Spielbericht Vienna

BC Vienna – Basket Swans Gmunden 89:69 (26:21, 47:31, 71:56)

Bei den Swans wärmt zwar Ojo auf, er wird aber aufgrund einer Oberschenkelblessur nicht eingesetzt. Tilo Klette ist dafür nach einer unter der Woche aufgetretenen Erkrankung doch rechtzeitig fit. Die Starting 5 lautet bei den Swans daher Mitchell, Blazan, Murati, Wesby und Gaidys.

Vienna holt den Jump, Miletic verwirft aber die erste Offense. Mitchell unterläuft aber in der ersten Swans-Offense ein arger Turnover, Clemmons nutzt den im Fastbreak zur Vienna-Führung. Auch in den nächsten beiden Offenses schaffen es die Swans zu keinem Wurf, denn wiederum Mitchell und auch Wesby produzieren Turnover. Ray bringt Vienna hingegen 4:0 in Front, ehe Murati erstmals für die Swans anschreibt. Miletic schließt einen Fastbreak zum 6:2 ab, nach dem nächsten Turnover der Swans (Schritte Gaidys) ist es erneut Miletic, der scort. Murati verkürzt auf 8:4, Stazic baut auf 10:4 aus, Wesby trifft zum 10:6. Als dann Vienna ebenfalls einen Turnover produziert, wird Murati gefoult, trifft beide Freiwürfe zum 10:8. Aber die Swans–Defense ist nach wie vor wie paralysiert, Ray kann wieder easy zum 12:8 scoren. Gaidys stellt auf 12:10, ehe Clemmons völlig offen einen Dreier zum 15:10 verwertet. Blazan macht sich erstmals bemerkbar, scort zum 15:12, aber Miletic kann nach Offensivrebound einen weiteren Dreier zum 18:12 versenken. Klette kann einen schwierigen Wurf im Vienna-Korb versenken, aber Clemmons ist im Gegenzug ebenfalls erfolgreich. Friedrich stellt auf 16:20, Stazic verwirft im Gegenzug, aber die Swans produzieren den nächsten Turnover. Auch Miletic verwirft, aber Clemmons holt den Offensivrebound, stellt auf 16:22. Linortner kommt für Blazan, versucht in der ersten Offense sofort einen Dreier, den er nicht trifft. Miletic scort im Gegenzug zum 24:16, worauf die Swans ein erstes Timeout nehmen. Kurz danach stellt Klette per and-1 auf 19:24, aber Ray baut postwendend wieder auf 26:19 aus. Wesby kann nach Offensivrebound wenigstens auf 26:21 stellen, dann begehen die Swans 1 Sekunde vor Ende des ersten Viertels ihr erstes Foul, bezeichnend dafür, mit welch geringer Intensität zur Sache gegangen wird.

Auch das zweite Viertel beginnt mit einem Swans-Turnover, den Ray sofort zum 28:21 nutzt. Dann über 2 Minuten auf beiden Seiten viele Fehler und Fehlwürfe, Clemmons beendet dies mit einem Drive zum 30:21. Die Swans sind offensiv weiter völlig von der Rolle, Miletic backdoor und Clemmons mit 2 Freiwürfen bauen die Vienna –Führung auf 34:21 aus, Stazic wenig später sogar auf 36:21. Nach über 6 Minuten ohne Korberfolg beendet Blazan mit einem Dreier zum 36:24 die Swans-Flaute. Clemmons verwirft für Vienna, im Gegenzug wird Murati klar gefoult, aber es gibt keinen Pfiff. Fürs darauffolgende Reklamieren gelingt Schiedsrichter Hiermann dann doch ein Pfiff, Murati kassiert ein technisches Foul. Ray trifft zum 37:24, die anschließende Offense endet mit einem Koch-Dreier zum 40:24, damit ist das Spiel praktisch entschieden. Denn Mitchell unterläuft der nächste Turnover, Miletic bestraft dies mit einem and-1 zum 43:24. Murati kann zwar kurzfristig mit einem Dreier zum 43:27 den Rückstand verringern, er und Blazan stellen auch noch auf 31:45, den Schlusspunkt setzt aber Stazic, der 2 Freiwürfe zum 47:21 versenkt.
Es war eine erste Halbzeit der Swans, die alle Tugenden vermissen ließ. Vienna spielte routiniert und traf sehr gut, das reichte, um auch in dieser Deutlichkeit verdient zu führen.

