Rasta trotz grossen Kampfes unterlegen

Vor 3.140 Zuschauern im zum 86. Mal in Serie ausverkauften RASTA Dome hat RASTA Vechta am Samstagabend mit 63:65 (32:30) gegen die FRAPORT SKYLINERS verloren. Trotz der Niederlage hat der Aufsteiger weiter Chancen auf den Klassenerhalt in der easyCredit Basketball Bundesliga.

Der Thriller an der Pariser Straße begann mit einer ganz starken Defense der Hausherren. Devin Searcy ließ es vorne krachen, dunkte in der 6. Minute zum 12:5 für RASTA – Auszeit Frankfurt. Die Gäste wurden von Klaus Perwas gecoached. Der „Co“ war für Gordon Herbert eingesprungen, da sich dieser beim Abschlusstraining das Kniegelenk ausgekugelt hatte und dann im Vechtaer St.-Marien-Hospital erfolgreich behandelt wurde. Der Kanadier stieß im Laufe des 1. Viertels zur Mannschaft und nahm am Ende der Bank mit hochgelagertem Bein Platz. Als in der 7. Minute RASTAs Frank Gaines Frankfurts 2,06-Meter-Riesen Mike Morrison blockte, war der Jubel groß und als Gaines in der 8. Minute per Dreier auf 17:5 erhöhte stand der RASTA Dome das erste Mal an diesem Abend Kopf.

Der Vechtaer Top-Scorer bediente dann im Fastbreak den besser postierten Searcy für den Alley-Hoop-Dunking – 22:11 (11. Minute). Nach diesem Highlight geriet RASTAs Defense jedoch aus der Spur. Die FRAPORT SKYLINERS, angetreten ohne die verletzten Kwame Vaughn, Shawn Huff und Shavon Shields, kamen nun ins Spiel und hatten beim Dreier von Niklas Kiel zum 22:24 den Anschluss geschafft (15. Minute). RASTAs Derrick Allen, der insgesamt 33:25 Minuten auf dem Parkett stand und mit acht Zählern und acht Rebounds nur knapp ein Double-Double verpasste, ließ die Fans nur eine Minute später wieder jubeln: Der Kapitän traf mit Ablauf der Shotclock zum 26:22. Doch der Ausgleich der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. 88 Sekunden vor der Halbzeit markierte Max Merz von der Freiwurflinie das 29:29.

Zu Beginn von Halbzeit zwei war es erneut Allen, der seinem Team einen Vier-Punkte-Vorspung besorgte – 36:32 (22. Minute). Doch absetzen konnten sich die RASTAner auch im 3. Viertel nicht wirklich. Aber ein nächster Monsterblock von Moses Ehambe gegen AJ English in der 24. Minute ließ den RASTA Dome erneut erbeben. Die personall so arg gebeutelten FRAPORT SKYLINERS ließen sich von derlei Nackenschlägen aber nicht entmutigen und schlugen zurück. Niklas Kiel per Dreier zum 41:42 (26. Minute) und dann English zum 43:42 (27.) bescherten den Gästen die erste Führung seit der 1. Minute (3:0). Nach zuvor drei erfolglosen Versuchen traf dann aber Niklas Geske 67 Sekunden vor Viertelende von jenseits der 6,75 Meter und brachte sein Team wieder nach vorne – 47:45. Als Devin Searcy mit einem Hechtsprung in die LED-Bande samt Ballgewinn dann auch noch das 48:45 ermöglichte, hielt es im RASTA Dome niemanden mehr auf den Sitzen.

Die Hausherren nahmen das Momentum mit ins 4.Viertel. Erst sichert Travis Warech sich einen Offensiv-Rebound und traf gegen zwei Frankfurter zum 50:45 (31. Minute). Dann legte der Deutsch-Amerikaner einen Dreier zum 55:47 nach – kein Halten mehr an der Pariser Straße. Und als gut sechs Minuten vor dem Ende Derrick Allen nach wunderschönem Zusammenspiel der RASTAner zum 57:49 traf, waren die Vechtaer auf der Siegerstraße angekommen. Diese jedoch verließ der Tabellen-17. wieder. Die Vechtaer erlaubten es den FRAPORT SKYLINERS, zurück ins Spiel zu kommen, kassierten 2:13 Minuten vor dem Ende den Anschluss durch Niklas Kiel (58:59) und mit noch 4,9 Sekunden auf der Spieluhr besiegelte Mike Morrison per And-One die sehr unglückliche 63:65-Heimniederlage.

Da auch RASTAs Konkurrent im Abstiegskampf, die Basketball Löwen Braunschweig, am Samstag verlor (80:89 bei den Eisbären Bremerhaven), haben die Vechtaer weiterhin Chancen auf den Klassenerhalt. Zum Direkten Duell der Kellerkinder kommt es am Mittwoch, 12. April, um 19 Uhr in Braunschweig. Das RASTA-Team von Coach Doug Spradley wird von mehr als 150 Fans begleitet werden.

easyCredit Basketball Bundesliga – 29. Spieltag – Samstag, 8.4., 20.30 Uhr:

RASTA Vechta – FRAPORT SKYLINERS 63:65 (20:11 / 12:19 / 16:15 /15:20)

Vechta: F.Gaines (16 Pkt./ 1-3er), M.Ehambe (10/1), R.Broadus (9/1), T.Warech (8/1), D.Allen (8/0), D.Searcy (8/0), N.Geske (3/1), C.Standhardinger (1/0), B.Bekteshi (0/0), K.Abif (0/0)

Frankfurt: N.Kiel (19 Pkt./ 3-3er), M.Morrison (15/0), A.English (13/1), Q.Robertson (10/0), S.Ilzhöfer (7/1), M.Merz (1/0), I.Bonga (0/0), M.Agva (0/0)

Zuschauer: 3.140 (ausverkauft)

Stimmen zum Spiel:

Klaus Perwas (Frankfurt): „Es war eine ganz umkämpfte Partie. Für Vechta stand viel auf dem Spiel. Aber so ist das Business, so ist der Profi-Basketball. Wir waren am Ende ein bischen glücklicher. Ich fand gut, dass wir bis zum Ende an den Sieg geglaubt und bis zum Ende gekämpft haben. Es war halt kein schönes Spiel, der Kampf stand im Vordergrund mir tut es fast leid, dass es so gelaufen ist.“

Doug Spradley (Vechta): „Glückwunsch an Frankfurt und Klaus. Sie haben heute mit drei Ausländern gespielt und teilweise mit ProB-Akteuren. Aber trotzdem konnten wir sie nicht schlagen. Seit zweieinhalb Monaten rede ich mit meinen Jungs über die Minimierung von mentalen Fehlern. Und leider ist das heute nicht gelungen – in keinster Weise. Wir haben den Sieg heute einfach aus der Hand gegeben. Das ist sehr schade, weil wir gekämpft und versucht haben. Aber wenn wir solche Fehler machen, können wir in einer solchen Situation nur schwer gewinnen.

Quelle: RASTA Vechta, 9. April 2017

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