72:74: Siegesserie der Bayern reißt in Bayreuth

Die Siegesserie der Bayern-Basketballer ist gerissen. Nach 15 Erfolgen hintereinander verloren die Münchner trotz einer zwischenzeitlichen 17-Punkte-Führung noch 72:74 (36:34) beim Tabellenvierten Bayreuth. Durch diese überflüssige Niederlage – die vierte der Saison – gehen die Bayern nun definitiv am 6. Mai als Dritter in die Playoffs. Die Bayern treffen dabei im Viertelfinale auf den Sieger der Partie Berlin gegen Ludwigsburg am Montag (15.30 Uhr).

Vor 3.300 Zuschauern in der ausverkauften Oberfrankenhalle besaß die Partie bereits hohe Playoff-Intensität. Der FCBB setzte sich dabei im dritten Viertel (27:18) ab, um im letzten nur noch neun Punkte zu erzielen. Das letzte Spiel der regulären Saison und somit die Generalprobe vor dem Playoff-Start im Audi Dome am 6. Mai (20.30 Uhr) findet am Montag (1. Mai, 15.30 Uhr) statt. Gegner sind die Gießen 46ers.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 17:18, 19:16, 27:18, 9:22.

FC Bayern Basketball: Nihad Djedovic 14, Reggie Redding 11, Devin Booker 10, Bryce Taylor 10, Anton Gavel 9, Maxi Kleber 7, Maik Zirbes 7, Dru Joyce 2, Nick Johnson 2, Vladimir Lucic, Alex King und Karim Jallow (dnp).

Sasa Djordjevic, Cheftrainer des FCBB: „Gratulation an Bayreuth und Coach Korner, sie haben ihr Herz hergegeben, auch dank der Unterstützung ihrer Fans. Sie haben am Ende sechs entscheidende Offense-Rebounds geholt, und elf Turnovers in der zweiten Halbzeit schmecken mir ebenfalls nicht. Wir haben unsere Sicherheit verloren. Ich habe einige Spieler gesehen, die unschlüssig waren, wie sie gegen die Zonenpresse über die Mittellinie kommen sollen; das darf ein Team von diesem Level nicht zulassen. Nachdem wir 17 Punkte vorn waren, kam Bayreuth mit den Fans durch den 10:0-Run wieder ins Spiel. Sie hatten Brooks und ihre Guards, die konstant waren. Insgesamt war das ein gutes Spiel und für uns ist es gut, dass wir mal wieder verloren haben. Wichtiger als die Siegesserie ist, dass wir uns jetzt auf die Playoffs fokussieren, auf das nächste Spiel und nicht auf den 16. oder 17. Erfolg.“

1. Viertel

Für die Bayern begannen Nick Johnson, Anton Gavel, Vladimir Lucic, Devin Booker und Maxi Kleber. Die Partie besaß von Beginn an hohe Intensität, erst nach anderthalb Minuten punktete Johnson erstmals für den Gast zum 2:2. Kleber kassierte früh zwei Fouls, wie bald auch Maik Zirbes. Bayreuth traf zwei Dreier zur 12:6-Führung (6.) und spielte variabel, man setzte sich auch in der Zone durch – beim 6:14 berief Djordjevic die erste Unterredung ein. Die Bayern verpassten beim Wurf mehrere Optionen, ehe Kapitän Bryce Taylor einen ersten Dreier erzielte. Dru Joyce verlieh der Offense mit Übersicht Struktur, Reggie Redding scorte aus der Distanz – nur noch 14:15, Auszeit Bayreuth (8.). Auf beiden Seiten schlichen sich dann Ballverluste ein. Nach dem Buzzer Beater von Redding lag der FCBB aber nur 17:18 hinten zur ersten Viertelpause.

2. Viertel

Taylors energischer Korbleger brachte die erste Führung zum 19:18, die aber Marei prompt zurückholte. Die Duelle von Booker mit Brooks waren packend, ärgerlich dagegen aus Münchner Sicht mehrere Ballverluste zum 25:30 (16.). Insgesamt verteidigte Bayreuth sehr physisch, die Bayern hatten schwer zu kämpfen in der Offense. Und das taten sie: Nihad Djedovics Assist zum Booker-Dunk und sein Dreier ermöglichten einen Münchner Vorstoß auf 34:30 (19.). In die Halbzeit gingen sie mit einer Zweipunkte-Führung, nachdem Lucic mit tollem Pass noch einen allerletzten Break von Djedovic inszeniert hatte.

3. Viertel

Djedovic war offenkundig „hot“, er eröffnete die zweite Hälfte jedenfalls per Dreier. Gavel legte nach, die Bayern führten schnell 42:36 (22.). Sie steigerten weiter ihren Einsatz in der Verteidigung und beim Rebound (19:12 zur Pause). Klebers Dreier brachte sie erstmals zweistellig nach vorn (47:37), beim 54:37 (25.) war es noch deutlicher. Doch die lärmende Halle und mangelnde Münchner Konzentration führten zu einem 0:10-Tief – Bayreuth war wieder ins Spiel gelassen worden (54:45). Beim 58:52 drohte die Partie zu kippen, doch Taylors Dreier und Reddings Korbleger schraubten wieder den Vorsprung auf elf Punkte hoch.

4. Viertel

Der Einstieg ins Schlussviertel gelang hingegen nicht, das pressende Bayreuth verkürzte wieder auf 59:63 (34.). Erst nach fast vier Minuten traf der FCBB wieder, durch Zirbes zum 65:59. Klebers Block gegen Lewis kurz darauf war ein wichtiger Impuls, ebenso Gavels Zug zum Korb. Der Ex-Bayer Doreth hielt jedoch dagegen – 66:69 aus fränkischer Sicht, nur noch drei Zähler, aber knapp vier Minuten auf der Uhr. Den nächsten Turnover bestrafte dann Linhart 101 Sekunden vor Schluss mit dem Ausgleich zum 71:71. Nach Andersons Freiwürfen lag Bayern 72:73 hinten, der letzte Angriff endete im Nichts.

Die nächsten Spiele:

Montag, 1. Mai, 15.30 Uhr: FCBB – Gießen

Das Playoff-Viertelfinale 2017 (Best-of-five):

Spiel 1: Samstag, 6. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome)
Spiel 2: Mittwoch, 10. Mai *
Spiel 3: Samstag, 13. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome)
Spiel 4 (falls nötig): Dienstag, 16. Mai
Spiel 5 (falls nötig): Donnerstag, 18. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome)

*= Änderung möglich

Quelle: 29. April 2017

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