U14 qualifiziert sich für das EYBL-Superfinal

Dank der großartigen Unterstützung der Allianz ging es für die U14 des FCBB am vergangenen Freitag mit dem Flieger zur EYBL Playoff-Runde nach Debrecen/Ungarn. Auf die Jungs warteten erneut vier Spiele auf sehr hohem europäischen Niveau und die Chance, sich für das „Superfinal“ des Wettbewerbs zu qualifizieren.

Samstag, 1. April 2017
Spiel 1 vs. KK Mladost Zemun (72:75)
Als erster Gegner wartete direkt der Turnierfavorit aus Serbien auf die Roten. In der ersten Gruppenphase Mitte November gab es dieses Duell schon einmal. Damals setzte es noch eine deutliche Niederlage für die Bayern, und dass diese noch in den Hinterköpfen der Münchner steckte, sah man an der hohen Motivation der Jungs. Von Beginn an schenkten sich beide Mannschaften nichts, und alleine im ersten Viertel wechselte die Führung vier Mal. Ähnlich ausgeglichen verlief der Start des zweiten Viertels (29:29 nach 25 Min.). Im Schlussspurt der ersten Hälfte schlichen sich einige Unkonzentriertheit auf Seiten der Münchner ein, Mladost nutzte diese und konnte mit einer 38:46-Führung in die Halbzeitpause gehen.
Nachwuchs-Basketball auf sehr hohem Niveau wurde auch in der zweiten Hälfte geboten. Auf beiden Seiten wurden immer wieder schöne Situationen herausgespielt, zum Teil auch gezaubert. Die Serben hatten zum Teil mehr Glück bei ihren Würfen und konnten somit die Führung auf 53:69 ausbauen. Aber dass viel Herz im Nachwuchsteam der Bayern steckt, sah man in den letzten zehn Minuten der Partie: Um jeden Ball wurde gekämpft, besonders in der Verteidigung wurde nochmal alles mobilisiert – und das machte sich bezahlt. Mit vier Punkten Rückstand eine Minute vor Ende der Partie hatten die Roten Riesen sogar die Möglichkeit, mit einem freien Dreier von Wulff noch einmal auf einen Punkt heranzukommen. Leider blieb das Wurfglück aus und Mladost konnte am Ende 72:75 gewinnen.

Sonntag, 2. April 2017
Spiel 2 vs. LPS Bihorul Oradea (97:56)
Eine tolle Reaktion zeigten die Bayern gegen das Team aus Rumänien. Mit viel Wut im Bauch kamen die Münchner aus der Kabine, und das setzten sie auf dem Spielfeld direkt um. Sie verteidigten mit viel Leidenschaft, provozierten Ballverluste und sicherten sich die Defensivrebounds, welche zu Schnellangriffen genutzt wurden. Mit einer 45:28-Führung ging es in die Halbzeitpause. Dass dies den Bayern noch nicht genügte, zeigten sie auch in den zweiten 20 Minuten. Die Burschen des FCBB erlaubten sich keine Schwächephase und bauten den Vorsprung von Minute zu Minute aus. Am Ende gewann man verdient 97:56.

Spiel 3 vs. Debreceni Kosarlabda Akademia-DSI (70:66)
Im Nachmittagsspiel ging es gegen den Ausrichter des Turniers, eine sehr ausgeglichene und physische Mannschaft. Ein wenig müde vom Spiel am Vormittag zeigte der einzige deutsche Vertreter aus München nicht sein bestes Spiel. Durch Nachlässigkeiten in der Defense und immer wieder unglückliche Ballverluste machten sich die Bayern das Leben schwer. Selbst die höchste Führung (39:29) in der 21. Minute des Spiels gaben die Roten leichtsinnig wieder aus der Hand und gerieten vier Minuten vor Ende des Spiels sogar mit 60:61 in Rückstand. In dieser Phase nahmen sich Jonas März und Robbie Groh ein Herz und legten sechs Punkte der Bayern auf. Dank der starken Abwehrleistung in den letzten zwei Minuten konnten die Münchner das Spiel mit 70:66 für sich entscheiden.

Montag, 03. April 2017
Spiel 4 vs. KK Feniks 2010 (88:84)
Im letzten Spiel ging es für die Münchner um alles, denn nur bei einem Sieg war die Qualifikation für das Superfinal möglich. Die Roten bekamen es mit KK Feniks 2010 zu tun, einem sehr spielstarken Team aus Mazedonien, das in seinem letzten Spielen sehr viel Leidenschaft gezeigt hatte.
Vor der Begegnung bereitete das Coach-Gespann Wedell/Hamann seine Jungs auf eine Art Zonenverteidigung vor. Gleich von Beginn an setzten die Bayern die Vorgaben um und nahmen ihre offenen Würfe von außen mit sehr viel Selbstvertrauen und Überzeugung. Aber dass das kein einfaches Spiel werden würde, war allen klar. Nach dem besseren Start der Münchner antworteten die Jungs aus Feniks mit einem 10:0-Lauf. Nach 15 gespielten Minuten stand es 29:28, bis zur Halbzeit schalteten die Bayern nochmals einen Gang nach oben und erspielten sich eine 12-Punkte-Führung.
Das Spiel nahm von Minute zu Minute an Hektik zu, und kritische Entscheidungen wurden immer wieder lautstark von den mitgereisten Eltern der Rumänen kommentiert. Doch die Münchner, allen voran Arian Culum mit zwei erfolgreichen Dreiern, behielten in dieser Phase einen kühlen Kopf. Es wurde noch ein richtiger Krimi. Bei nur noch 11 Sec. zu spielen und einer Drei-Punkt-Führung stand Jonas März an der Freiwurflinie. Jonas vergab den ersten – die Anspannung war nicht nur bei ihm riesig, auch auf der Bayernbank wurde gezittert. Jonas setzte zum zweiten Wurf an und verwandelte ihn. Ein letzter verzweifelter Drei-Punkte-Wurf auf Seiten der Mazedonier fand nicht sein Ziel, wodurch dem Jubel der Bayern über das Weiterkommen nichts mehr im Wege stand.

Jonas März wurde zudem ins All-Star Team gewählt, und mit Gastspieler Jakob Hanzalek hatten die Bayern den besten Defender des Turniers in ihren Reihen.

Coach Wedell zeigt sich äußerst zufrieden über die erfolgreiche Qualifikation zum EYBL- Superfinal: „Ich möchte wieder einmal meine Mannschaft für ein tolles Basketballwochenende loben. Sich als Team auf so hohem europäischen Niveau durchzusetzen, erfordert sehr viel Energie und Leidenschaft. Die Qualifikation für das Superfinal in Riga ist für uns ein Bonus, den wir Anfang Mai in vollen Zügen genießen wollen. Unser Anspruch wird dabei sein, den deutschen Basketball so gut wie möglich zu repräsentieren. An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal für die tolle Organisation und die herausragende Gastfreundschaft, die uns entgegengebracht wurde, bedanken.“

Für den FCBB spielten: Benjamin Schröder, Arian Culum, Luis Wulff, Felix Schäffer, Moritz Gradl, Abraham Retz, Moritz Hölzer, Robbie Groh, Jonas März, Jakob Hanzalek, Jeremias Wellenkamp Florian Hermann und Ivan Borissov.

Quelle: FC Bayern Basketball, 5. April 2017

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