84:72 gegen Bonn – FCBB holt 13. Sieg in Serie

Der FC Bayern Basketball bleibt durch den ungefährdeten 84:72-Erfolg (44:28) gegen die Telekom Baskets Bonn auch im 13. BBL-Spiel in Folge unbesiegt und damit auf dem Weg in Richtung Playoffs die Mannschaft der Stunde. Vor 5.975 Zuschauern entwickelte sich im Audi Dome eine flotte Partie, in der sich die Bayern bald absetzten und teilweise mit mehr als 20 Punkten in Führung lagen. Die Bonner kämpften sich im letzten Viertel noch einmal bis auf vier Punkte heran, hatten dem energischen Schlussspurt der Bayern aber nichts mehr entgegenzusetzen. Maik Zirbes war mit 20 Punkten der erfolgreichste Werfer der Münchner.

Am Ostersonntag (20.30 Uhr) gastiert der FCBB bei Rasta Vechta, ehe am Samstag, 22. April (20.30 Uhr), die EWE Baskets Oldenburg zum vorletzten Heimspiel der Hauptrunde nach München reisen.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 27:20, 17:8, 22:22, 18:22.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Maik Zirbes (20 Punkte), Vladimir Lucic (17/9 Rebounds), Nihad Djedovic (10), Devin Booker (9), Maxi Kleber (7/7 Reb), Bryce Taylor (7), Danilo Barthel (3/8 Reb), Dru Joyce (2/5 Reb), Nick Johnson (2), Anton Gavel und Alex King.

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic, Cheftrainer des FCBB: „Das war ein Spiel, wie wir es erwartet haben. Bonn hat heute gezeigt, dass sie ein erfahrenes Team sind, das weiß, wie sie ihre physischen Vorteile einsetzen. Das war ein Problem für uns, denn wir haben heute nicht smart agiert. Die Technischen Fouls waren absolut verantwortungslos, das muss aufhören. Alles in einem war es aber ein guter Sieg. Wir haben mit viel Energie begonnen. Maxi hat unser Spiel getragen. Er hatte aber später Probleme mit dem Finger, deshalb haben wir ihn geschont.“

Predrag Krunic, Cheftrainer Bonn: „Wir haben heute gut gekämpft. Wir waren aber in der ersten Halbzeit zu unkonzentriert. Haben viele Fehler gemacht, schlechte Pässe gespielt. Die zweite Halbzeit lief dann in der Offensive und Defensive besser. Aber um hier zu gewinnen, müssen wir besser treffen.“

1. Viertel

FCBB-Coach Sasa Djordjevic begann die Partie mit der Ersten Fünf Anton Gavel, Nihad Djedovic, Vladimir Lucic, Maxi Kleber und Devin Booker. Die Zuschauer waren von der ersten Sekunde an voll da, mussten sich aber bis zur ersten Führung der Bayern 60 Sekunden in Geduld üben, bis Maxi Kleber sich einen abprallenden Freiwurf von Vladimir Lucic angelte und den Ball sicher zum 4:2 versenkte. Die Bayern gaben nun Vollgas und begeisterten die Fans mit einem fulminanten 10:0-Lauf, der Bonn zur Auszeit zwang (14:4/4. Spielminute). Diese kurze Unterbrechung störte tatsächlich den Rhythmus der Bayern, der Tabellenfünfte aus dem Rheinland kam auf 16:12 heran (7.). Ein Dreier von Nihad Djedovic und ein Korbleger von Dru Joyce sorgten allerdings wieder für etwas mehr Vorsprung (21:12/7.). Die Bayern ließen nun einige Chancen liegen und vertändelten den Ball zu oft, immerhin lagen sie nach dem ersten Viertel einigermaßen deutlich 27:20 in Führung.

