Kapitän Bastian Doreth: “In der geilsten Zeit des Jahres ist alles möglich!”

Heroes Of Tomorrow starten mit Heimspiel gegen Oldenburg in die Playoffs

Der Kapitän bringt es auf den Punkt: Wenn für medi bayreuth am Freitag um 18 Uhr die Playoffs in der easyCredit Basketball Bundesliga beginnen, ist alles möglich. Im Auftaktspiel der Viertelfinal-Serie gegen die EWE Baskets Oldenburg werden die Karten neu gemischt, lediglich das Heimrecht in einem möglicherweise alles entscheidenden fünften Spiel ist bereits an die Heroes Of Tomorrow vergeben.

Mit Platz vier (22 Siege/10 Niederlagen) hat sich das Team von Head Coach Raoul Korner das Heimrecht erarbeitet und will mit der Unterstützung der einzigartigen medi-Fans im Rücken daraus auch sofort Kapital in Form eines Auftaktsieges in der Serie über die Niedersachsen (18 Siege/14 Niederlagen) schlagen.

Für das erste von der Allianz präsentierte Playoffspiel der Heroes Of Tomorrow in der Saison 2016/17 sind noch einige wenige Sitzplatz- sowie Stehplatztickets erhältlich. Diese können unter tickets.medi-bayreuth.de online gebucht oder im medi Fanshop in der Brunnenstraße 7 gekauft werden.
Das sagt Raoul Korner

“Ich denke, dass der Heimvorteil unser größter Vorteil in dieser Serie sein kann und zwar dann, wenn wir ihn im ersten Spiel schützen. Das Heimrecht ist ein Riesenfaktor für uns und wie heimstark wir sind, zeigt allein der Blick auf die Bilanz unserer bisherigen Heimspiele.

Für Oldenburg spricht in dieser Serie die Erfahrung und vermutlich auch die Tiefe ihres Kaders, vor allem unter dem Korb. Für uns spricht neben dem Heimvorteil auch die Tatsache, dass wir mit Sicherheit in der Position sind, in der von uns weniger der Einzug ins Semifinale erwartet wird, als von Oldenburg. Diejenigen die das am meisten von uns erwarten, sind wir selbst.

Der Ausfall von Andreas Seiferth wiegt gravierend. Man hat gegen Bayern München zwar gesehen, dass man das einmal kurzfristig kompensieren kann. Im Hinblick auf eine lange Serie ist das aber schon schwerwiegend und muss, wie man immer so schön sagt, gemeinschaftlich kompensiert werden. Das aber ist sehr schwer, da die Verantwortung speziell auf Assem und De’Mon jetzt schon sehr sehr groß ist.”
Drei Fakten rund um die Playoff-Serie

Heimstärke: Die Spiele vor eigenem Anhang liegen beiden Mannschaften. Mir nur zwei Niederlagen – beide nach Verlängerung – sind die Heroes Of Tomorrow die viertbeste Heimmannschaft der Saison. Gleich dahinter kommen die EWE Baskets, die nur viermal als Verlierer vom eigenen Parkett gehen mussten. München Gießen, Ulm und Bamberg haben es geschafft, der Mannschaft von Mladen Drijencic die Punkte zu entreißen und mit auf dem Heimweg zu nehmen.

Aus dieser Sicht hat medi die Nase leicht vorne, denn gerade im Duell Vierter gegen Fünfter war der Heimvorteil schon oft ausschlaggebend. Nur dreimal in den letzten zehn Jahren gelang es dem in der Tabelle minimal schlechter platzierten Team, die Serie zu gewinnen: 2007/08 Oldenburg (3:1 gegen Bamberg), 2009/10 Bamberg (3:0 gegen Bonn) sowie 2014/15 Ulm (3:1 gegen Bonn). Ein gutes Omen!

Mannschaftliche Geschlossenheit vs. Individuelle Stärke: Ganz klar – Individuell gesehen ist das Team aus Niedersachsen dem aus Oberfranken deutlich überlegen. Zwei Spieler (Rickey Paulding, 16,0 Punkte und Brian Qvale, 15,1 Punkte) gehören zu den acht besten Schützen der Liga. Bei den Rebounds belegt der Ex-Bayreuther Qvale mit 6,3 abgefangenen Bällen Platz zehn. Chris Kramer ist mit 6,7 Assists bzw. 2,3 Steals zweitbester Vorbereiter bzw. Balldieb der Saison. Werte, die sich auch in der Effektivität wiederspiegeln: Chris Kramer belegt mit einem Wert von 17,6 Platz fünf, Brian Qvale folgt knapp dahinter mit 17,5.

Nur in einer Kategorie liegt ein Bayreuther vor den Oldenburgern: Mit 7,0 Rebounds pro Spiel rangiert Assem Marei ligaweit auf Platz fünf. Dass die Heroes Of Tomorrow dennoch auf Platz vier der Hauptrunde liegen, hat andere Gründe. Head Coach Raoul Korner hat es mit seinen Assistenten Lars Masell und Tim Nees schnell geschafft, aus einem fast komplett neu zusammengestellten Team eine Einheit zu schaffen, die nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch abseits des Parketts harmoniert. Fast jeder Spieler kann die Partie an sich reißen, die Dreierstärke zieht sich durch das gesamte Team.

Defensiv haben sich schon viele Gegner am Bayreuther Team die Zähne ausgebissen und gemeinsam mit den Fans im Rücken sind schon mehrere Gegner in dieser Saison einem Comeback-Sieg von medi erlegen. So unter anderem die EWE Baskets Oldenburg, Science City Jena, die FRAPORT SKYLINERS oder am vergangenen Wochenende der FC Bayern München.

Erfahrung: In einem Punkt sind die EWE Baskets Oldenburg den Heroes Of Tomorrow weit voraus – bei der Playoff-Erfahrung. Lediglich Mannschaftskapitän Bastian Doreth hat bisher an 13 Postseason-Spielen mitgewirkt. Allein Rickey Paulding hat hingegen 57 mal in den Playoffs gespielt und wurde 2008 mit den Donnervögeln sogar Deutscher Meister. Alle Spieler im Kader der Niedersachsen weisen zusammen rund 200 Spiele in der entscheidenden Saisonphase auf. Für die Mannschaft von Raoul Korner hingegen spricht die unbändige Vorfreude auf die neue Herausforderung. Basti Doreth & Co. sind nach wie vor hungrig und besitzen den Willen, in den Playoffs mehr als nur zwei Heimspiele erleben zu dürfen!
Der Spielplan für das Playoff-Viertelfinale

Spiel #1 Fr., 05.05.2017 – 18:00 Uhr – Oberfrankenhalle

Spiel #2 Di., 09.05.2017 – 18:30 Uhr – EWE Arena

Spiel #3 So., 14.05.2017 – 15:00 Uhr – Oberfrankenhalle

Spiel #4 * Di., 16.05.2017 – 19:00 Uhr – EWE Arena

Spiel #5 * Do., 18.05.2017 – 19:00 Uhr – Oberfrankenhalle

* falls notwendig
Live aus der Oberfrankenhalle

Das erste Playoff-Spiel der Saison – gleichzeitig das erste Bayreuther seit 21 Jahren – erfährt großes Medieninteresse. Wie am vergangenen Wochenende wird auch diesmal Sport1 live übertragen (ab ca. 18:30 Uhr). In voller Länge und in HD-Qualität gibt es die Partie bei Telekom Basketball. Wer das Spiel im Radio verfolgen möchte, kann wie gewohnt Radio Mainwelle oder Radio Galaxy Bayreuth einschalten.

Quelle: medi bayreuth, 4. Mai 2017

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