte nur zwei Tage später (Samstag, 13. Mai, 20.30 Uhr) erneut in München.

„Ich liebe Spiele, bei denen eine gewisse Rivalität zum Tragen kommt. Das ist immer eine großartige Sache für Spieler, Fans und den gesamten Klub“, sagt FCBB-Trainer Sasa Djordjevic, der einst als Partizan-Idol in Belgrad brisante Duelle mit Roter Stern erlebte. Der 49-Jährige setzt dabei auf die Zuschauer: „Wir spielen für und mit unseren Fans. Wir fühlen die Unterstützung, die großartige Atmosphäre und sind stolz auf diesen Support.“

Nach ihrer bislang besten Hauptrunde seit dem BBL-Aufstieg mit nur vier Niederlagen und Rang drei ist für die Münchner also der einstige Serienmeister als Sechster der regulären Saison ein echter Prüfstein. Djordjevic & Co. nehmen nach drei Saisonsiegen über Berlin (zweimal Liga plus Pokal-Halbfinale) die Favoritenrolle an, sind sich jedoch der schweren Aufgabe bewusst. „Wir dürfen uns nicht auf der Favoritenrolle ausruhen, sondern müssen rausgehen und zeigen, dass wir die Rolle auch ausfüllen können“, sagt der Trainer.

Nationalspieler Maxi Kleber findet: „Wenn wir Berlin unterschätzen, kann es schief gehen. Uns hat diese Saison unglaublich viel Spaß gemacht, aber die Playoffs sind halt der Moment, in dem man sich beweisen muss.“

Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic empfiehlt derweil mit der Erfahrung dutzendfacher Playoff-Teilnahmen als aktiver Spieler die volle Konzentration speziell auf Spiel eins: „Berlin ist ein großer Verein, ein ganz gefährlicher Gegner. Alle denken, dass wir der große Favorit sind. Uns muss jedoch klar sein, dass jetzt alles bei null anfängt und wir unser Spiel in allen Belangen noch einmal auf die nächste Ebene bringen müssen. Das erste Spiel nimmt dabei eine unglaublich wichtige Rolle ein. Denn die Partien zwei und drei werden innerhalb von nur 48 Stunden erfolgen, da kann eine Serie sofort in jede Richtung kippen.“

Berlin mag eine Saison mit Rückschlägen, Verletzungen und zuletzt einem Trainerwechsel auf den bisherigen Assistenten Thomas Päch, 36, hinter sich haben. „Trotzdem ist Alba ein sehr schwieriger Erstrunden-Gegner“, urteilt Kapitän Bryce Taylor. Gerade in eigener Halle mit im Schnitt fast 10.000 Zuschauern, ergänzt Pesic, trete Berlin selbstbewusst auf. Der neue Chefcoach Päch sei zudem nicht nur ein guter Bekannter, sondern auch „ein absoluter Fachmann – ich bin sicher, dass er das Team nach vorne bringt. Der Trainerwechsel macht es nur gefährlicher für uns“.

Trumpfkarte der Bayern soll in den Playoffs ihre Tiefe und Ausgeglichenheit sein, die wohl ihresgleichen sucht: Gleich acht Spieler sind nach der Hauptrunde mit einem Punkteschnitt zwischen 9,9 (Devin Booker als Topscorer) und 9,1 Zählern (Vladimir Lucic und Danilo Barthel) pro Partie notiert – niemand scort demnach zweistellig, und die maximale Spielzeit beträgt 23 Minuten (Reggie Redding).

Bemerkenswerte Statistiken

Das beste Team der Liga sind die Bayern bei den Zweipunkte-Würfen (59,1 %), den Dreiern (41,8 %), Assists (22,4), Steals (8,4) und der Effektivität. In der Rückrunde haben sie die durchschnittlichen Korbpunkte des Gegners mit 66,6 noch einmal deutlich im Vergleich zur Hinserie (73) gedrückt.

„Ich habe noch nie eine so geschlossene Mannschaft erlebt und bin überzeugt, dass wir jetzt unseren besten Basketball spielen werden“, sagt Marko Pesic. „Denn jeder Spieler hat es verstanden, sich in den Dienst des Teams zu stellen und das eigene Ego hintenanzustellen.“ Trainer Djordjevic dazu: „Statistiken sind sicher nicht das alles Entscheidende. Aber ich selbst freue mich besonders über unsere Assist-Statistik in dieser Saison. Denn sie belegt, dass wir als Team spielen und den Ball gut verteilen.“

Alba Berlin muss auf Kapitän Dragan Milosavljevic (12,7 PpS) verzichten, für den die Saison wegen einer Ellenbogen-Verletzung beendet ist. Für ihn und den angeschlagenen Spielmacher Peyton Siva springt allerdings der nachverpflichtete US-Guard Gerald Robinson (12,8 PpS) in die Bresche: Er hat sich hinter Elmedin Kikanovic (16,1 PpS, 4,7 RpS) als zweitbester Scorer etabliert. Die Verteidigung des bosnischen Centers wird ein Schlüssel zum Erfolg sein aus Münchner Sicht, wie auch Djordjevic betont: „Ein wichtiger Punkt wird unsere Leistung im Inside-Spiel sein.“

Playoff-T-Shirt für jeden Besucher gratis

Für den FC Bayern Basketball bringt adidas ein Playoff-T-Shirt 2017 heraus – beim ersten Spiel am Samstag (6.5.) findet jeder Besucher im Audi Dome ein Exemplar gratis auf seinem Sitz vor. Zudem wird NBA-Star Nick Young („Swaggy P“) von den L.A. Lakers nach dem Spiel eine Autogrammstunde geben.

Außerdem hat in den Playoffs 2017 jeder erfolgreiche Dreier der Münchner einen doppelten Wert: Paulaner spendiert den Bayern-Fans für jeden erfolgreichen Dreipunkte-Wurf ihres Teams 50 Liter Freibier für eine spätere Fan-Veranstaltung.

Das Playoff-Viertelfinale gegen Berlin (best-of-five):

  • Spiel 1: Samstag, 6. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome)
  • Spiel 2: Donnerstag, 11. Mai, 20.30 Uhr (in Berlin)
  • Spiel 3: Samstag., 13. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome)
  • Spiel 4*: Dienstag, 16. Mai (in Berlin)
  • Spiel 5*: Do., 18. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome)

Quelle: FC Bayern Basketball, 4. Mai 2017

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