2. Viertel

Bis auf einen Dreier von Kapitän Bryce Taylor lief bei den Roten während der ersten Minuten im zweiten Spielabschnitt wenig zusammen, immerhin erging es den Gästen nicht anders (30:21/13.). Die Fans wurden Zeugen eines munteren Auf-und-Abs, Zählbares gab es aber nur selten zu bejubeln. Dies änderte sich in der 15. Spielminute schlagartig, als erst Devin Booker zum Dunking hochstieg und dann Vladimir Lucic mit einem Ally-Oop zu begeistern wusste (36:24/16.). Die Münchner hatten die Bonner in jeder Hinsicht im Griff und hielten sie deutlich auf Distanz, indem sie Schwächen in der Offensive durch eine konsequent aggressive Leistung in der Verteidigung auszugleichen wussten (41:26/19.). Maik Zirbes zeigte eine erneut gute Vorstellung und sorgte für die letzten fünf Punkte der ersten Halbzeit – 44:28.

3. Viertel

Die Bayern brillierten nicht, doch spielten sie immerhin solide – und so bewegte sich der Vorsprung langsam, aber sicher in Richtung der 20-Punkte-Marke (Dreier von Danilo Barthel zum 49:30/22.). Das Knacken der psychologisch bedeutsamen Marke zog sich dann jedoch aufgrund des gelegentlich einkehrenden Schlendrians etwas hin, kurz nach der Hälfte des dritten Viertels war es dann aber Reggie Reddings Dreier, der die 58:37-Führung sicherstellte. Vladimir Lucic zauberte, indem er aus vollem Lauf mit Ball abhob, unter dem drohenden Block des Gegenspielers und dem Korb durchtauchte und den Ball mit Spin über das Brett und gegen die Laufrichtung im Korb der Bonner unterbrachte (62:41/28.). Maik Zirbes erwies sich ein ums andere Mal in der Zone der Gäste als nicht zu stoppende Macht, bereits nach dem dritten Viertel hatte er 17 Punkte gesammelt. 66:50 nach 30 Minuten.

4. Viertel

Maik Zirbes blieb auf dem Parkett, knüpfte nahtlos an seine zuvor gezeigte Leistung an und erzielte aus seiner bevorzugten Distanz, der unmittelbaren Nähe zum Korb, den ersten Treffer des abschließenden Viertels (68:52/31.). Im Anschluss daran folgte jedoch ein Aufbäumen der Rheinländer, das in ein 7:0-Lauf der Bonner mündete (68:59/33.) – Auszeit München. Die kurze Besprechung stoppte den Schwung der Baskets allerdings nicht, sie hatten nun deutlich Oberwasser und kämpften sich weiter heran (70:66/34.). FCBB-Coach brachte Dru Joyce, der für Ruhe sorgen sollte. Die Bonner suchten ihr Heil in einer Zonenverteidigung, gegen die bekanntlich Distanzwürfe ein probates Mittel sind – Vladimir Lucic brachte sich in Position, wurde angepasst und versenkte den stürmisch bejubelten Drei-Punkte-Wurf zum 75:68 (37.) – Auszeit Bonn. Die Münchner hielten jetzt energisch und fokussiert dagegen: Hinten kauften sie den Gästen den Schneid ab, vorne traf Nihad Djedovic seine Freiwürfe und einen Korbleger (79:70/38.). Die Gäste hatten dem 7:0-Lauf der Bayern nichts mehr entgegenzusetzen, der 13. Sieg in Serie war am Ende mehr als verdient.

Die nächsten Heimspiele:

  • Samstag, 22. April, 20.30 Uhr: FCBB – Oldenburg
  • Montag, 1. Mai, 15.30 Uhr: FCBB – Gießen

Playoff-Viertelfinale 2017 (Best-of-five):

  • Spiel 1: Samstag, 6. Mai, 20.30 Uhr
  • Spiel 3: Samstag, 13. Mai
  • Spiel 5 (falls nötig): Do., 18. Mai

Quelle: FC Bayern Basketball, 13. April 2017

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