Vier Fragen an: Dominic Lockhart

Die Hauptrunde in der easyCredit BBL biegt in die Zielgerade ein. Die Niederlage in Gießen war für die EWE Baskets Oldenburg ein herber Dämpfer im Kampf um die Playoff-Qualifikation.

Dominic Lockhart musste nach der Halbzeit-Pause tatenlos mitansehen, wie sich seine Team-Kameraden gegen die Auswärtspleite gewehrt haben. Im Interview spricht der Guard über das Spiel in Gießen, über den nächsten Gegner Bayreuth – und erklärt, warum er im dritten und viertel Viertel in Gießen auf der Bank geblieben ist.

Was war Eure Erwartungshaltung vor dem Auswärtsspiel bei den Giessen 46ers?

Wir sind – gerade nach den Siegen über Berlin und Ludwigsburg – mit einigem Selbstvertrauen nach Gießen gefahren. Wir wussten, dass es schwer werden wird. Immerhin haben sie das Hinspiel bei uns gewonnen und auch sonst in dieser Saison insbesondere gegen die großen Clubs eine gute Figur abgegeben. Also, wir haben auf ein Sieg gehofft und waren auch guten Mutes. Dass das Spiel aber dann so abgelaufen ist, war eine bittere Pille für uns.

Viele haben sich verwundert gefragt, warum Du in der zweiten Hälfte des Spiels nicht mehr eingesetzt wurdest. Was war da los?

Ich konnte nicht mehr spielen. In der ersten Halbzeit war noch alles okay, dann plötzlich hatte ich offenbar so etwas wie einen allergischen Anfall. Ich merkte, wie sich im Hals alles immer weiter zuschnürte. Es fühlte sich an, als ob ich von jetzt auf gleich erkältet wäre. Ich musste ständig husten, war kurz davor, mich zu übergeben. In der Halbzeit-Pause haben wir mit Hustenbonbons, Schleimlöser und viel Wasser versucht, die Sache in den Griff zu kriegen. Es war dann aber klar, dass ich so nicht weitermachen konnte, zumal ich echt Probleme hatte, Luft zu holen. Heute geht es wieder, obwohl ich noch ein wenig Kratzen im Hals habe. Es könnte vielleicht der Beginn von Heuschnupfen sein, so fühlt es sich zumindest an. Keine Ahnung, mal sehen, wie sich das entwickelt.

Was erwartest Du denn für das Heimspiel gegen Bayreuth und wie wirkt sich Dein plötzlicher „Allergie-Anfall“ aus?

Bayreuth ist ähnlich aggressiv in der Defensive wie Gießen. Der Unterschied wird sein, dass Bayreuth mehr von außen wirft, Gießen penetriert mehr in die Zone. Die Bayreuther sind in der Liga mit am besten aus Distanz. Es wird schwer werden. Ich fühle mich deutlich besser nach dem Anfall, gehe auch davon aus, dass ich morgen voll einsatzfähig bin.

Morgen steht das Spiel gegen Bayreuth unter dem Motto: „Rickey Day“. Zehn Jahre spielt Rickey Paulding nun schon hier in Oldenburg. Wie hast Du Rickey bisher erlebt? Wie würdest Du ihn beschreiben?

Man kann mit jedem Problem zu Rickey gehen. Mit ihm kann man sich über alles unterhalten. Auch abseits des Platzes ist er immer für einen da. Für uns jüngere Spieler ist er wie ein Mentor. Er ist einer der vorbildlichsten Profis, die ich jemals gesehen habe. Er ist einen herausragende Persönlichkeit, an die viele andere nicht heranreichen.

Quelle: EWE Baskets Oldenburg, 14. April 2017

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