Routiniers und Rekorde: Die Bayern empfangen Jena

Noch sieben Spiele stehen für die Bayern im Plan der Hauptrunde, ehe im Mai die Playoffs 2017 beginnen. Mit einem Sieg am Sonntag (02.04., 18 Uhr) gegen Aufsteiger Jena könnte das Team von Trainer Sasa Djordjevic seinen Platz unter den ersten Vier und damit das Playoff-Heimrecht schon vorzeitig sichern. Die ersten Termine für die Meisterrunde stünden für den Erfolgsfall bereits fest: Im Viertelfinale hätten die Bayern am Samstag, 6. Mai (20.30 Uhr), sowie eine Woche später (Samstag, 13. Mai, 20.30 Uhr) jeweils Heimrecht in der Best-of-Five-Serie.

Aktuell würde es auf Berlin oder Bonn als ersten Gegner hinauslaufen, beide machen wohl Rang fünf und sechs unter sich aus. Voraussetzung für die Konstellation Drei gegen Sechs ist, dass die Bayern ihre Position behaupten – und sich nicht doch noch auf Rang zwei verbessern. Möglich ist das inzwischen, weil Meister Bamberg nicht nur in München (67:59), sondern nun auch beim weiterhin unbesiegten Tabellenführer Ulm (79:84) verlor. Somit liegt der erklärte Titelfavorit nach Niederlagen (je drei) mit dem FCBB gleichauf und behauptet noch aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs den zweiten Platz.

Die Bayern haben das deutlich schwerere Restprogramm (u.a. in Ulm und beim Vierten Bayreuth). Immerhin zehn Siege in Serie hat man seit Weihnachten aneinandergereiht und somit einen Klubrekord erreicht. Mit den derzeit nur drei Niederlagen liegt man übrigens ebenfalls klar unter der eigenen Bestmarke aus der Meistersaison 2013/14, als die Bayern fünfmal in der Hauptrunde verloren und diese damit gewannen.

In dieser Saison wird ein interner Rekord aufgrund der starken Ulmer Leistungen nicht mehr zur Spitzenposition reichen, zumal sich die Topteams so dominant wie noch nie präsentieren: Zusammen kommen Ulm, Bamberg und die Bayern auf gerade einmal sechs verlorene Spiele – ein solch entrücktes Spitzentrio mit einer Siegquote von rund 93 Prozent gab es in der Bundesliga noch nicht. Den Bestwert hielt bisher offenbar das Trio Osnabrück/Gießen/Frankfurt (90,7 Prozent/Quelle: @manuel_baraniak) – und zwar in der Spielzeit 1966/67.

„Natürlich haben wir Hoffnungen auf den zweiten Platz. Aber wir sollten nicht spekulieren und schauen, was die anderen machen, sondern uns zuallererst um unsere eigenen Angelegenheiten kümmern“, sagt Chefcoach Djordjevic. „Im Moment geht es darum, weiter an unserer Physis zu arbeiten und die neuen Spieler weiter zu integrieren.“

Neuling Science City Jena hat immerhin schon zehn Siege eingefahren und als Elfter sehr früh sein Ziel Klassenerhalt erreicht. Beim Team von Trainer Björn Harmsen hat sich bewährt, ein Gerüst aus erfahrenen Profis zusammengestellt zu haben: Flügelspieler Julian Jenkins (früher Berlin, Bamberg, Oldenburg) ist trotz 36 Jahren zweitbester Scorer (15,3 PpS) hinter Marcos Knight (18,4 PpS), danach folgt im 37-jährigen Immanuel McElroy (10,7 PpS) ein weiterer BBL-Routinier.

„Wir werden sicherlich nicht den Fehler machen und Jena unterschätzen“, betont Djordjevic. „Wir sind Profis und haben die ganze Saison noch keinen Gegner unterschätzt. Damit sind wir gut gefahren.“

Der von der Partner-Ferienregion Garda Trentino präsentierte Spieltag ist am Sonntag für Familien ausgerichtet. So werden Kids die Teampräsentation und das Hallen-Interview nach der Partie vornehmen; auch beim Rahmenprogramm im Umlauf des Audi Dome und rund um das Spiel kommen Kinder auf ihre Kosten. Für das Spiel wurde der beliebte Familienblock (Familienticket mit 50 Prozent Preisvorteil) erweitert.

Die kommenden Heimspiele:

  • Sonntag, 2. April, 18 Uhr: FCBB – Jena
  • Gründonnerstag, 13. April, 20.30 Uhr: FCBB – Bonn
  • Samstag, 22. April, 20.30 Uhr: FCBB – Oldenburg
  • Montag, 1. Mai, 15.30 Uhr: FCBB – Gießen

Quelle: FC Bayern Basketball, 31. März 2017

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