83:68: Bayern beenden Ulmer Rekordserie

Die Basketballer des FC Bayern München beenden am 29. Spieltag der Basketball-Bundesliga mit einem 83:68 (33:36)-Auswärtserfolg die beeindruckende Rekordserie von Tabellenführer Ulm – und fahren ihrerseits den zwölften Erfolg nacheinander ein. Nach einem defensiv geprägten ersten Viertel entwickelte sich im zweiten Spielabschnitt vor 6.200 Fans in der ausverkauften Ulmer Arena ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Kurz vor dem Schlussviertel nutzten die immer stärker aufkommenden Bayern eine hektische Phase auf Seiten der Ulmer und übernahmen in den letzten zehn Minuten die Kontrolle. Aus einem ungemein kampfstarken Kollektiv ragten Bryce Taylor (21) sowie Devin Booker (13) und Vladimir Lucic (13) als beste Werfer heraus.

An Gründonnerstag (13. April) empfängt der drittplatzierte FCBB ab 20:30 Uhr den Tabellenfünften Telekom Baskets Bonn im Audi Dome.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 12:12, 24:21, 14:23, 18:27

Für den FC Bayern Basketball spielten: Bryce Taylor (21 Punkte), Devin Booker (13), Vladimir Lucic (13), Reggie Redding (11/6 Assists), Dru Joyce (6), Anton Gavel (5), Nick Johnson (5), Maik Zirbes (5), Danilo Barthel (4/7 Rebounds), Nihad Djedovic, Maximilian Kleber, Alex King.

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic, Cheftrainer des FCBB: „Das ist natürlich ein großer Sieg für uns, nach einer tollen Teamleistung. Wir haben jetzt unsere Stärke gefunden, wobei mich am meisten der Charakter und der Zusammenhalt der Mannschaft freut. Beides haben wir schon die ganze Saison, aber hier zu bestehen, in der für mich stimmungsvollsten und intensivsten Halle der Liga, das ist schon eine beeindruckende Leistung. Wir haben eine gute Defense gespielt. Wir konnten Morgan in vielen Situationen stoppen, auch die Kreativität ihrer Guards. In der Offensive haben wir den Ball gut bewegt und am Ende auch unsere Großen gefunden. Das war der Schlüssel.“

Devin Booker, FCBB: „Wir wollten heute ein Statement setzen und das ist uns gelungen. Wir haben von Anfang an Gas gegeben und trotz einiger Ballverluste gewonnen. Die technischen Fouls des Gegners am Ende des dritten Viertels hatten natürlich auch einen Einfluss zu unseren Gunsten.“

1. Viertel

Coach Djordjevic schickte zu Beginn Anton Gavel, Reggie Redding, Vladimir Lucic, Maximilian Kleber und Devin Booker auf das Parkett. Ersterer erzielte nach knapp zwei Minuten per Dreier die ersten Zähler in einer zerfahrenen Anfangsphase beider Teams. Auch in den Folgeminuten war die Partie von Nervosität geprägt, doch aufgrund einer starken Teamdefense, die die Ulmer zu zahlreichen schwierigen Würfen zwang, konnten sich die Bayern nach sieben Minuten auf 12:4 absetzen. Dies veranlasste den Ulmer Trainer Leibenath dazu die erste Auszeit zu nehmen, woraufhin die Offensive des FCBB ins Stocken geriet und die Gastgeber zum 12:12 nach zehn Minuten ausgleichen konnten.

2. Viertel

Im zweiten Spielabschnitt brachte Nick Johnson die Münchner von der Freiwurflinie wieder in Front und Booker erhöhte den knappen Vorsprung mit einem sehenswerten Mitteldestanzwurf auf 16:12, doch die Ulmer ließen sich durch Zähler von Karsten Tadda und Taylor Brown nicht abschütteln. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem sich keine der beiden Mannschaften zunächst entscheidend absetzen konnte. Als der Point Guard der Ulmer Braydon Hobbs per Drei-Punkte-Wurf die Bayern mit 21:26 in Rückstand brachte, hatte Djordjevic Redebedarf. Nach dieser Auszeit fand der FCBB offensiv zwar besser ins Spiel, aber der Tabellenführer beförderte den Ball nun ebenfalls deutlich hochprozentiger durch die Reuse. So lag die Djordjevic-Truppe zur Pause 33:36 zurück.

3. Viertel

Nach dem Wechsel sorgte Kleber mit einem spektakulären Block gegen Augustin Rubit für das erste Ausrufezeichen, was die Münchner prompt wachrüttelte. Vorne drehten Gavel, Redding und Booker die Partie und hängten Ulms Topscorer Raymar Morgan zugleich das dritte persönliche Foul an. Das Momentum schien zunächst für den FCBB zu sprechen, doch Ulm fand daraufhin wieder ins Spiel. In der 27. Spielminute sahen sich die Bayern mit 41:47 in Rückstand, als Djordjevic das erste Mal Nihad Djedovic und Maik Zirbes auf das Parkett beorderte. Infolgedessen kämpften sich die Münchner Zähler für Zähler heran, was den Ulmer Coach Leibenath derart in Rage brachte, dass er kurz vor Viertelende nach zwei technischen Fouls die Halle verlassen musste. Zuvor hatte bereits Braun ein Technisches kassiert. Der FCBB nutzte dies dank Taylors sicherer Freiwurfhand und erspielte sich ein 56:50 vor dem Schlussviertel.

4. Viertel

Vor einer aufgeheizten Kulisse sorgte Johnson mit einem sehenswerten Anspiel auf Lucic für die ersten Bayern-Punkte im letzten Viertel, während Kapitän Bryce Taylor per Dreier und wieder Lucic durch ein And-One-Spiel die Führung auf 64:52 hochschraubten. Aber die Gastgeber gaben sich nicht geschlagen und kämpften auch ohne ihren Trainer aufopferungsvoll. Nach einer Djordjevic-Auszeit erlangten die Gäste wieder die Kontrolle über das Spielgeschehen. Während die Defensive nach wie vor sattelfest stand, fand der FCBB auch im Angriff immer wieder geschickt den offenen Wurf. So spielten die Münchner die letzten Minuten routiniert zu Ende und siegten schließlich 83:68.

Die kommenden Partien der Bayern:

Donnerstag, 13. April, 20:30 Uhr: FCBB – Bonn

Sonntag, 16. April, 20:30 Uhr: Vechta – FCBB

Samstag, 22. April, 20:30 Uhr: FCBB – Oldenburg

Samstag, 29. April, 20:30 Uhr: Bayreuth – FCBB

Montag, 1. Mai, 15:30: FCBB – Gießen

Quelle: FC Bayern Basketball, 8. April 2017

0.00 avg. rating (0% score) - 0 votes

Das könnte dir auch gefallen Mehr vom Autor

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.