Frust von der Seele gespielt: MHP RIESEN sammeln im Heimspiel gegen Würzburg wichtige Punkte

Im Rennen um die Playoff-Platzierungen haben die MHP RIESEN Ludwigsburg am Samstag einen wertvollen 92:65 (46:35) Heimsieg gegen s.Oliver Würzburg eingefahren. Nur drei Tage nach dem schmerzhaften Ausscheiden aus der Basketball Champions League konnte sich die Mannschaft von Head Coach John Patrick vor 4.381 Zuschauern in der MHPArena im zweiten Viertel mit einem Zwischenspurt absetzen und den Vorsprung im weiteren Spielverlauf sukzessive ausbauen. Angeführt wurden die Barockstädter vom starken Jack Cooley, der 16 seiner insgesamt 22 Punkte in der ersten Halbzeit markieren konnte.

Auch ohne die verletzten Tekele Cotton (Handwurzel) und Kelvin Martin (Oberschenkel) ließen die Gastgeber am Samstag keinerlei Zweifel aufkommen und feierten gegen den Tabellenvierzehnten aus Unterfranken einen souveränen Heimerfolg. Mit 54 % aus dem Zwei- und 59 % aus dem Dreipunktebereich überzeugte Ludwigsburg mit sehr starken Trefferquoten aus dem Feld und 23 Assists waren Zeugnis einer tollen Mannschaftsleistung. Drei Minuten vor dem Ende feierte zudem der 18-jährige NBBL-Spieler Mateo Seric von der Porsche Basketball-Akademie sein Debüt in der easyCredit BBL und konnte sich dabei prompt in die Scorerliste eintragen.

Nachdem Würzburg die ersten sieben Punkte der Partie erzielt hatte, brachte Jack Cooley die MHP RIESEN fast im Alleingang ins Spiel. 10 Punkte in Serie und insgesamt 12 Zähler im ersten Viertel standen für den Ludwigsburger Centerspieler auf dem Konto und so ging es mit einem knappen 17:19 Rückstand in den zweiten Abschnitt. Hier gingen die Barockstädter dann zum ersten Mal in Führung (24:22) und dank eines 17-5 Zwischenspurts nahm man einen 11-Punkte Vorsprung mit in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Ludwigsburger die spielbestimmende Mannschaft und konnten von der Defensive der Gäste nie entscheidend gestoppt werden. Würzburg schaffte es zwar den Abstand zu Beginn des zweiten Durchgangs einige Male in den einstelligen Bereich zu bringen, besonders DJ Kennedy und Rocky Trice sowie das heiße Händchen von Chad Toppert (6/8 Dreier) sorgten jedoch dafür, dass der Vorsprung der MHP RIESEN nie bei weniger als acht Zählern lag. Bis zum Ende des dritten Viertels war die Führung der Hausherren auf 69:54 angewachsen und auch in den letzten zehn Minuten ließen die Patrick-Schützlinge nichts mehr anbrennen.

Viertelergebnisse aus Ludwigsburger Sicht: 17:19, 29:16, 23:19, 23:11

Punkte MHP RIESEN Ludwigsburg: Cooley (22, 8 Rebounds), Toppert (18), Kennedy (14, 8 Rebounds, 5 Assists), Trice (12, 5 Rebounds), Hammonds (8, 7 Assists), Crawford (6, 3 Blocks), Loesing (6), Thiemann (2), Seric (2), Breunig (1), McCray (0)

Punkte s.Oliver Würzburg: Sanford (19), Loncar (8), Ulmer (8), Lane (8, 2 Blocks), Stuckey (6, 6 Rebounds), Odum (5, 5 Assists), Betz (4), Wank (3), Cobbins (2), Hoffmann (2), Ugrai (0), Voigtmann (0)

Schiedsrichter: Moritz Reiter, Benjamin Barth, Zulfikar Hegemann

Zuschauer: 4.381

Teamstatistik MHP RIESEN Ludwigsburg: 56 % FG, 59 % 3P, 69 % FW, 23 Assists, 39 Rebounds, 6 Steals, 11 Turnover

Teamstatistik s.Oliver Würzburg: 37 % FG, 36 % 3P, 75 % FW, 13 Assists, 31 Rebounds, 6 Steal, 13 Turnover

Die Stimmen zum Spiel:

John Patrick (Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg): „Würzburg hat am Anfang gezeigt, dass sie gut vorbereitet sind. Vor allem in der Pick-And-Roll Verteidigung hatten wir Probleme. Wir waren sehr frustriert und traurig über die Performance in der Endphase am Mittwoch und haben diesen Frust mit auf das Feld gebracht. Auch wenn dann am Anfang nicht alles perfekt gelaufen ist, haben wir über 40 Minuten intensiv verteidigt. Die Würzburger Leistungsträger Odum und Sanford haben wir als Mannschaft verteidigt und insgesamt bin ich sehr stolz über die Reaktion meiner Spieler nach dem Spiel gegen Banvit.“

Dirk Bauermann (Headcoach s.Oliver Würzburg): „Glückwunsch an John Patrick und seine Mannschaft. Ludwigsburg ist im Spielverlauf immer stärker und aggressiver geworden. Ich denke wir haben gut angefangen, den Ball in dieser Phase gut bewegt und uns mit Disziplin und Intelligenz gute Würfe erarbeitet. Dann gab es allerdings einen Bruch im Spiel. Leider fehlen uns noch Cleverness und Erfahrung um konsequent über 40 Minuten auf diesem Niveau weiter zu spielen. Der ein oder andere hat es dann individuell versucht, auswärts gegen eine solche Mannschaft ist das allerdings der falsche Weg und dafür wurden wir bestraft. Ludwigsburg hat sich derweil den Frust von Mittwoch von der Seele gespielt und so hochprozentig getroffen wie wohl nur selten. Aber so ist Basketball eben. Für uns ist es jetzt wichtig nach vorne zu schauen und es gegen Gießen besser zu machen als heute.“

Der Spielverlauf:

http://www.easycredit-bbl.de/de/n/spielberichte/2016-17/nachbericht/2017-04-01-lud-wue/#specialnavi=38

Quelle: MHP RIESEN Ludwigsburg, 1. April 2017

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