Das dritte Viertel beginnt mit einem Fehlwurf von Mitchell, der danach auch noch ein technisches Foul wegen Kritik kassierte. Stazic verwertet den Freiwurf, Koch beendet die folgende Offense mit einem Dunking zum 50:31. Murati und Blazan per Dreier bringen die Swans auf 36:50, Koch verwirft gegen die nun Zone verteidigenden Swans einen Dreier, aber die Wiener holen den Offensivrebound. Stazic macht daraus einen erfolgreichen Dreier zum 53:36, das kurze Aufflackern der Swans ist auch schon wieder beendet. Noch dazu begeht Mitchell seinen nächsten Turnover, Koch kann einen Fehlwurf selbst ausbessern, versenkt den Offensivrebound zum 55:36. Als dann Miletic nach einem weiteren Fastbreak auf 57:36 ausbaut, ist es wieder nur Murati, der offensiv dagegenhält, wenigstens per Dreier auf 57:39 stellt. Mitchell stealt daraufhin den Ball, vergibt aber das Lay-up, im Gegenzug wird Murati ein Foul an Miletic unsportlich gepfiffen, der trifft beide Freiwürfe zum 59:39. Murati trifft den nächsten Dreier zum 42:59, ehe die Dreier-Zeit von Stazic anbricht. Der trifft in den nächsten 3 Versuchen auch dreimal, bringt sein Team auf 68:46 weg. Nun ist es Friedrich, dem einige gute Aktionen gelingen, mit denen er die Swans wieder auf 68:53 heranbringt. Ein Clemmons-Dreier setzt dem aber ein Ende, Klette antwortet zwar auch mit einem Dreier zum 71:56, das ändert aber trotzdem nichts mehr an der Vienna-Überlegenheit.

Das letzte Viertel beginnt zwar mit 2 Vienna-Fehlwürfen, aber die Swans können daraus keinen Profit erzielen. Als dann Clemmons wieder einen Dreier versenkt, ist das Spiel endgültig entschieden. Vienna baut in der Folge den Vorsprung bis auf +23 aus, die Swans reduzieren zwar kurzfristig nochmal auf 66:83, den Schlusspunkt setzt aber der überragende Miletic.

Fazit:
Ohne Intensität geht’s einfach nicht. Vienna spielte mit wenigen Unterbrechungen mit seinen 5 Startern durch, hatte keine Probleme, das Tempo durchzuhalten, denn die Swans setzten sie nie unter Druck. Die Defense der Gmundner war oftmals nicht existent, dazu passierten in praktisch allen wichtigen Phasen des Spiels wieder Turnover, die jede Aufholbemühung im Keim erstickten. Offensiv war das Spiel der Swans viel zu leicht auszurechnen, ohne Tempo und Esprit. Wenigstens begannen die Gmundner nach der Pause zu kämpfen, das alleine war aber zu wenig.

Einzelkritik:

Murati: 24 Punkte, 1 Rebound, 4 Assists, 4 Turnover. Er war offensiv der einzige, der individuell mit den Wiener Guards mithalten konnte, sah aber gegen Miletic auch nicht immer gut aus.
Klette: 16 Punkte, 3 Rebounds, 1 Assist, 1 Block. Schwang sich in Halbzeit 2 wenigstens zu passabler Offensivleistung auf.
Blazan: 10 Punkte, 6 Rebounds, 5 Assists, 1 Turnover, 1 Block. Auch wenn ihm auch bei weitem nicht alles gelang, er fightete wenigstens in jeder Szene, seine Leistung war okay.
Friedrich: 6 Punkte, 1 Assist, 2 Steals, 3 Turnover. Vor der Pause schwach, dann fing er sich und versuchte wenigstens mit seiner Schnelligkeit die Wiener Defense auszuhebeln.
Gaidys: 6 Punkte, 5 Rebounds, 2 Assists, 2 Turnover. Offensiv ohne Selbstvertrauen, defensiv oftmals überfordert, eine schwache Partie.
Wesby: 4 Punkte, 7 Rebounds, 2 Assists. Defensiv bemüht, aber auch oft zweiter Sieger. Offensiv kein Faktor und keine Gefahr.
Mitchell: 3 Punkte, 1 Rebound, 1 Steal, 5 Turnover. Völlig von der Rolle, vor allem deshalb so unerklärlich, war er doch gegen Fürstenfeld noch bester Gmundner.
Linortner: 1 Rebound, 2 Assist, 1 Turnover. In 16 Minuten völlig unproduktiv, wirkte bei seinen Wurfversuchen auch etwas zu hektisch.
Schartmüller: 1 Rebound, war in den letzten 5 Minuten im Einsatz, brachte da auch keine positiven Akzente mehr ein.

Für Vienna: Miletic 23, Clemmons 23, Stazic 19, Koch 15, Ray 9.

Quelle: Swans Gmunden, 10. April 2017

0.00 avg. rating (0% score) - 0 votes

Das könnte dir auch gefallen Mehr vom Autor

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.