„Im Moment größter Titelfavorit“: Bayern zu Tabellenführer Ulm

Erster gegen Dritter, der unbesiegte Tabellenführer gegen den zuletzt elfmal in Serie erfolgreichen Mitfavoriten – die Auswärtspartie des FC Bayern Basketball am Samstagabend (8. April, 18.03 Uhr) bei Tabellenführer Ulm ist ohne Frage das Highlight des finalen Hauptrunden-Monats April.

Während das schwäbische Überraschungsteam die Topposition für die Playoffs im Grunde sicher hat, proben die Münchner mit Blick auf die im Mai beginnende Meisterrunde den Ernstfall in der mit 6.200 Fans seit Wochen ausverkauften Ulmer Arena. Zugleich wollen sie ihre Chancen auf den zweiten Platz wahren und ebenso die blitzsaubere Bilanz ohne Niederlage im Jahr 2017. Ulm hat sämtliche 26 Partien in der easyCredit BBL gewonnen – eine Serie wird demnach enden.

Das Spitzenspiel wird wieder live und exklusiv von „Telekom Basketball“ (u.a. über EntertainTV) sowie über den Klubsender FCB.tv live übertragen. Spielbeginn ist um 18.03 Uhr.

„Ulm spielt im Moment den wahrscheinlich besten Basketball in der Bundesliga und ist der größte Favorit auf den Titel“, sagt FCBB-Coach Sasa Djordjevic über die Gastgeber. „Sie haben Talent, treten immer als geschlossene Einheit auf und haben eine unglaublich starke Offensive. Jedes Spiel ist es ein anderer, der groß aufspielt und Morgan ist derzeit der beste Spieler der Liga. Wir haben deshalb größten Respekt vor ihnen, aber keine Angst. Wir haben vielmehr die Mentalität, dorthin zu fahren, um zu gewinnen, ihnen die erste Niederlage zuzufügen. Das Spiel kommt auch zu einem guten Zeitpunkt für uns, so nah an den Playoffs. Aber unabhängig vom Spielausgang am Samstag macht mich das, was ich bei uns täglich im Training sehe, sehr zuversichtlich für die Playoffs.“

Ratiopharm Ulm hat sich mit einer Rekordsaison und dem Auswärtssieg in Bamberg (84:79) endgültig als Titelanwärter etabliert; schon im Vorjahr hatte man das Finale erreicht. Über welche Möglichkeiten der zweimalige Vizemeister um Trainer Thorsten Leibenath inzwischen verfügt, verdeutlicht die gut kompensierte Verletzung Tim Ohlbrechts sowie die jüngste Verpflichtung eines siebten Amerikaners (Casey Prather/25, Perth Wildcats) kurz vor Transferschluss als „Ausfallversicherung“.

„Haben jetzt mehr Tiefe im Kader“

Kern des offensivstarken Erfolgsteams sind sechs eingespielte Landsleute, die im Schnitt 21 bis knapp 30 Minuten auf dem Parkett stehen. Neu hinzu kam von ihnen vor der Saison nur Point Guard Braydon Hobbs (Gießen), der mit 5,7 Assists pro Spiel die Ulmer Identifikationsfigur Per Günther (3,8 ApS, 9,0 PpS) mehr als entlastet. Ulm stellt mit durchschnittlich 91,7 Punkten pro Spiel den besten Angriff. Topscorer der gesamten Liga ist Power Forward Raymar Morgan (19,2 PpS), Distanzschütze Chris Babb (15,7) ist Sechster.

Die Bayern wiederum können ihrem Kollektiv vertrauen, das die zweitbeste Offense der Liga bildet (86,1 PpS) und im Schnitt nur 69,6 Zähler kassiert (Ulm: 76,2). Bei der Wurfquote (52,1 %; Ulm 49,9 %) und den Assists (22,3 ApS; Ulm 20,5) liegen die Bayern ligaweit vorn.

Die Defense und die Rebounds werden demnach eine entscheidende Rolle spielen beim Showdown in Neu-Ulm. Dass die Bayern dort bestehen können, bewiesen sie im EuroCup, als in der Zwischenrunde beide Duelle mit den hier gänzlich sieglosen Ulmern gewonnen werden konnten. Das BBL-Heimspiel verloren die Bayern am zweiten Weihnachtsfeiertag – damals noch ohne Center Maik Zirbes und Dru Joyce – nach unkonzentriertem Schlussviertel 79:87. Seitdem folgten elf Siege am Stück. „Wir haben jetzt mehr Tiefe im Kader, das soll sich auf dem Parkett niederschlagen“, hofft Djordjevic.

„Ulm lebt von seiner Offensive, aber im EuroCup in Ulm standen wir gut in der Defensive und haben ihnen so Probleme bereitet“, sagt Bayern-Nationalspieler Danilo Barthel. „Wir müssen vom ersten Viertel an sehr physisch spielen, auf ihre Schützen aufpassen und konzentriert im Defensiv-Rebounding arbeiten.“ Kollege Reggie Redding ergänzt: „Unsere Defensive muss stehen. Ulm ist in der BBL mit viel mehr Selbstbewusstsein aufgetreten. Wir müssen versuchen, gerade Babb und Morgan möglichst vom Ball fernzuhalten.“

Die Bayern reisen am Freitagabend an. „Jetzt kommen die endscheidenden Spiele, wir wollen deshalb in Ulm unbedingt zeigen, dass wir bereit sind“, sagt FCBB-Guard Nihad Djedovic. „Wir wissen, wie wir gegen sie gewinnen können und wollen am Samstag ein Ausrufezeichen vor den Playoffs setzen.“

Die letzten Hauptrunden-Spiele:

• Samstag, 8. April, 18 Uhr: Ulm – FCBB

• Gründonnerstag, 13. April, 20.30 Uhr: FCBB – Bonn

• Ostersonntag, 16. April, 20.30 Uhr: Vechta – FCBB

• Samstag, 22. April, 20.30 Uhr: FCBB – Oldenburg

• Samstag, 29. April, 20.30 Uhr: Bayreuth – FCBB

• Montag, 1. Mai, 15.30 Uhr: FCBB – Gießen

Playoff-Viertelfinale 2017 (Best-of-five):

• Spiel 1: Samstag, 6. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome)

• Spiel 2: Mittwoch, 8. Mai (Änderung möglich)

• Spiel 3: Samstag, 13. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome)

• Spiel 4 (falls nötig): Dienstag, 16. Mai

• Spiel 5 (falls nötig): Do., 18. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome)

Quelle: FC Bayern Basketball, 6. April 2017

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